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Zahl steigt

2019 bereits 55 tote Fußgänger

Fußgänger, SB APA/HANS KLAUS TECHT
Besonders in der dunklen Jahreszeit sind Fußgänger gefährdet. (SYMBOLBILD)

Seit Jahresanfang sind in Österreich 389 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, darunter 55 Fußgänger. Das sei schon jetzt ein Plus bei getöteten Passanten von 17 Prozent im Vergleich zum gesamten Vorjahr, so der ÖAMTC am Dienstag. Gerade im Winter seien Fußgänger besonders gefährdet.

Laut den Daten des Innenministeriums und der Statistik Austria (bis 8. Dezember) gab es in den Monaten Dezember und Jänner in den vergangenen sieben Jahren stets die meisten getöteten Fußgänger. Das liege darin begründet, dass viele Wege am späten Nachmittag und frühen Abend zurückgelegt werden – also bei schlechten Sichtbedingungen, betonte der ÖAMTC.

751 tote Fußgänger in neun Jahren

Seit 2010 sind auf Österreichs Straßen insgesamt 751 Fußgänger tödlich verunglückt. Der ÖAMTC bekräftigte daher seine Forderung nach Verbesserungen bei Schutzwegen und einer raschen Ausstattung der Fahrzeuge mit automatischen Notbremssystemen samt Fußgängererkennung. Gerade für ältere Fußgänger sei letzteres aufgrund ihrer höheren Verletzlichkeit ein wichtiger Beitrag zur Minimierung von Unfallfolgen.

Vor allem die Beleuchtung von Zebrastreifen weise teils grobe Schwächen auf, kritisierte der ÖAMTC. Schutzwege, für die kein Bedarf mehr besteht, sollten außerdem aufgelassen oder verlegt werden.

Fehlverhalten der Fußgänger vermeiden

Auch die entsprechende Bewusstseinsbildung müsse gefördert werden, denn rund 37 Prozent aller tödlichen Fußgängerunfälle sind auf eigenes Fehlverhalten zurückzuführen. In diesem Zusammenhang spiele auch die Ablenkung durch Kopfhörer- und Smartphone-Nutzung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Autofahrer müssten gerade in der dunklen Jahreszeit besonders aufmerksam und bremsbereit unterwegs sein. Fußgänger müssen sich der Gefahren von Unkonzentriertheit und Ablenkung bewusst sein.

In Deutschland hingegen sinkt die Zahl der Verkehrstoten heuer voraussichtlich auf neuen Tiefstand. Das Statistische Bundesamt erwartet laut einer am Dienstag veröffentlichten Prognose einen Rückgang auf etwa 3.090. Damit würde der bisherige Tiefstand aus dem Jahr 2017 mit 3.180 Verkehrstoten unterschritten.

(Quelle: APA)

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