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Maßnahmen auf einen Blick

So will die Regierung Teuerung entgegensteuern

Strompreisbremse, Klimabonus und Co

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Die Anti-Teuerungsmaßnahmen sollen für Entlastung sorgen. (SYMBOLBILD)

Die Strompreisbremse wird am Mittwoch im Ministerrat beschlossen. Sie soll für Entlastung bei den Österreicher:innen sorgen. Alle Anti-Teuerungsmaßnahmen auf einen Blick findet ihr hier.

Mit dem Beschluss der Strompreisbremse im Ministerrat am Mittwoch setzt die Regierung eine weitere Anti-Teuerungsmaßnahme. Das gesamte Entlastungspaket besteht aus vielen einzelnen Punkten. In Summe werden knapp 35,2 Milliarden Euro investiert, um den Inflationsfolgen entgegenzuwirken. Die ersten beiden Entlastungspakete wurden schon Anfang des Jahres beschlossen, das dritte im Juni. Nun kommt die Strompreisbremse, eine Entlastung für weitere Heizenergieträger soll folgen.

Ministerrat stellt Strompreisdeckel vor APA/ROLAND SCHLAGER
v.l.: Finanzminister Brunner (ÖVP), Vizekanzler Kogler (Grüne), Kanzler Nehammer (ÖVP) und Energieministerin Gewessler (Grüne) beim Pressefoyer nach einer Sitzung des Ministerrates am Mittwoch, 7. September 2022, in Wien. 

Strompreisdeckel ab Dezember in Kraft

Der sogenannte Strompreisdeckel wurde heute im Ministerrat beschlossen. Konkret wird der Preis bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden gesponsert. Bis dahin sind 10 Cent pro Kilowattstunde …

Strompreisbremse

Mit der Strompreisbremse werden allen Haushalten bis zur Marke von etwa 2.900 kWh Stromverbrauch nur zehn Cent pro kWh verrechnet, erst für den darüber hinausgehenden Verbrauch soll der marktübliche Preis gezahlt werden. Das bringt eine Ersparnis von 400 bis 800 Euro.

Familienbeihilfe

Im August wurden 180 Euro für jedes Kind zusätzlich zur Familienbeihilfe ausbezahlt.

Hilfe für Menschen mit geringem Einkommen

Im September fließen 300 Euro für Menschen mit geringem Einkommen etwa Sozialhilfebezieher, Arbeitslose und Mindestpensionisten.

 

Klima- und Teuerungsbonus

Als Ausgleich für den CO2-Preis bekommt im September jeder 250 Euro Klimabonus plus weitere 250 Euro Teuerungsbonus. Damit bekommen alle in Österreich lebenden Erwachsenen 500 Euro. Für jedes Kind kommen noch 250 Euro dazu. Personen in der höchsten Steuertarifstufe (50 Prozent) müssen den Teuerungsbonus versteuern, bekommen somit nur die Hälfte.

symb_geld, symb_cash, APA/dpa/Lino Mirgeler
(SYMBOLBILD)

Teuerung: Wie viel Geld ihr wann bekommt

Das Anti-Teuerungspaket der Regierung besteht aus vielen einzelnen Maßnahmen – insgesamt drei Pakete wurden bislang auf den Weg gebracht. Doch wie viel Geld wird wann für wen ausbezahlt? Wir klären …

Familienbonus

Der Familienbonus wird schon im Jahr 2022 auf 2.000 Euro pro Kind bzw. 650 Euro für Kinder über 18 Jahre erhöht werden. Falls der Familienbonus nicht von der Lohnverrechnung des Arbeitgebers berücksichtigt wird, ist er über die Arbeitnehmerveranlagung Anfang 2023 zu beantragen.

Kindermehrbetrag

Parallel dazu wird der sogenannte Kindermehrbetrag, also der Steuerabsetzbetrag für Eltern mit kleinen Einkommen, von 450 auf 550 Euro erhöht. Er ist über die Arbeitnehmerveranlagung Anfang 2023 zu beantragen.

Teuerungsabsetzbetrag

Pensionisten erhalten von ihrem Pensionsversicherungsträger im September 2022 eine steuer- und SV-freie Einmalzahlung von bis zu 500 Euro. Parallel dazu werden die bestehenden Absetzbeträge für Arbeitnehmer und Pensionisten für 2022 einmalig um bis zu 500 Euro erhöht (Teuerungsabsetzbetrag). Der Teuerungsabsetzbetrag muss über die Arbeitnehmerveranlagung Anfang 2023 aktiv beantragt werden. Pensionisten mit Anspruch auf die Einmalzahlung haben keinen Anspruch auf den Teuerungsabsetzbetrag.

Zulagen steuerfrei

Die in der Corona-Krise 2020/21 beschlossene Regelung, dass zusätzlich geleistete Zulagen und Bonuszahlungen von bis zu 3.000 Euro pro Arbeitnehmer:in und Jahr steuerfrei ausbezahlt werden, wird auf 2022/23 verlängert.

Abschaffung der kalten Progression

Ab 2023 wird die kalte Progression abgeschafft. Darunter versteht man den Anstieg der Steuerbelastung durch den jährlichen Inflationsausgleich bei Löhnen und Pensionen. Bisher wurde die Steuerbelastung durch regelmäßige Steuerreformen ausgeglichen. Künftig soll der Steuertarif jährlich angepasst werden. Dazu werden Steuerstufen und Absetzbeträge mit 2/3 der Vorjahresinflation angepasst. Über die Verteilung des verbleibenden Drittels entscheidet die Politik.

Anpassung der Sozialleistungen

Sozialleistungen wie Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Kinderbetreuungsgeld, Studienbeihilfe und Reha-, Kranken- und Umschulungsgeld sollen ab Anfang 2023 laufend an den Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst werden.

Wohnschirm

Der Wohnschirm wird verlängert. Dieser sieht Unterstützungsleistungen des Bundes zur Wohnungssicherung bei steigenden Miet- und Energiekosten sowie zur Verhinderung von Delogierungen vor.

Senkung der Lohnnebenkosten

Die Lohnnebenkosten werden ab 2023 permanent um 0,3 Prozentpunkte gesenkt.

Zuschuss für Energiekosten-Beschaffung

Unternehmen, deren Energiebeschaffungskosten sich im Jahr 2021 auf mindestens drei Prozent des Produktionswertes sowie deren nationale Energiesteuer sich im Jahr 2021 auf 0,5 Prozent des Mehrwerts belaufen haben, sollen 2022 einen Antrag auf Zuschuss stellen können.

Ökostromförderbetrag und -pauschale

Mit Jahresbeginn wurden der Ökostromförderbetrag und die Ökostromförderpauschale auf null gesetzt. Das erspart jedem Haushalt im Schnitt 90 bis 100 Euro.

Energiekostenausgleich

Alle Haushalte haben einen Energiekostenausgleich in Form eines Gutscheins in Höhe von 150 Euro bekommen.

Pendlerpauschale

Die Pendlerpauschale wurde um 50 Prozent und der Pendlereuro bis 30. Juni 2023 vervierfacht. Für Negativsteuerbezieherinnen gibt es einen einmaligen negativsteuerfähigen Betrag von 100 Euro.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 04.12.2022 um 10:07 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/anti-teuerungsmassnahmen-auf-einen-blick-126700078

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