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100.000 Euro für Hinweise

Neue Details zu Bankschließfach-Coup in Wien

Täter kommt trotz Alarm zurück

SB: Bankschließfach, Schließfach Bilderbox
Neue Erkenntnisse gibt es gut zwei Monate nachdem in mehreren Bankfilialen Schließfächer illegal geleert worden sind. (SYMBOLBILD)

Nachdem vor gut zwei Monaten mehrere Bankschließfächer in drei Banken in Mödling, Klosterneuburg (beide NÖ) und Wien illegal geleert worden sind, gibt es jetzt neue Erkenntnisse über den Vorfall in der Wiener Filiale.

Das Objekt wurde im Rahmen des Tatablaufs insgesamt dreimal aufgesucht, bestätigte Niederösterreichs Polizeisprecher Johann Baumschlager einen Online-Bericht der "Salzburger Nachrichten"

Nur ein Täter

Am Werk war entgegen vorherigen Annahmen nur ein Krimineller. Anders als in den beiden niederösterreichischen Banken wurde in der Raiffeisen-Filiale in Wien-Döbling ein Alarm ausgelöst. 

Alarm in Wiener Bank ausgelöst

Dies geschehe dann, wenn sich jemand "länger als 20 Minuten" in dem Selbstbedienungs-Safe-Raum aufhalte, erklärte Baumschlager. "Es ist so, dass nach diesen 20 Minuten eine private Sicherheitsfirma informiert wird, welche im Anschluss die Polizei verständigt." 

Täter fliehen nach Bankschließfach-Coup

In Wien sei beim Eintreffen der Beamten kein Täter mehr an Ort und Stelle gewesen. Für die Exekutive sei es daher "absolut unmöglich" gewesen, eine vollendete oder versuchte Tathandlung zu erkennen.

Krimineller kehrt sogar zurück

Nachdem die Beamten die Bank verlassen hatte, schlich sich der Gesuchte zwei weitere Male in den Safe-Raum. In Summe wurden dort acht Schließfächer geleert.

Baumschlager wies darauf hin, dass kein Einbruchs- sondern vielmehr eine Art zeitabhängiger Rettungsalarm ausgelöst worden sei. Dieser diene grundsätzlich dazu, auf Vorfälle wie einen Herzinfarkt oder einen Ohnmachtsanfall bei einem Kunden in dem nicht einsehbaren Diskretraum aufmerksam zu machen.

Suche läuft weiter

Gesucht wird im Zusammenhang mit den Coups vom 13. November weiterhin nach zumindest sieben Personen, sagte Chefinspektor Baumschlager. Beteiligt waren sechs Männer und eine Frau. Für Hinweise auf die Diebesbande sind Ende November 100.000 Euro ausgelobt worden.

Die Täter griffen in der Zeit von 18.00 bis 23.30 Uhr in einer akkordierten Aktion an. In Summe wurden 68 Depots geleert, neben den acht in Wien 31 Schließfächer einer Bank-Austria-Filiale in Klosterneuburg sowie 29 der Mödlinger Raiffeisen Regionalbank. 

Juwelen, Gold, Uhren und Bargeld wurden in Taschen und Rucksäcken abtransportiert. Zugang zu den Objekten hatten sich die Kriminellen mit nachgemachten Kundenkarten verschafft.

Entschädigung für Kunden denkbar

Den "Salzburger Nachrichten" zufolge besteht für die betroffenen Bankkunden nun Hoffnung auf Entschädigung. Die Geldinstitute sollen bereits freiwillige Zahlungen zugesagt haben. Im Gegenzug sei die Zustimmung zu einer Geheimhaltungsvereinbarung verlangt worden.

(Quelle: APA)

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