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Darauf müsst ihr achten

Betrugsmasche im Netz schädigt auch Verkäufer

Vorsicht bei Kleinanzeigen im Internet

symb_onlinebetrug PIXABAY
Die vermeintlichen "Käufer" haben es auf Geld und nicht Waren abgesehen. (SYMBOLBILD)

Online-Betrüger haben es auf Kleinanzeigenbörsen nicht mehr nur auf Käufer abgesehen. Mit dreisten Maschen versucht man auch Verkäufer um ihr Geld zu bringen. SALZBURG24 hat bei Watchlist-Internet und Willhaben nachgefragt, worauf ihr achten müsst.

Kleinanzeigenbörsen wie Willhaben oder ebay sind beliebte Plattformen, um zum Beispiel Räder, Möbel oder Geschirr günstiger zu kaufen oder zu verkaufen. Leider nutzen zahlreiche Betrüger diesen Trend aus und schädigen die User durch dreiste Maschen. Wie oft solche Taten vorkommen, konnte Willhaben auf Anfrage von SALZBURG24 nicht genau nennen. Man kooperiere aber gut mit den verantwortlichen Behörden bzw. der Polizei bei der Aufklärung von etwaigen Fällen.

Dass Käufer bezahlen, die Ware aber nie bekommen, ist mittlerweile leider schon fast ein Klassiker im Online-Betrug. Doch auch als Verkäufer ist man nicht mehr vor Betrügereien gefeit.

 

Betrug bei Verkauf auf Willhaben und Co

„Das ist schon länger eine Standard-Masche“, erzählt Watchlist-Internet-Pressesprecher Thorsten Behring im Gespräch mit SALZBURG24. Verschiedene "Scams" hätten in den letzten zwei bis vier Jahren sogar noch zugenommen. „Allgemein floriert der Online-Betrug, seit sich das Leben vermehrt ins Internet verlegt hat“, weiß Behrens. Die Corona-Pandemie habe diesen unliebsamen Trend dazu noch angeheizt.

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Gepostet von Watchlist Internet am Mittwoch, 29. Dezember 2021

Lieferdienst holt Ware ab

Zahlreiche User wenden sich derzeit an Watchlist-Internet, da Kriminelle eine gefälschte Webseite der Post für Kleinanzeigenbetrug verwenden. Dabei suchen die Betrügerinnen und Betrüger auf Willhaben, Ebay, Shpock und Co. nach teuren Angeboten und erklären, dass der Kauf über einen Kurierdienst der Post abgewickelt werden soll. Die Post bietet einen solchen Kurierdienst allerdings gar nicht an.

Betrugsmasche SALZBURG24/Klamminger
Vorsicht vor solchen Standard-Anfragen von "Käufern" auf Verkaufsplattformen.

In anderen Fällen soll eine erfundene oder reale Speditionsfirma die Ware abholen. Das Geld würde von den vermeintlichen Käufern überwiesen oder vom Lieferdienst in Bar übergeben. Oft passiere das gar nicht, oder die Betrüger fordern zu viel überwiesenes Geld zurück. Folgt man dieser Forderung, ist es meist schon zu spät.

 

Kommunikation läuft über Whatsapp

Die „Käufer“ weichen bei der Kommunikation meist auf Nachrichtendienste wie Whatsapp aus, um nicht direkt über die Verkaufsplattform kommunizieren zu müssen, wie Watchlist-Internet weiß. Auch beliebt ist die Kontaktaufnahme bzw. Produktsuche im Marketplace von Facebook. Beim Kauf und Verkauf auf jedem Portal sei auf jeden Fall Vorsicht geboten. Denn die Maschen werden immer dreister und professioneller.

Betrugsfälle sofort melden

„Sobald man Opfer geworden ist, sollte man sofort Anzeige bei der Polizei erstatten und seine Bank kontaktieren, um etwaige Überweisungen rückgängig zu machen“, rät Behrens. In den meisten Fällen sei es dafür allerdings schon zu spät. Beobachtungen und verdächtige Kontakte können User jederzeit bei der jeweiligen Plattform und bei Watchlist-Internet melden.

Darauf ist bei Käufen und Verkäufen zu achten

Bei Willhaben bemühe man sich sehr um die Sicherheit der User, kann Betrugsfälle dennoch nicht gänzlich ausschließen. "Grundsätzlich empfehlen wir Abstand von Kaufanfragen (E-Mail, SMS, WhatsApp) aus dem Ausland bzw. von Kaufabwicklungen, die eine Zahlung via Scheck, Gutscheinen, internationalem Geldtransfer oder Treuhandservices vorsehen. Sollte sich ein Interessent per SMS oder WhatsApp melden und auf eine Mailadresse verweisen, empfehlen wir, den Kontakt einzustellen", so Willhaben-Pressesprecher Thomas Reiter gegenüber S24. Auf der Plattform gibt es dafür mehrere Bereiche mit Sicherheitshinweisen.

(Quelle: SALZBURG24)

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