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Chronologie

Zwei Wellen, drei Lockdowns in Österreich

Lockerungen im Sommer, böses Erwachen im Herbst

Zwei Corona-Wellen sind bisher über Österreich gerollt. Um die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, verfügte die Regierung drei "harte" Lockdowns im März, November und ab Dezember - mit Lockerungen und wieder Verschärfungen von Maßnahmen dazwischen. Ziel des jetzigen dritten Lockdowns war eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100, idealerweise sogar 50. Das wurde nicht erreicht, aktuell weist das AGES-Dashboard 106 aus.

Dennoch lockert die Regierung ab 8. Februar - wieder einmal mit Bitten und Appellen. Vor Kurzem hatte man es noch für nötig gehalten, die strengen Maßnahmen - von ursprünglich 24. Jänner auf mindestens 7. Februar - zu verlängern, weil die noch ansteckendere britische Virus-Mutation auch in Österreich festgestellt wurde. Mittlerweile sind zudem angeblich noch gefährlichere brasilianische und südafrikanischere Varianten im Umlauf.

Die ersten Covid-19-Fälle wurden Ende Februar entdeckt, bald rollte die "erste Welle" über Österreich. Da die Infektionszahlen rasant anwuchsen, wurde das Land ab 16. März mit dem ersten Lockdown "heruntergefahren". Die Folge war ein massiver Wirtschaftseinbruch. Ab April wurden die Maßnahmen langsam gelockert, "neue Normalität" mit Abstand, Hygieneregeln und teilweise Maske setzte ein.

Zwischen Lockerungen und Lockdown

Im Sommer entspannte sich die Lage kurz. Aber schon im August verschlechterten sich die Zahlen, die Regierung versuchte es mit Appellen und Kontakt-Tracing - und im Herbst gab es ein böses Erwachen. Die Zahl der Infizierten, Spitals- und Intensiv-Patienten und Todesfälle vervielfachte sich auf ein im Frühjahr unvorstellbares Ausmaß. Am 12. November wies das AGES-Dashboard den bisherigen Inzidenz-Spitzenwert von 565,9 aus. Das war fast zehn Mal so viel wie am 28. März, als mit 58,5 neu Infizierten pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche der Frühjahrs-Topwert erreicht wurde.

Ein ab 3. November versuchter "Lockdown light" war offensichtlich zu wenig. Am 17. November traten wieder strengste Maßnahmen in Kraft. Mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft kehrte man - bei etwas niedrigeren Zahlen - am 7. Dezember zur "Light"-Version zurück. Für Weihnachten gab es noch Ausnahmen, aber am 26. Dezember wurde mit einem dritten harten Lockdown das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben wieder auf ein Minimum begrenzt - wegen der neuen Virus-Mutationen dann bis 7. Februar verlängert. Am 27. Dezember wurden aber auch die ersten Impfungen in Österreich verabreicht, was auf Rückkehr zum "normalen Leben" im Jahr 2021 hoffen lässt.

Eine Chronologie der Maßnahmen

  • 6. Februar: Direkt aus China kommenden Flugpassagieren wird am Flughafen Schwechat die Körpertemperatur gemessen, damit das neue Corona-Virus nicht eingeschleppt wird.
  • 24. Februar: Die Regierung beschließt ein erstes Maßnahmenpaket - mit punktuellen Reisewarnungen und einer Informationskampagne.
  • 25. Februar: Erste bestätigte Fälle in Österreich: Ein italienisches Paar in Innsbruck wird positiv getestet.
  • 26. Februar: Die letzten Direktflüge Österreich-China werden eingestellt.
  • 28. Februar: Die Corona-Hotline 1450 startet, Menschen mit Symptomen werden zu Hause getestet. Das Gesundheitsministerium setzt die "Task Force" ein.
  • 10. März: Die WHO erklärt Covid-19 zur Pandemie. Größere Veranstaltungen (500 Teilnehmer outdoor, 100 indoor) werden verboten, Uni-Betrieb und Einreise aus Risikogebieten eingeschränkt.
  • 12. März (410 Fälle seit Beginn/7-Tage-Inzidenz 4,1): Der erste Corona-Todesfall wird gemeldet.

