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Sparkurs

AUA muss jede zehnte Stelle streichen

800 Mitarbeiter betroffen

Die Austrian Airlines steht vor einem drastischen Stellenabbau. Von den derzeit rund 7.000 Stellen wird bis Ende 2021 jede zehnte gestrichen. 700 bis 800 Mitarbeiter seien voraussichtlich betroffen, die jährlichen Kosten sollen so um 90 Mio. Euro sinken. Ein Großteil des Stellenabbaus soll über die natürliche Fluktuation erfolgen, geht aus AUA-Unterlagen zur Pressekonferenz am Donnerstag hervor.

Die Lufthansa legt wegen des anhaltenden Gewinnschwunds bei ihren Töchtern Austrian Airlines und Brussels Airlines sowie im Frachtgeschäft ein Sparprogramm auf. Da das Marktumfeld immer schwieriger werde, müssten die Gesellschaften mit geringem Gewinn oder Verlust ihre Leistung verbessern, erklärte der Finanzchef des deutschen AUA-Mutterkonzerns, Ulrik Svensson, am Donnerstag.

Die AUA soll, wie sie auch selbst mitteilte, bis Ende 2021 jährlich 90 Mio. Euro an Personal- und Sachkosten einsparen. Zu dem damit verbundenen Personalabbau, der sich laut einem unbestätigten "Presse"-Bericht auf rund 500 Stellen belaufen soll, machte der Konzern zunächst keine Angaben. Über Details will die AUA-Führung zu Mittag in einer Pressekonferenz informieren.

Sparpaket AUA Grafik APA

Belastung durch höhere Treibstoffkosten

Konzernweit sank das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) trotz eines leichten Umsatzanstiegs von Juli bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Höhere Kosten für Treibstoff und der Preiskampf in Europa hätten belastet, erklärte die Lufthansa.

Insgesamt will die Lufthansa trotz des Flugbegleiter-Streiks und des Preiskampfes im Europaverkehr aber keine weiteren Abstriche bei ihrem Gewinnziel machen, nachdem Vorstandschef Carsten Spohr sein Gewinnziel bereits Ende Juni gekappt hatte.

AUA kann rote Zahlen nicht ausschließen

Die Austrian Airlines hingegen verabschiedet sich von ihrem Ziel, heuer einen Gewinn zu schreiben. Man könne rote Zahlen im Gesamtjahr 2019 nicht mehr ausschließen, erklärte AUA-Finanzchef Wolfgang Jani Donnerstagfrüh in einer Aussendung. Nach neun Monaten ist der bereinigte operative Gewinn (Ebit) um 85 Prozent, von 110 auf 17 Mio. Euro, eingebrochen.

In den Sommermonaten, dem dritten Quartal, lag das AUA-Ergebnis bei 70 Mio. Euro, um 33 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Während die Erlöse in den ersten drei Quartalen um zwei Prozent auf 1,696 Mrd. Euro sanken, stiegen die Kosten um vier Prozent auf 1,679 Mrd. Euro. Die Kerosinrechnung alleine ist den Angaben zufolge heuer bisher um 47 Mio. Euro höher ausgefallen, das entspricht einem Anstieg um 14 Prozent.

(Quelle: APA)

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