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Indizien reichen nicht

15-Jährige in Weyer vergewaltigt: Verdächtiger weiter auf freiem Fuß

19-Jähriger wird in anderes Asylquartier verletzt

symb_polizeiauto symb_polizei APA/BARBARA GINDL
Die vorläufige Festnahme des jungen Syrers wurde annulliert. (SYMBOLBILD)

Der 19-Jährige, dem die Vergewaltigung eines ukrainischen Mädchens in Weyer (Bezirk Steyr-Land) in Oberösterreich vorgeworfen wird, ist weiter auf freiem Fuß. Die vorläufige Festnahme durch die Polizei Weyer war noch vergangene Woche aufgrund der mangelhaften Beweislage von der Staatsanwaltschaft Steyr annulliert worden.

Vergangene Woche wurde seitens der Exekutive zudem eine Umquartierung des Verdächtigen gefordert, die am Sonntag beschlossen wurde. Der oberössterreichische Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) zieht eine Abschiebung in Erwägung.

Die polizeilichen Ermittlungen laufen noch
ABD0012_20190511 - WIEN - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ Illustration zum Thema Polizei / Notruf / Sicherheit / Einsatzkräfte / Blaulicht / Exekutive. Im Bild: Das Polizei-Logo aufgenommen am Dienstag, 7. Mai 2019, in Wien. - FOTO: APA/LUKAS HUTER

Flüchtlingsmädchen in OÖ vergewaltigt

Am späten Mittwochabend ist ein ukrainisches Flüchtlingsmädchen im oberösterreichischen Weyer (Steyr-Land) offenbar vergewaltigt worden. Wie die "Krone" zuerst berichtete, soll der mutmaßliche Täter …

Mädchen in Weyer zum Sex gezwungen und verletzt

Gemeinsam mit ihrer Familie hatte das 15-Jährige Mädchen am Donnerstag Anzeige bei der Polizei erstattet, woraufhin eine medizinische Untersuchung angeordnet wurde, die mittlerweile abgeschlossen ist. Der von der jungen Ukrainerin belastete syrische Asylbewerber soll das leicht alkoholisierte Flüchtlingsmädchen am vergangenen Mittwoch im Ortsgebiet Weyer zum Geschlechtsverkehr gezwungen und an Hals und Gliedmaßen verletzt haben. Die Indizien aber reichten nicht aus, um die Festsetzung des Verdächtigen abzusegnen, wie Julia Rauscher, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Steyr, am Wochenende bestätigte. Es bedürfe zusätzlich zur mündlichen Mitteilung durch die Polizei eines schriftlichen Ermittlungsberichts.

Dieser schriftliche Bericht über bisher gesammelte Indizien und die ärztliche Diagnose wird Anfang kommender Woche erwartet. Sobald dieser vom zuständigen Sachbearbeiter geprüft worden sei, könne die Staatsanwaltschaft weitere Schritte in die Wege leiten, konstatierte Rauscher am Sonntag auf APA-Nachfrage. Bis dahin bleibt der mutmaßliche Täter auf freiem Fuß.

15-Jähriger erst kürzlich aus der Ukraine geflüchtet

Der mutmaßliche Täter wird nun durch das Land OÖ in ein anderes Quartier, über 50 Kilometer von Weyer entfernt, verlegt. Dies ließ das Land Sonntagmittag per Aussendung verlauten. Integrations-Landesrat Hattmannsdorfer gab sich entschlossen: Er erwarte "eine rasche Neubewertung und Entscheidung der Staatsanwaltschaft". Die Haltung des Landes Oberösterreich sei in dieser Sache "klar: Asylwerber, die Straftaten begehen, haben ihr Gastrecht verwirkt und müssen umgehend abgeschoben werden".

Erst vor kurzem war die Anzeigenstellerin mit ihrer Mutter und zwei Geschwistern vor dem Krieg in der Ukraine nach Österreich geflüchtet. Zur Beziehung zwischen dem jungen Syrer und der jugendlichen Ukrainerin konnte die Staatsanwaltschaft am Wochenende keine Angaben machen. Am Sonntag bestätigte Rauscher, dass ein Annäherungs- und Betretungsverbot für den Verdächtigen im Raum stehe, die Entscheidung darüber obliege aber der zuständigen Polizeistelle.

(Quelle: APA)

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