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AUA muss 100 Mio. Euro einsparen

Hunderte Jobs vor Streichung

SB, AUA, Flugzeug APA/ROBERT JAEGER
50 Mio. Euro weniger Personalkosten bedeuteten den Abbau von deutlich mehr als 500 Mitarbeitern - Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal.

Bei den Austrian Airlines geht der Preiskampf gegen Billig-Fluggesellschaften wie Ryanair/Laudamotion, Easyjet, Wizz Air oder Level an die Substanz: Jetzt sollen 100 Mio. Euro eingespart werden – ein Paket, das in Umfang und Härte alle bisherigen Mutmaßungen übersteigt, wie "Die Presse" in ihrer heutigen Online-Ausgabe unter Berufung auf Airline-Kreise schreibt. Hunderte Stellen würden gestrichen.

AUA-Chef Alexis von Hoensbroech wird dem Artikel zufolge bei der Präsentation der Neunmonatszahlen nächste Woche die Hoffnung auf ein positives Ergebnis für dieses Geschäftsjahr offiziell aufgeben. Es drohten wieder rote Zahlen. Mit Rückendeckung der deutschen AUA-Mutter Lufthansa und des Aufsichtsrats habe er mit Finanzvorstand Wolfgang Jani ein umfassendes Sparpaket geschnürt.

"Maßnahmen bei Personal- und Sachkosten"

Das "Strategieprogramm" vom Frühjahr, das ein Potenzial von 30 Mio. Euro hatte, habe sich offenbar als wenig effektiv erwiesen, heißt es in dem Artikel weiter. Nun sollen 100 Mio. Euro eingespart werden, die ab 2020 zur Hälfte über "Maßnahmen bei Personal- und Sachkosten" hereingebracht werden sollen.

Hunderte AUA-Jobs betroffen

50 Mio. Euro weniger Personalkosten bedeuteten den Abbau von deutlich mehr als 500 Mitarbeitern – Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal –, rechnet "Die Presse" vor. Das heiße, dass ein Großteil der 1.200 Stellen, die in den vergangenen Jahren aufgrund der Expansion geschaffen worden seien, wieder gestrichen würden. Eine genaue Zahl stehe noch nicht fest. Aktuell beschäftigt die AUA über 7.000 Mitarbeiter.

Lufthansa soll Deutschland-Flüge übernehmen

Ebenfalls geplant sei der Ersatz der 18 Dash-Turboprop-Maschinen durch zehn Airbus A320 – mit weniger Flugzeugen sollen zweieinhalb Mal so viele Sitzplätze verkauft werden. Weiter würden, wie angekündigt, die Crew-Stützpunkte in den Bundesländern aufgelassen. Die deutsche Lufthansa übernehme die Deutschland-Flüge aus den Bundesländern. Parallel dazu sollen die Kräfte in Wien gebündelt werden: Die AUA übernimmt den Angaben zufolge die vier in Wien stationierten Flugzeuge samt Personal der Lufthansa-Tochter Eurowings, deren Wien-Basis de facto aufgelöst werde.

2019: Austrian Airline mit Verlusten

Im ersten Halbjahr flog die AUA heuer Verluste in Höhe von 53 Mio. Euro ein. Für das Gesamtjahr war man im Juli noch von einem "knapp positiven Ergebnis", also einem kleinen Gewinn, ausgegangen. Der Mutterkonzern Lufthansa hatte der AUA aber mindestens 100 Mio. Euro Gewinn pro Jahr vorgeschrieben, damit Investitionen in die Flotte finanziert werden können. Dieses Ziel wurde noch nie ganz erreicht, in den Vorjahren war man aber mit 93 Mio. bzw. 83 Mio. Euro knapp dran.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.11.2019 um 07:29 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/bericht-austrian-airlines-muss-100-mio-euro-einsparen-hunderte-jobs-vor-streichung-78569296

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