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In Corona-Zeit

Lebensmittel und Drogerie-Produkte online teurer

AK kritisiert "versteckten" Preisanstieg

SB, Einkauf, Lebensmittel, Einkaufskorb SALZBURG24/Wurzer
Lebensmittel und Drogerie-Produkte wurden getestet. (SYMBOLBILD)

Lebensmittel und Drogeriewaren, die im Online-Handel gekauft werden können, sind in der Corona-Zeit spürbar teurer geworden. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert "versteckte Preissteigerungen".

Die jeweils preiswertesten Artikel dieser Bereiche seien in der Corona-Zeit teils spürbar teurer geworden - oft auch deshalb, weil nur mehr die teureren Produkte erhältlich waren, die günstigeren aber nicht mehr.

 

Preisanstieg besonders bei günstigeren Produkten

Der Online-Einkaufskorb seit Beginn der Corona-Pandemie sei überwiegend teurer geworden, wird anhand von Preisvergleichen kritisiert, die je nach Segment von März bis Juni, von Februar bis Juli oder auch von Oktober bis Ende Juli reichen. Besonders starke Anstiege registrierte man demnach bei den preiswertesten Drogeriewaren bei Müller und Bipa um 98 bzw. 72 Prozent von Februar bis Juli. Ansonsten blieben die Preisanstiege im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

AK überprüft Drogeriewaren und Lebensmittel

Aufgrund von Vorerhebungen in den Online-Shops von Billa, Interspar, dm und Müller prüfte die AK nach eigenen Angaben seit Mitte März mehrmals die Preise - und zwar konkret 28 bis 33 preiswerteste Drogeriewaren des wöchentlichen Bedarfs, 38 Marken-Lebensmittel und 67 bis 108 Marken-Drogeriewaren. Zudem erhob sie Anfang März und Ende Juni je 40 preiswerteste Lebens- und Reinigungsmittel des wöchentlichen Bedarfs bei Hofer, Lidl, Penny, Merkur, Billa, Interspar und Spar.

dm spricht von 0,14 Prozent Preisanstieg

Die Drogeriekette dm betonte am Dienstag in einer eigenen Aussendung, dass bei ihr die Preise im zweiten Quartal nur 0,14 Prozent höher gewesen seien als zwölf Monate davor. Gemessen worden sei dabei ein Warenkorb von über 10.500 Produkten, die schon im Vorjahr gelistet waren. Die allgemeine Inflationsrate sei im selben Zeitraum zwischen 1,6 Prozent (März) und 1,1 Prozent (Juni) gelegen.

(Quelle: APA)

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