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Neuer Rekord

20-Grad-Marke in Salzburg geknackt

Dezember-Rekorde auch untertags

20140505_PD0961.HR.jpg APA/Barbara Gindl/Archiv
Stolze 20,1 Grad wurden am Dienstag am Flughafen Salzburg gemessen. (SYMBOLBILD)

Nach der absolut wärmsten Dezembernacht verhalf der Südföhn auch untertags zu einigen neuen Dezemberrekorden: Am Salzburger Flughafen wurde am Dienstag erstmals die 20-Grad-Marke überschritten.

In der Stadt Salzburg wurden am Dienstag immerhin 19,3 Grad gemessen. Ein knappes Grad auf den Allzeit-Dezember-Rekord aus Latz (V) mit 22,2 Grad (16.12.1989) hat in Feldkirch gefehlt: Hier wurden heute 21,3 Grad gemessen.

Die Temperaturrekorde im Überblick

  • Eisenkappel: 15,0 (bisher 13,9)
  • Kitzbühel: 16,2  (bisher 15,6)
  • Salzburg Stadt: 19,3  (bisher 19,2)
  • Salzburg Flughafen: 20,1  (bisher 19,1)
  • Windischgarsten: 17,6  (bisher 16,9)
  • Bad Goisern: 18,5  (bisher: 17,6)
  • Lunz am See: 17,2  (bisher 16,9)

Südföhn: Weiterer Höhepunkt am Freitag

Der Südföhn hat nun allerdings seinen ersten Höhepunkt überschritten, nach einer kurzen Erholungspause zur Wochenmitte erreicht dieser am Freitag aber seinen zweiten Höhepunkt. Dabei sind bei stürmischem Wind neuerlich 20 Grad im Rheintal zu erwarten.

Grafik Temperaturen Dezembernacht UBIMET

Föhn bringt bis zu 20 Grad

Derzeit liegt der Alpenraum an der Vorderseite einer langgestreckten Tiefdruckrinne, die von Marokko über Westeuropa bis nach Skandinavien reicht, in einer stürmischen Südströmung. „Dabei wird sehr milde Luft aus Nordafrika direkt zu den Alpen geführt“, analysiert Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass mit dem Südföhn selbst in der Nacht Temperaturen von bis zu 20 Grad erreicht werden.“

In windgeschützten Tälern, wie etwa dem Ennstal, herrscht hingegen immer noch Frost und im östlichen Flachland dominiert der Bodennebel.

Kurze Pause am Mittwoch

Der Höhepunkt des Föhns wurde nun erreicht und bis zum Mittwoch verliert der Sturm überall deutlich an Stärke. Am Mittwoch selbst scheint an der Alpennordseite häufig die Sonne, im Osten hält sich aber wieder teils dichter Nebel. Im Süden kommt nach anfänglichen Regen ebenfalls etwas die Sonne zum Vorschein. Dazu bleibt es auch ohne Südföhn mit 4 bis 15 Grad mild.

Sturm in Alpentälern

Am Donnerstag legt der Südföhn im Tagesverlauf wieder an Stärke zu. „Diesmal frischt auch im östlichen Flachland lebhafter bis kräftiger Südostwind auf, der allmählich den Nebel verdrängt“, prognostiziert Spatzierer. „Somit wird es auch hier deutlich milder.“ In den prädestinierten Alpentälern erreicht der Südföhn zum Abend hin erneut Sturmstärke, im Süden fällt dagegen etwas Regen. Die landesweiten Höchstwerte bleiben nahezu unverändert.

Föhnorkan am Freitag

Am Freitag tobt auf den Bergen ein Föhnorkan mit Windspitzen um die 150 km/h und auch in den Tälern entlang der Alpennordseite wird es verbreitet stürmisch. Dazu scheint häufig die Sonne und gerade im Rheintal sind wieder Höchstwerte um die 20 Grad zu erwarten. „Am Abend geht dann die Südföhnphase mit Annäherung einer Kaltfront von Westen her zu Ende und es setzt Regen ein“, sagt der Meteorologe. Der Regen fällt dann in der Folgenacht vor allem in Osttirol und Oberkärnten kräftig aus, in den Hochtälern handelt es sich dabei meist um Schnee.

(Quelle: SALZBURG24)

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