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Fünf Bergleute in Tansania nach 41 Tagen unter Tage gerettet

Die fünf Männer harrten 41 Tage unter Tage aus. APA/EPA/JEFFREY ARGUEDAS/Symbolbild
epa05026297 A picture made available on 15 November 2015 shows a man walking through one of the mines in the mountains of Juntas de Abangares village, Costa Rica, 30 October 2015. Gold mining survives in Abangares with poor security measures and amidst conflicts due to the land's ownership. EPA/JEFFREY ARGUEDAS

Sensationelle Rettung nach einem Grubenunglück in Tansania: Fünf Bergleute wurden nach 41 Tagen unter Tage aus einer Mine geholt. Nach dem Einsturz eines Schachts seien die Männer in rund 100 Meter Tiefe eingeschlossen gewesen, teilte das Energie- und Bergbauministerium Tansanias am Dienstag mit. Die Bergleute würden nun im Krankenhaus behandelt. Einer ihrer Kumpel war unter Tage gestorben.

"Die Bergleute waren sehr schwach", beschrieb die Sprecherin des Energie- und Bergbauministeriums, Badra Masoud, in Daressalam den Zustand der Geretteten. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie am Sonntag endlich aus der Goldmine gerettet worden waren.

"Wir haben überlebt, indem wir Kakerlaken, Frösche und andere Insekten aßen und schmutziges Wasser tranken, das von oben durchsickerte", sagte Chacha Wambura am Montagabend dem staatlichen Fernsehen. Er und seine Kollegen hatten am 5. Oktober in der Nähe des Victoria-Sees in der Region Shinyanga nach Gold gesucht, als ein Schacht des Bergwerks einstürzte. Von etwa 20 Bergleuten konnten sich damals die meisten retten. Sechs Bergleute wurden eingeschlossen, einer von ihnen starb, wie seine Kollegen nun berichteten.

Die Überlebenden kämpften nach eigenen Angaben nicht nur mit Hunger und Durst, sondern auch mit der Dunkelheit in dem etwa hundert Meter tiefen Schacht. Zunächst funktionierten noch die Lampen an ihren Schutzhelmen sowie das Licht ihrer Handys, doch schon bald waren die Batterien und Akkus leer. Er und seine Kollegen hätten sich in eine Höhle zurückgezogen, die ursprünglich zur Aufbewahrung von Werkzeug genutzt worden sei, sagte Wambura.

Die tansanische Zeitung "The Citizen" schrieb, das Bergbauministerium habe die Rettung der Bergleute nach fast sechs Wochen als "Wunder" bezeichnet. Behördenvertreter hätten zunächst nicht glauben können, dass die Männer lebend gefunden wurden.

Ein lokaler Polizeibeamter sagte, die verschütteten Bergleute seien allesamt für tot gehalten worden. Andere Grubenarbeiter, die dennoch in einen anderen Schacht geklettert seien, hätten aber Stimmen und Hilferufe unter Tage gehört.

"Die Männer verließen die Mine, weil sie dachten, es seien die Stimmen von bösen Geistern, aber sie sagten Behördenvertretern Bescheid", berichtete Kamugisha. Diese hätten sich an das Grubenunglück einige Tage zuvor erinnert und schließlich am Samstag eine Suchaktion in die Wege geleitet. Noch nicht gefunden wurde dem Polizeivertreter zufolge die Leiche des sechsten Bergarbeiters, der bereits zwei Wochen vor dem Rettungseinsatz gestorben sein soll.

Tansania ist der viertgrößte Gold-Förderer weltweit. Das Edelmetall ist eine der wichtigsten Devisenquellen für das ostafrikanische Land. Tansanias Bergleute haben nur einfaches Gerät und Grubenunglücke sind in den oft kleinen Goldminen keine Seltenheit.

(Quelle: S24)

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