Erster Lockdown in Österreich

  • 16. März (1.224 Fälle/Inzidenz 12,1): Bei 200 bis 300 Neuinfektionen täglich geht Österreich in den ersten Lockdown: Die Wohnung darf nur noch zum Arbeiten gehen, für Arztbesuche, Grundversorgung, Hilfeleistung und Bewegung im Freien verlassen werden - mit ein Meter Mindestabstand zu Haushalts-Fremden. Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, sind geschlossen, auch Gastronomie, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Spielplätze. Veranstaltungen sind untersagt, maximal fünf Personen dürfen sich treffen. Schul-/Uni-Unterricht und regulärer Kindergartenbetrieb sind ausgesetzt, Eltern bekommen Betreuungs-Sonderurlaub. Unternehmen sollen auf Homeoffice umstellen, das Kurzarbeitsmodell wird ausgeweitet. Behörden beschränken den Parteienverkehr, die Religionsgemeinschaften verzichten auf Gottesdienste, Trauungen, Taufen. Die Polizei greift bei der Durchsetzung hart durch. Im Nachhinein hebt der Verfassungsgerichtshof vieles davon als gesetzwidrig auf.
  • 18./19. März: Einreisebeschränkungen werden verschärft, Grenzkontrollen ausgeweitet. Die Regierung erhöht die Wirtschaftshilfe ("Koste es, was es wolle"). Tirol stellt bis 5. April alle Gemeinden unter Quarantäne und schließt seine Grenzen. Die meisten Bundesländer haben die Skisaison vorzeitig beendet und die Hotels gesperrt.
  • 20. März (2.908 Fälle/Inzidenz 26,0): Der Lockdown wird bis Ostermontag verlängert. Reha- und Kurhäuser, Thermen sperren zu, Besuche in Spitälern und Pflegeheimen sind weitgehend untersagt.
  • 30. März (9.910 Fälle, Inzidenz 57,9): Die Regierung kündigt weitere Maßnahmen an.
  • 4. April: Hotels und sonstige Beherbergungsbetriebe sind (bis 24.4.) österreichweit behördlich gesperrt.
  • 6. April: Supermärkte dürfen nur noch mit Mund-und Nasen-Schutz betreten werden.
  • 8. April: Die Zahl der Intensivpatienten erreicht mit 267 den Höchststand der ersten Phase.

Entspannung und Lockerungen

  • 14. April (14.384 Fälle, Inzidenz 16,6): Erste Lockerungen: Kleine Geschäfte, Baumärkte dürfen aufsperren, die Bundesgärten werden geöffnet. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht. Einreisebeschränkungen für Familienangehörige oder Lebenspartner werden etwas gelockert.
  • 17. April: Lockerungen im Gesundheitsbereich: Arztpraxen dürfen wieder öffnen, der reguläre Spitalsbetrieb fährt langsam hoch.
  • 18. April: Die 7-Tage-Inzidenz fällt unter 10.
  • 1. Mai (15.555 Fälle, Inzidenz 4,1): Nächste Lockerung: Ein Teil der Breitensportstätten sperrt auf. Treffen von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum sind (mit ein Meter Abstand) zulässig. Auch Geschäfte mit über 400 m2 Verkaufsfläche, Friseure und Kosmetiksalons dürfen aufsperren - es gilt Maskenpflicht, ab jetzt in allen geschlossenen öffentlichen Räumen.
  • 4. Mai: Erste Schul-Lockerungen: Maturanten und Abschlussklassen kehren nach sieben Wochen Fernunterricht in die Schulen zurück. Besuche in Seniorenheimen sind wieder erlaubt.
  • 15. Mai: Bei täglich im Schnitt 50 Neuinfektionen kehrt "neue Normalität" ein: Unter strengen Sicherheitsauflagen öffnen Gastronomie (bis maximal 23 Uhr) und Museen, Gottesdienste sind wieder erlaubt. Erste Grenzkontrollen werden gelockert.
  • 18. Mai: Zweite Schul-Lockerung: Volksschulen und Unterstufen kehren nach neun Wochen zum regulären Betrieb zurück - aber mit geteilten Klassen, ohne Turnunterricht und Maske außerhalb des eigenen Platzes. Ämter nehmen den Parteienverkehr wieder auf.
  • 20. Mai: Die Zahl der Spitalspatienten sinkt, nur mehr 37 Menschen brauchen Intensivmedizin, 687 Corona-Positive sind seit Ausbruch der Pandemie gestorben.
  • 29. Mai (16.615 Fälle, Inzidenz 2,4): Der erste Shutdown endet weitgehend. Zu Pfingsten dürfen Hotels, Campingplätze, Schutzhütten wieder öffnen, auch Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Fitnessstudios, Thermen. Kleine Kulturveranstaltungen, auch Hochzeiten und Begräbnissen mit bis zu 100 Personen sind erlaubt. Im öffentlichen Raum gilt generell ein Meter Mindestabstand und indoor Maskenpflicht.
  • 3. Juni: Dritte Schul-Lockerung: Oberstufen und Berufsbildende Schulen kehren zum Präsenzunterricht - allerdings im Schichtbetrieb - zurück.
  • 4. Juni: Grenzkontrollen zu den Nachbarländern (außer Italien) enden, es werden keine Tests/Quarantäne mehr verlangt.
  • 5. Juni: Die Lage hat sich beruhigt: 429 Menschen sind aktuell infiziert, 75 im Spital, 20 davon auf Intensivstationen, die 7-Tage-Inzidenz beträgt 2,3. Seit Beginn gab es 16.843 positive Testergebnisse, 672 Corona-Tote wurden gezählt, 15.742 Genesene. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ist "sehr optimistisch, dass es in Österreich zu keiner zweiten Welle kommen wird".
  • 15. Juni (17.104 Fälle, Inzidenz 2,3): Bei 20 bis 30 Neuinfektionen pro Tag fällt die Maskenpflicht großteils. Nur in Öffis, im Gesundheitsbereich und bei körpernahen Dienstleistungen (Friseure, Kellner) ist Mund-Nasen-Schutz nötig, in Schulen oder Geschäften nicht. Lokale dürfen bis 1 Uhr offenhalten und mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen. Die AUA nimmt (stark eingeschränkt) nach drei Monaten den Linienflugverkehr wieder auf.

