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Über 100 Fälle

Arzt missbraucht Buben: Strafe reduziert

Wegen teilweiser Schadensgutmachung

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Der Mediziner wurde in eine Anstalt eingewiesen. (SYMBOLBILD)

Das Oberlandesgericht Linz hat die Strafe für einen Arzt aus dem Salzkammergut, der über Jahre hinweg 100 Buben sexuell missbraucht hat, wegen eines zusätzlichen mildernden Grundes von 13 auf zwölf Jahre Haft herabgesetzt. Auch die Einziehung einer Liegenschaft mit einem Wert in Millionenhöhe wurde in der Berufungsverhandlung am Montag zurückgenommen.

Es bleibt aber bei Einweisung in eine Anstalt geistig abnormer Rechtsbrecher.

Mediziner schuldig gesprochen

Der Mediziner war nach einem mehrtägigen Prozess wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen, Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses, pornografischer Darstellung Minderjähriger und des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften schuldig gesprochen worden. Er legte volle Berufung gegen das Urteil ein.

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Der Mediziner wurde in eine Anstalt eingewiesen. (SYMBOLBILD)

109 Buben missbraucht: Anklage gegen Arzt

Die Staatsanwaltschaft Wels hat am Montag Anklage gegen einen Arzt aus dem Salzkammergut, der sich an 109 Buben vergangen haben soll, eingebracht. 40 von ihnen waren laut Anklageschrift noch nicht …

Nichtigkeitsbeschwerde abgewiesen

Seine Nichtigkeitsbeschwerde gegen den Schuldspruch wies der Oberste Gerichtshof im vergangenen Juni ab. Das Oberlandesgericht hatte daher nur noch über die Berufung gegen die Strafhöhe zu entscheiden. Der Richtersenat bestätigte alle bisherigen mildernden und erschwerenden Gründe, die das Erstgericht im Juni vergangenen Jahres bei der Strafbemessung berücksichtigt hatte. Als nunmehr zusätzlich mildernd wurde eine seither teilweise erfolgte Schadensgutmachung bei den Opfern durch die Zahlung von über 70.000 Euro gewertet. Von einer Konfiskation der wertvollen Liegenschaft, die im Zusammenhang mit einigen Taten stand, sah das Berufungsgericht ab, weil dies als zusätzliche Strafe unverhältnismäßig sei.

Missbrauch: Arzt in Anstalt eingewiesen

Geblieben ist es jedoch bei der Anordnung der Einweisung in eine Anstalt. Denn die Gefährlichkeit des Angeklagten, dass er sich wegen seiner Pädophilie neuerlich an Kindern vergreifen könnte, sei nach wie vor hoch, erläuterte der Sachverständige in seinem kürzlich aktualisierten Gutachten. Es könnte sein, dass sich durch eine Therapie in einer Anstalt seine tiefgreifende Störung bessern könnte, prognostizierte er.

(Quelle: APA)

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