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Abhängigkeit verringern

Betriebe bekommen nicht-russisches Gas gefördert

Teil der Mehrkosten wird erstattet

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Voraussetzung für die Förderung ist, dass das Gas in Österreich verbraucht oder in einem österreichischen Speicher eingelagert wird. (SYMBOLBILD)

Unternehmen, die Gas nicht aus Russland kaufen, sondern es aus anderen Quellen nach Österreich bringen und hierzulande nutzen, bekommen einen Teil der Mehrkosten dafür zurückerstattet. Damit will man die Abhängigkeit von russischem Gas verringern.

Das geht aus einer Aussendung des Klimaschutzministeriums am Montag hervor. Die Maßnahme wurde im Rahmen des Gasdiversifizierungsgesetztes beschlossen und gilt bis Jahresende. Zunächst sind 100 Mio. Euro dafür vorgesehen.

Unternehmen können rückwirkend ansuchen

Erforderlichenfalls könne die Maßnahme aber verlängert und der Förderbetrag erhöht werden. Abgewickelt wird die Förderung über die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws). Unternehmen können rückwirkend mit Inkrafttreten des Gasdiversifizierungsgesetzes am 1. Juli 2022 und bis Ende 2022 um die Förderung ansuchen.

Gas muss in Österreich eingelagert werden

Voraussetzung ist, dass das Gas in Österreich verbraucht oder in einem österreichischen Speicher eingelagert wird, es darf nicht ins Ausland verkauft werden. Die Herkunft des Gases aus nicht-russischen Quellen muss mit einer eidesstattlichen Erklärung nachgewiesen werden. Auch die entstandenen Mehrkosten müssen vom Unternehmen nachgewiesen werden. Gefördert werden maximal 4,20 Euro pro Megawattstunde. Die Förderung wird zur Hälfte bei der Gaslieferung nach Österreich, und zur Hälfte beim Verbrauch des Gases ausbezahlt.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 11.08.2022 um 12:47 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/betriebe-bekommen-nicht-russisches-gas-gefoerdert-123745168

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