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38 kg Cannabis "gebunkert": Sechs Jahre Haft

Ein 57-jähriger Wiener ist am Mittwoch im Straflandesgericht zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, weil er nach einer Verurteilung wegen Suchtgifthandels bereits auf Freigängen wieder ein Verteilernetzwerk aufgebaut haben soll. Bei seiner Festnahme im September 2013 wurden in einem Keller in Wien-Landstraße 38 Kilogramm Cannabis sichergestellt, die er dort "gebunkert" hatte.

Sein Mandant weise "ein leicht- bis mittelgradig getrübtes Vorleben" auf, habe sich als "Langzeitkonsument" aber nach Einkunftsmöglichkeiten für den Erwerb von Drogen umsehen müssen, hatte Verteidiger Werner Tomanek zu bedenken gegeben. Dabei habe sein Mandant "die Herausforderung mit der Justiz gesucht".

Insgesamt zehn Vorstrafen wies der 57-Jährige auf. 2005 war er wegen Drogenhandels zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Auf Freigängen soll er bereits wieder gedealt haben und einem Abnehmer auf Kommission zumindest 20 Kilogramm Cannabis überlassen haben. Weitere 60 Kilo, von denen in der Anklage die Rede war, waren für den Schöffensenat (Vorsitz: Harald Kaml) mit der für ein Strafverfahren erforderlichen Sicherheit nicht nachweisbar.

Wegen anderer Delikte hatte der Mann im Frühjahr 2010 erneut drei Jahre Haft ausgefasst. Unmittelbar nach seiner Entlassung im Jahr 2012 übernahm er wieder Drogen, wobei ihm der vorsitzende Richter bei der Weitergabe bzw. beim "Bunkern" eine "hoch professionelle Vorgangsweise" bescheinigte. Zugleich nahm Kaml den raschen Rückfall zum Anlass, dem 57-Jährigen eine "offensichtliche Unbelehrbarkeit" zuzuschreiben. Deshalb bedürfe es einer empfindlichen Freiheitsstrafe.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Verteidiger Tomanek erbat Bedenkzeit, der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab.

(Quelle: S24)

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