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Lage kurz eskaliert

Wiener Polizei geht gegen Protest-Teilnehmer vor

Tumultartige Szenen rund um 1. Mai-Kundgebung

SB, Polizei, APA/LUKAS HUTER
Laut Polizei hatten sich bis zu 1.000 Teilnehmer einer Kundgebung, die aus dem Bezirk Ottakring in Richtung Stadtzentrum gezogen war, vor der Votivkirche versammelt.  (SYMBOLBILD)

In Wien ist es am späten Samstagnachmittag zu einem Polizeieinsatz gegen Teilnehmer einer 1. Mai-Kundgebung gekommen. Wie die Polizei gegenüber der APA erklärte, war die Lage im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche in Wien-Alsergrund vorübergehend eskaliert. Nachdem es von Demonstranten einen Angriff auf die Exekutive gegeben hatte, setzten die Beamte demnach Pfeffersprays ein, wodurch es zu tumultartigen Szenen kam.

Am frühen Abend habe sich die Szene aber wieder beruhigt. Laut Polizei hatten sich bis zu 1.000 Teilnehmer einer Kundgebung, die aus dem Bezirk Ottakring in Richtung Stadtzentrum gezogen war, vor der Votivkirche versammelt. Einige versuchten, die Gerüste des in Renovierungsarbeiten befindlichen Gotteshauses zu erklimmen, um dort Transparente anzubringen.

Als die Polizei dies verhindern wollte, kam es seitens der Demonstranten zu gewalttätigen Angriffen auf die Polizisten. Es seien unter anderem Dosen und Glasflaschen geflogen.

Tumultartige Szenen in Wien

Daraufhin sei die Polizei gegen die Angreifer vorgerückt und habe auch Pfeffersprays verwendet, so ein Polizeisprecher. In die folgenden Tumultszenen seien auch an sich unbeteiligte Passanten und Spaziergänger involviert worden. Es kam auch zu Festnahmen. Genaue Zahlen lagen vorerst aber nicht vor.

Eine Augenzeugin hatte gegen 17:18 Uhr auf Twitter berichtet: "Ich wurde gerade Zeuge, wie ca. 200 Polizisten die Wiese gestürmt haben. Sie haben alles niedergeknüppelt, was sie erwischt haben." Gegen 18.30 Uhr herrschte vor der Votivkirche laut Polizei wieder Ruhe.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 10.05.2021 um 07:09 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/1-mai-wiener-polizei-geht-gegen-protest-teilnehmer-vor-103208542

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