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Sachverhaltsdarstellung

"Asylantenvirus"-Sager wird Fall für StA

Rücktrittsaufforderung an Wiens FPÖ-Chef

20200228_PD2614.HR.jpg APA/Helmut Fohringer/Archiv
Nach dem „Asylantenvirus“-Sager von Dominik Nepp schalten die Grünen nun die Staatsanwaltschaft ein.

Die Grünen schalten nach dem "Asylantenvirus"-Sager von Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp die Staatsanwaltschaft (StA) ein. Eine Sachverhaltsdarstellung sei am heutigen Dienstag eingebracht worden, informierte die Partei die APA. Abgeordnete Meri Disoski bekräftige in einem schriftlichen Statement zudem ihre Rücktrittsaufforderung an Nepp.

Der Chef der Rathaus-FPÖ hatte am Montag im Zusammenhang mit positiven Coronavirus-Tests in einem Asylwerberheim in Wien-Erdberg per Aussendung gemeint, man müsse "zum jetzigen Zeitpunkt in der Bundeshauptstadt fast schon von einem Asylantenvirus sprechen". Das brachte ihm deutliche Kritik von SPÖ und Grünen ein, die Website "FPÖ Fails" kündigte eine Anzeige ein.

Disoski: "Nepp ist rücktrittsreif"

Die Grünen brachten nun die Sachverhaltsdarstellung ein. Disoski nahm Nepp heute erneut unter Beschuss: Er unterstelle, "dass Asylwerbende für steigende Covid-19-Zahlen verantwortlich seien und nimmt dabei Anleihen bei der menschenverachtenden, hetzerischen Sprache des Dritten Reiches. Das ist widerlich. Das ist rassistisch. Das ist unhaltbar. Nepp ist rücktrittsreif."

(Quelle: APA)

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