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Unglaubliches Geschenk: Chef macht Mitarbeiter reich

Das Vermögen von Hamdi Ulukaya wird laut Forbes-Liste mit 1,6 Milliarden Euro beziffert. AFP/Fabrice Coffrini
Das Vermögen von Hamdi Ulukaya wird laut Forbes-Liste mit 1,6 Milliarden Euro beziffert.

Ein unglaubliches Geschenk macht der Selfmade-Milliardär Hamdi Ulukaya seinen Mitarbeitern: Er verschenkt einen Teil seiner Firma an die 2.000 Angestellten und macht damit einige von ihnen zum Millionär.

Hamdi Ulukaya kam vor rund 20 Jahren als kurdischer Einwanderer nach New York. Dort sehnte er sich nach einem Joghurt, der so schmackhaft war, wie jener in seiner Heimat – einem kurdischen Dorf in der Türkei. Im Jahr 2005 kaufte Ulukaya dazu eine gerade geschlossene Joghurt-Fabrik der Firma Kraft Foods. Mittlerweile sind die Produkte seiner Firma Chobani führend unter den griechischen Joghurts in den USA. Laut Forbes-Liste häufte der Unternehmer damit ein Vermögen von rund 1,6 Milliarden Euro an.

Ulukaya macht Mitarbeiter zu Millionären

Nun sollen auch seine Mitarbeiter etwas von dem Reichtum abbekommen. Anstatt Boni auszuzahlen, verschenkt Ulukaya zehn Prozent aller Aktien an seine 2.000 Angestellten. Je länger jemand für die Firma arbeitete, desto mehr Aktien soll er dabei erhalten. Der durchschnittliche Angestellte erhält dabei einen Betrag von mehr als 130.000 Euro. Einige Angestellte dürfte Ulukaya mit seiner Spende sogar zum Millionär machen.

Er habe etwas erschaffen, das er nie geglaubt hat zu erreichen, gibt der Unternehmer gegenüber der New York Times an. Ohne seine Mitarbeiter wäre sein Erfolg nicht möglich gewesen, weshalb nun ein Teil der Firma ihnen gehöre. Das sei besser als Boni auszuzahlen, wird Ulukaya zitiert.

Ulukaya investiert Vermögen in Flüchtlings-Stiftung

Großzügig gibt sich Ulukaya auch in der Flüchtlingshilfe: Erst vor kurzem gab der Unternehmer bekannt, die Hälfte seines Vermögens in eine von ihm gegründete Flüchtlings-Stiftung zu investieren. Dabei verpflichten sich Firmen, die Mitglied dieser Stiftung werden, dazu, Zuwanderer mit Berufsberatungen beizustehen und ihnen Arbeitsplätze zu verschaffen. Ulukaya geht mit gutem Beispiel voran, etwa 30 Prozent seiner Angestellten sind Flüchtlinge.

Wirtschaftliches Kalkül hinter Mitarbeiter-Geschenk?

Dass Ulukaya die großzügige Spende an seine Mitarbeiter rein aus Wohltätigkeit gemacht hat, darf allerdings bezweifelt werden. Die Ankündigung, zehn Prozent seiner Firma zu verschenken, kam kurz bevor die Investmentfirma TPG Capital 20 Prozent seiner Aktien kaufen konnte. Die Investmentfirma hatte dem Joghurthersteller zuvor mit 660 Millionen Euro ausgeholfen. Der Deal mit  TPG Capital beinhaltete dabei eine Kaufoption für 20 Prozent, wenn Chobani gewisse Ziele erreicht.

Ein cleverer Schachzug?

Uneinigkeit herrschte dabei zwischen TPG Capital und Ulukaya über die künftige Ausrichtung seiner Firma. Das plötzliche Aktien-Geschenk an die Mitarbeiter verkleinerte den Firmenanteil Ulukayas, wodurch die Investmentfirma nur noch Anspruch auf 20 Prozent der verbleibenden 90 Prozent der Aktien habe, berichtet n-tv.de. Nicht auszuschließen also, dass es sich bei dem Geschenk an die Mitarbeiter auch um ein cleverer Schachzug Ulukayas handelt.

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