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Kärnten

Christbaum in Flammen: Zwei Personen ins Spital

30-Jähriger hatte Sternspritzer gezündet

symb_christbaumbrand APA/TECHT Hans Klaus
Schneller als gedacht stehen Christbäume in Brand. (SYMBOLBiLD)

In der Weihnachtsnacht ist bei einem Christbaumbrand in Kärnten eine Wohnung in Brand geraten. Gegen 01.00 Uhr entzündete ein 30-jähriger Mann einen Sternspritzer, woraufhin der Christbaum explosionsartig in Brand geriet.

Der Baum war zuvor mit Wasser besprüht worden.

Christbaum mit Wasser gelöscht

Der 30-Jährige versuchte den Brand mit Wasser zu löschen und trug den brennenden Baum schließlich mit den Händen ins Freie. Dabei erlitt er Verbrennungen an Händen und im Gesicht, wie die Polizei mitteilte. Er wurde mit der Rettung ins LKH Villach gebracht. 

Mitbewohnerin musste auch ins Spital

Seine 28-jährige Mitbewohnerin erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde von der Rettung ebenfalls ins LKH Villach gebracht. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr Villach war der Brand bereits gelöscht. Sie entfernte mittels Lüftern den Rauch aus der Wohnung und aus dem Stiegenhaus.

(Quelle: APA)

So verhindert ihr Brände in der Weihnachtszeit

Feuer, Christbaum, Brand, SB APA/AFP/dpa/Daniel Bockwoldt
(SYMBOLBILD)

Brandfälle häufen sich in der sonst besinnlichen Weihnachtszeit. Damit der Advent nicht zur Katastrophe wird, haben wir ein paar Tipps zur Brandsicherheit für euch.

Die Advent- und Weihnachtszeit ist nicht nur eine Zeit der besinnlichen Feiern, sondern bringt immer wieder auch eine erhöhte Brandgefahr durch Kerzenlicht auf Adventkränzen und Christbäumen mit sich. Wie schnell ein trockener Christbaum in Vollbrand stehen kann, sehr ihr HIER.

Damit die besinnliche Zeit nicht in einer Brandkatastrophe endet, sollte man ein paar einfache Dinge beachten, rät die Salzburger Landesstelle für Brandverhütung.

 

Tipps in der Adventzeit

  • Christbaum, Adventkranz und Gesteck standsicher abseits von Vorhängen oder ähnlichen brennbaren Gegenständen aufstellen.
  • Nur unbeschädigte Kerzenhalter aus nicht brennbarem Material benutzen.
  • Adventkranz oder -gesteck nur auf nichtbrennbare Untersätze stellen.
  • Christbäume sollten erst kurz vor dem Weihnachtsfest gekauft und bis dahin, wenn möglich, im Freien aufbewahrt werden.
  • Kerzen sollen zu darüber liegenden Zweigen einen Mindestabstand von 25 Zentimeter aufweisen.
  • Kerzen am Christbaum stets von oben nach unten anzünden.
  • Kerzen und Sternspritzer nie unbeaufsichtigt brennen lassen.
  • Bei bereits ausgetrockneten Christbäumen und Gestecken Kerzen und Sternspritzer nicht mehr anzünden.
  • Christbäume, Adventkränze oder -gestecke nicht übermäßig lange in den Wohnräumen behalten, trockene Zweige entzünden sich sehr schnell und brennen wie Zunder.
  • Zünder und Feuerzeuge für Kinder unerreichbar aufbewahren.
  • Brennende Kerzen nie in Fenster mit Vorhängen stellen. Schon ein kleiner Luftzug kann den Stoff in die Flamme wehen.
  • Für alle Fälle einen Eimer Wasser oder einen Handfeuerlöscher bereitstellen.
  • Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Brand kommen, unverzüglich die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 rufen.

Achtung: Brandgefahr auch im Freien

Der Feuerwehrverband Salzburg rät auf S24-Anfrage außerdem, auch im Freien Laternen weit weg von Fassade und Co. aufzustellen. Immer wieder gerät etwa Efeu oder die Fassade selbst in Brand. Schwedenfeuer sollten nicht bei starkem Wind aufgestellt werden, hier herrscht Gefahr durch den Funkenflug oder, bei starker Alkoholisierung der Gäste, einen Sturz ins Feuer bzw. ein Umstoßen des Topfes. Offenes Licht und Feuer sollte immer auch außer Reichweite von Haustieren aufgestellt werden.

Aufgepasst bei Sternspritzern

Sternspritzer sollte man generell aufgrund ihrer starken Hitzeentwicklung meiden. Die Temperaturen von brennenden Wachskerzen betragen rund 750 Grad Celsius. In einem Abstand von zehn Zentimetern sind es immer noch 350 Grad Celsius.

Die beliebten Sternspritzer jedoch entwickeln Temperaturen von 1.000 Grad Celsius. Dabei können ausgetrocknete Christbäume und Christbaumschmuck sehr leicht in Brand geraten, weil deren Zündpunkt bei 300 Grad Celsius und darunter liegt.

Infostelle zur Brandverhütung

Nicht nur in der Advent- und Weihnachtszeit ist es ratsam, sich mit dem Thema vorbeugender Brandschutz auseinanderzusetzen. Ratschläge dazu findet ihr unter anderem auf der Homepage der Salzburger Landesstelle für Brandverhütung.

Aufgerufen am 03.03.2021 um 07:16 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/christbaumbrand-in-kaernten-zwei-personen-ins-spital-97465369

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