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Hofer heizt Spekulationen an

Anschober will nicht Bundespräsident werden

Gesundheitsminister hat kein Interesse an einer Kandidatur

Dementi von Gesundheitsminister Rudolf Anschober
Rudolf Anschober dementiert ein mögliches Interesse an einer Kandidatur.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat auf die Spekulationen von FPÖ-Obmann Norbert Hofer um eine mögliche Kandidatur bei der Bundespräsidentschafts-Wahl bekundet, dass er kein Interesse an einer solche habe. "Das ist so und das bleibt so", sagte Anschober Freitagabend in der "ZiB2".

Er strebe kein weiteres politische Amt an und möchte Sozial- und Gesundheitsminister bleiben, so Anschober. Die von Hofer angezettelte Debatte ist für ihn "virtuell und nicht sehr angebracht". Alexander Van der Bellen sei der beste Präsident, den sich Österreich wünschen könne und er wünsche sich, dass dieser wieder kandidiere.

(Quelle: APA)

Hofer würde gegen Anschober in BP-Wahl gehen

Norbert Hofer zu Gast bei den ORF-Sommergesprächen
FPÖ-Chef Norbert Hofer und ORF-Moderatorin Simone Stribl am Montag, 17. August 2020, im Rahmen der ORF TV-Sendung "Sommergespräche" in Wien.

FPÖ-Chef Norbert Hofer lässt offen, ob er bei der nächsten Nationalratswahl als Spitzenkandidat seiner Partei antreten wird, sich dem Burgenland widmet oder es noch einmal bei der Bundespräsidentenwahl versucht. Das erklärte er Montagabend im ORF-"Sommergespräch". Gegen Amtsinhaber Alexander Van der Bellen würde er nicht nochmals rittern, sehr wohl aber gegen Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Der Grüne Gesundheitsminister wäre "absolut" sein Lieblingsgegner. Gegen den amtierenden Bundespräsidenten wolle er hingegen nicht mehr antreten, bestätigte Hofer frühere Aussagen. Auf Anschober schoss sich der FPÖ-Chef wegen des Management der Coronakrise ein und erinnerte an 27 Fehler in drei Seiten Verordnung: "Fehler kann jeder machen, aber wenn man keine einzige Verordnung rausbringt, die fehlerfrei ist, dann ist das peinlich."

Kritik an Corona-Maßnahmen der Regierung

Der Umgang der Bundesregierung mit der Pandemie stellte sich für Hofer generell kritikwürdig dar: Ginge es nach ihm, gäbe es eine Maskenpflicht nur im Kontakt mit Risikopersonen. Für Kroatien hätte eine partielle Reisewarnung gereicht, und keinesfalls dürfte eine (von der Regierung ohnehin nicht in Aussicht gestellte, Anm.) Impfpflicht kommen.

Die Gefährlichkeit von Covid-19 versuchte er zu relativieren und erinnerte an viele Tuberkulose- und Krankenhauskeim-Tote weltweit. Auf die Frage, warum er diese Vergleiche mit anderen Krankheiten vornehme, reagierte er mit Unverständnis: "Ich kann Corona nicht mit dem Hustinettenbär vergleichen."

Hofer über FPÖ-Absturzjahr

Angesichts des FPÖ-Absturzjahres 2019 sprach Hofer von einer "harten Zeit". An einen Erfolg des über Ibiza gestrauchelten Ex-Parteichefs Heinz-Christian Strache bei der Wien-Wahl im Oktober glaube er nicht, eine Wahlanfechtung wegen der Hauptwohnsitzfrage wolle er aktiv aber nicht anstreben. Wenn, dann würde eine solche Anfechtung ohnehin von anderen vorgenommen werden, meinte Hofer. Für die FPÖ rechnet er zwischen 12 und 15 Prozent bei dem Urnengang. 2015 waren es noch 30,8 Prozent.

In Straches Wohnung in Wien habe er seinen früheren Parteichef nie besucht. Dass diese kleine Wohnung tatsächlich sein Lebensmittelpunkt sei, halte er aber für nicht sehr wahrscheinlich, meinte Hofer. Von Straches finanzieller Situation habe er nichts gewusst, Mietkostenzuschüsse werde es in Zukunft jedenfalls keine mehr geben, neue FPÖ-Complianceregeln dafür im kommenden Jahr, so der FPÖ-Obmann.

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