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"Unermüdliche Arbeit"

Anschober-Rücktritt: VdB und Kurz zollen Respekt

"Er hat sich für unser Land aufgeopfert"

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag, 13. April 2021, während einer "Persönlichen Erklärung" in Wien APA/ROLAND SCHLAGER
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei seiner persönlichen Erklärung am Dienstag, 13. April 2021.

Die "unermüdliche Arbeit" des scheidenden Gesundheitsministers Rudolf Anschober (Grüne) "in dieser so unendlich schwierigen und belastenden Zeit der Pandemie" würdigte nach der Rücktritts-Bekanntgabe am Dienstag Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) meldet sich zu Wort.

Kurz dankte dafür, dass sich Anschober "für unser Land aufgeopfert" habe. 

"Im Namen der Republik"

Van der Bellen dankte Anschober via Twitter "im Namen der Republik und auch ganz persönlich" für seinen Einsatz. Er wünschte dem Minister rasche Erholung und alles Gute für die Zukunft.

"Er hat sich in den vergangenen 16 Monaten für unser Land aufgeopfert sowie als Gesundheitsminister seine gesamte Energie in die Bekämpfung der Corona-Pandemie gesteckt", anerkannte der Bundeskanzler - unter Hinweis auf nächtelange Sitzungen und "teils auch schwierige Verhandlungen" mit Anschober, "mit wie viel Engagement er seine Aufgabe" wahrgenommen habe. Von Beginn an habe er seine zentrale Funktion im Corona-Management "mit sehr großer Verantwortung ausgeübt". Anschobers Rücktritt zeige, "dass die Pandemie nicht nur für jeden Einzelnen in der Bevölkerung eine Belastung ist, sondern auch für einen politisch Verantwortlichen, der Tag und Nacht im Einsatz ist und Entscheidungen treffen muss", dankte Kurz dem scheidenden Minister "im Namen der Bundesregierung, aber auch ganz persönlich" - und wünschte schnelle gesundheitliche Erholung.

Großer Respekt von Rendi-Wagner

Dies tat auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Sie zollte Anschober "großen Respekt" für seine "schwierige Entscheidung" - und dankte ihm für seinen Einsatz in den "sehr herausfordernden 14 Monaten". Außerdem wünschte sie ihm - per Twitter - "von Herzen gute Besserung und persönlich alles Gute für Deine Zukunft".

Hofer wünscht Anschober "alles Gute"

FPÖ-Parteichef Norbert Hofer wünschte Anschober zwar "für seine Zukunft privat und gesundheitlich alles Gute" - nützte die Gelegenheit aber, um noch einmal scharfe Kritik anzubringen. Anschober sei "nicht die richtige Besetzung" für das Gesundheitsministerium gewesen und sein Rücktritt "die logische Konsequenz" aus "erheblichen Fehlentscheidungen", "vielen Pannen" (z.B. vom VfGH aufgehobene Corona-Verordnungen) und Überforderung bei der Impfstoffbeschaffung. Und Hofer hielte, wie er in einer Aussendung anmerkte, den Rücktritt der gesamten Regierung für angebracht.

"Mahnung für Achtsamkeit"

"Großen Respekt vor der Entscheidung von Rudolf Anschober", bekundete NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und wünschte "ihm persönlich alles Gute". Seine Entscheidung sei "eine Mahnung für Achtsamkeit gegenüber einem selbst aber auch einander gegenüber" - und auch eine "gute Entscheidung für Österreich". Denn es brauche "Handlungsfähigkeit und Entscheidungsstärke und einen dringenden Neustart im Pandemie-Management". Als "große Leserin" freute sich Meinl-Reisinger, wie sie in einer Pressekonferenz sagte, auch auf den angekündigten Roman.

(Quelle: APA)

Salzburger Landesregierung dankt Anschober

Haslauer.jpg Land Salzburg / Neumayr – Leopold
Haslauer wünscht Anschober alles Gute für seine Zukunft.

Rudolf Anschober hat heute seinen Rücktritt als Gesundheits- und Sozialminister bekanntgegeben. Die Spitze der Salzburger Landesregierung dankt in einer ersten Reaktion dem Bundesminister für die stets korrekte und konstruktive Zusammenarbeit.

„Ich schätze seine ruhige und sachliche Art in politisch und gesundheitspolitisch äußerst herausfordernden Zeiten und wünsche Rudolf Anschober für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit. Die Pandemie hat uns vor noch nie dagewesenen Herausforderungen gestellt, die gilt es nicht nur, aber vor allem in den kommenden Wochen und Monaten weiter zu bewältigen“, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in einer ersten Reaktion.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag, 13. April 2021, während einer "Persönlichen Erklärung" in Wien APA/ROLAND SCHLAGER
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei seiner persönlichen Erklärung am Dienstag, 13. April 2021.

Gesundheitsminister Rudi Anschober tritt zurück

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) gab heute eine persönliche Erklärung ab. "Ich bin überarbeitet und ausgepowert", erklärte Anschober und verkündete seinen Rücktritt.

„Stets offen für die Anliegen der Länder“

Ähnlich sieht es die Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP). „Die Zusammenarbeit mit Bundesminister Rudolf Anschober insbesondere in der Zeit meines Vorsitzes als Gesundheitsreferent der Länder 2020 und in den vergangenen Monaten war durch die wöchentlichen Abstimmungen über die Schritte im Kampf gegen die Pandemie sehr intensiv. Ich bedanke mich bei ihm für das sehr konstruktive Miteinander gerade in dieser herausfordernden Zeit und dass er für die Anliegen der Länder stets ein offenes Ohr hatte“, so Stöckl.

SB: Anschober, Gesundheitsminister, Corona, APA/GEORG HOCHMUTH
Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne).

Twitter-Reaktionen auf Anschobers Rücktritt

Längere Zeit wurde über einen möglichen Rücktritt von Rudolf Anschober (Grüne) spekuliert. Nun ist es sicher: Der Gesundheitsminister wird sich zurückziehen. Auf Twitter gibt es bereits erste …

„Zeichen von Mut und Verantwortung“

Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne) fügt hinzu: „Der Rücktritt von Rudi Anschober zeigt viel Mut und ein hohes Maß an Verantwortung. Ich sage Danke für seinen großen Einsatz und die gute Zusammenarbeit, für seine Klarheit und sein konsequentes Handeln. Als Sozialreferent schätze ich es, dass er seine gesundheitliche Verfassung thematisiert und damit Krankheit enttabuisiert. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Aufgerufen am 13.05.2021 um 11:54 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/anschober-ruecktritt-van-der-bellen-dankt-fuer-unermuedliche-arbeit-102373957

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