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Vermisster Höhlentaucher in Mallorca gerettet

Zwei Tage lang war der Höhlentaucher Francesc "Xisco" Gràcia nach einem Tauchgang vermisst. Er harrte in einer kleinen Luftkammer in 40 Metern Tiefe aus und wartete auf seine Rettung. Die "Gute Nachricht": Am Montag konnte er aus der unterirdischen Höhle gerettet werden und ist wohlauf.

Große Erleichterung herrschte am Montagabend kurz vor Mitternacht in der Nähe der Cala Romántica im Osten von Mallorca. Rund 60 Rettungsleute hatten dort zwei Tage lang ihr Lager aufgeschlagen und versucht, Gràcia aus dem Höhlenlabyrinth unter der Insel zu befreien.

Höhlentaucher verlieren die Orientierung

Gràcia war am Samstagnachmittag gemeinsam mit seinem Tauchpartner Guillem Mascaró unterwegs, als ein Führungsseil riss und die erfahrenen Taucher die Orientierung verloren. Das berichtet die "Mallorca Zeitung". Gràcia hatte außerdem zu wenig Sauerstoff dabei. 900 Meter vom Ausgang entfernt beschlossen die beiden, dass Mascaró Hilfe holen würde, während Gràcia in einer Luftkammer warten soll. Ausgerüstet nur mit einer Taschenlampe und einer kleinen Flasche Trinkwasser blieb Gràcia im Dunkeln zurück.

Rettung wegen technischer Probleme abgebrochen

Am Sonntag begannen Spezialisten schließlich mit der Rettung. Mithilfe einer Felsbohrmaschine versuchten sie, zu dem vermissten Taucher vorzudringen. Wegen technischer Probleme mussten die Einsatzkräfte jedoch abbrechen. Zu diesem Zeitpunkt dachte Gràcia, man hätte ihn aufgegeben. Auch sein Zeitgefühl sei im abhanden gekommen, erklärt er im Interview. Die Zeit unter der Erde habe sich für ihn angefühlt wie fünf Tage. Durch die hohe Sauerstoffzufuhr begann er Lichter zu sehen und dachte jedes Mal, es seien nun endlich Helfer gekommen.

Gràcia aus Höhle gerettet

Montagabend war es dann tatsächlich so weit und ein Taucher konnte zu dem Vermissten durchdringen. Eine weitere halbe Stunde harrten die beiden unter Wasser aus, bis die Rettungsaktion schließlich voll am Laufen war. "Das hat Xisco Mut gegeben. Letztlich war er es, der uns während der Rettung immer wieder motivierte", so Mascaró im Interview mit der spanischen Zeitung Diario de Mallorca.

Als Gràcia schließlich die Höhle am Montagabend verließ, war der Jubel im Camp groß. Die Aktion hatte ein glückliches Ende genommen. Das Tauchen will Gràcia dennoch nicht aufhören. "Wenn du wieder raus bist, dann verlierst du die Angst. Das Leben geht weiter und man muss nach vorne blicken.", so der Gerettete.

(Quelle: S24)

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