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Trend hält an

Arbeitslosenquote in Salzburg unter 3 Prozent

Weitere Erholung im Juli beim AMS

AMS APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Arbeitslosenquote in Österreich lag bei 5,6 Prozent, der niedrigste Juli-Wert seit 2008. (SYMBOLBILD)

Positiv bleibt die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt: Ende des Monats waren 296.647 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Im Land Salzburg waren 8.102 Personen arbeitslos gemeldet – das sind um 2.111 weniger als im Juli des Vorjahres (-20,7 Prozent).

Die Arbeitslosenquote für das Land Salzburg – wie immer vorläufig geschätzt, denn die genauen Zahlen liegen Mitte des Monats vor – beträgt 8 Prozent. Das ist die zweitniedrigste Quote österreichweit nach Tirol (2,7 Prozent). Auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit ist in Salzburg wie schon in den vergangenen Monaten weiter stark rückläufig und ist im Vergleich zu Juli 2021 auf 1.862 Personen zurückgegangen (-46,6 Prozent).

Innergebirg stärker als Zentralraum

Und im Innergebirg ist die Arbeitslosigkeit noch stärker gesunken als im Zentralraum: Im Pongau auf nunmehr 809 Personen, das sind 301 Personen weniger als im Juli des Vorjahres (-27,1 Prozent), im Pinzgau auf 771 Personen (-26,6 Prozent) und im Lungau auf 129 Personen (-23,3 Prozent). Aber auch im Zentralraum sind die Rückgänge zweistellig, im Flachgau mit minus 20,1 Prozent, in der Stadt Salzburg mit minus 18,9 und im Tennengau mit minus 16,2 Prozent.

Aktuelles zum Salzburger Arbeitsmarkt

"Der Salzburger Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter sehr positiv. Die Zahl der Beschäftigten steigt beständig, es sind 8.000 Menschen mehr in Beschäftigung als vor einem Jahr, ein Plus von 3,1 Prozent“, so AMS-Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer am Montag. "Dennoch suchen viele Unternehmen Arbeitskräfte. Derzeit sind beim AMS Salzburg 13.000 offene Stellen gemeldet. Das sind 3.435 mehr als noch vor einem Jahr, aber 400 weniger als vor einem Monat."

Betrachtet man die Wirtschaftsbranchen so ist die Arbeitslosigkeit im Handel (1.453 Personen, -22,6 Prozent), in der Warenherstellung (767 Personen, -21,3 Prozent), in der Branche Verkehr und Lagerei (502 Personen, -19,9 Prozent) und in der Beherbergung und Gastronomie (1.021 Personen, -19,7 Prozent) besonders stark gesunken.

Weniger Arbeitslose in Österreich

Die positive Entwicklung am österreichischen Arbeitsmarkt hat sich im Juli trotz des Ukraine-Kriegs und der Rekord-Teuerung fortgesetzt. Ende des Monats waren 296.647 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet – das sind um 47.292 Personen weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Arbeitsministerium am Montag mit.

Arbeitslosenquote in Österreich bei 5,6 Prozent

Weiter hoch ist allerdings die Zahl der offenen Stellen, die sich Ende Juli auf 137.826 belief und sich damit im Vergleich zu Juni nur minimal verringerte.

 

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,6 Prozent, der niedrigste Juli-Wert seit 2008. "Im langjährigen Vergleich erweist sich der Arbeitsmarkt als sehr robust", erklärte Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher in einer Aussendung. In den kommenden Monaten könnte sich die Lage jedoch eintrüben. Es sei davon auszugehen, dass "der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Verwerfungen den Arbeitsmarkt in zunehmendem Ausmaß negativ betreffen", so Kocher.

Reaktionen auf Arbeitslosenzahlen

Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Arbeiterkammer (AK) nahmen die aktuellen Zahlen zum Anlass, erneut eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes bzw. mehr Tempo und Einbindung bei der geplanten Arbeitsmarktreform zu fordern. "Wenn die Bundesregierung nicht endlich das Arbeitslosengeld erhöht, dann nimmt sie ganz bewusst in Kauf, dass immer mehr Menschen in Österreich verarmen", so die leitende Sekretärin des ÖGB, Ingrid Reischl. AK-Bereichsleiterin Silvia Hruška-Frank verlangte, dass die Arbeitnehmervertretungen bei den Verhandlungen zur Reform eingebunden werden.

Auch die Industriellenvereinigung (IV) pochte angesichts der hohen Zahl an offenen Stellen auf eine Reform der Arbeitslosenversicherung. "Nach wie vor ist der Mangel an Arbeits-und Fachkräften eine der zentralen Herausforderungen für österreichische Betriebe. Es gilt Menschen in Beschäftigung zu bringen, Beschäftigungsanreize zu stärken und die Vielzahl an offenen Stellen zu besetzen", sagte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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