Reisebeschränkungen fallen wieder

  • 16. Juni: Die Reisebeschränkungen zwischen den meisten EU-Staaten (auch zu Italien) fallen.
  • 1. Juli: Die Zahlen steigen, auf rund 100 Neuinfektionen pro Tag (Inzidenz 5,3), immer wieder treten Cluster auf. Die Maßnahmen werden dennoch gelockert: Alle Sportarten, auch Mannschaftssport, sind erlaubt. Kellner müssen keine Maske tragen, für Veranstaltungen bis 100 Personen gibt es keine Sperrstunde. Bei Kultur- und Sportevents sind 250 Personen im Innen- und 500 Personen im Freiluftbereich (mit zugewiesenem Sitzplatz) erlaubt. Für Westbalkan-Länder wird eine Reisewarnung (mit Test/Quarantänepflicht) verhängt.
  • 6. Juli: Erstmals seit Mai sind wieder mehr als 1.000 Menschen aktiv erkrankt, aber nur 78 im Spital, zehn in Intensivstationen. Die Regierung setzt auf Testen und Kontakt-Tracing.
  • 9. Juli: Die Reisewarnungen werden auf weitere Balkanländer ausgeweitet. Oberösterreich kehrt zur Maskenpflicht im öffentlichen Raum, in Geschäften und Lokalen zurück.
  • 24. Juli: Die Lage verschlechtert sich, täglich gibt es meist weit über 100 Neuinfektionen. Es gilt wieder Maskenpflicht im Lebensmitteleinzelhandel, in Supermärkten, Gesundheitseinrichtungen, Banken und der Post.
  • 17. August: Reisewarnung für Kroatien, Wien bietet Gratis-Tests für Heimkehrer.
  • 31. August: Die Neuinfektionen sind auf 300 gestiegen, die Inzidenz über 20. Seit Beginn gab es 27.559 Erkrankte und 764 Corona-positive Tote. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellt Verschärfungen in den Raum.
  • 1. September: Für Kultur- und Sportevents werden weit mehr Zuschauer zugelassen: 5.000 indoor, 10.000 outdoor.
  • 2. September: Die Regierung empfiehlt: Man soll Abstand halten und Maske tragen - und privat sollen maximal 25 Personen zusammenkommen.
  • 4. September: Die Corona-Ampel startet auf "grün", mit nur vier "gelben" Regionen (Wien, Linz, Graz und dem Bezirk Kufstein) - und Streitereien über Kriterien und Konsequenzen.
  • 14. September (34.429 Fälle, Inzidenz 49,7): Die Neuinfektionen sind sprunghaft auf teils über 900 angewachsen. Die Regierung nimmt die Bevölkerung leicht an die Kandare: Maskenpflicht für den ganzen Handel, Gastronomie (Bewirtung nur am Tisch), Museen, Freizeiteinrichtungen (z.B. Hallenbäder), jeden Kundenkontakt. Veranstaltungen werden beschränkt (50 Besucher indoor, 100 outdoor bzw. mit zugewiesenen Sitzplatz 1.500/3.000). In der Schule muss außerhalb der Klasse Maske getragen werden.
  • 21. September: Bei fast 40.000 Fällen (und 796 Toten) zieht die Regierung die Schraube noch ein wenig an: Privat dürfen sich nur zehn Personen indoor treffen, in der Gastronomie müssen auch Gäste Maske tragen.
  • 25. September: Gastro-Sperrstunde 22.00 Uhr in den drei westlichen Bundesländern.
  • 28. September: In Wien müssen sich Gäste in der Gastronomie registrieren lassen. In der Folge ergreifen auch Tirol, Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg sowie Niederösterreich (für "orange" Bezirke) diese Maßnahme.
  • 2. Oktober (47.629 Fälle/Inzidenz 59,4): Erstmals werden über 1.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet; 836 Corona-Positive sind gestorben.

Corona-Ampel zeigt "rot"

  • 15. Oktober: Die Corona-Ampel zeigt erstmals "rot", in vier Bezirken. Einige Länder verbessern den Schutz von Alten- und Pflegeheimen und verlangen bundesweite Verschärfungen.
  • 19. Oktober: Die Lage wird immer schlechter, die Neuinfektionen bewegen sich Richtung 2.000 täglich, 800 Covid-19-Patienten liegen in Spitälern, 145 auf Intensivstationen. Die Regierung kündigt Verschärfungen an.
  • 22. Oktober: Erstmals gibt es mehr als 2.000 (genau 2.435) Neuinfektionen und mehr als 1.000 Corona-Tote. 25 Bezirke stehen in der Ampel auf "rot". Mediziner warnen vor Versorgungsengpässen.
  • 23. Oktober: Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hofft, mit dem Appell zur Eigenverantwortung den zweiten Lockdown verhindern zu können. Erste Bundesländer schlagen Alarm, dass sie beim Kontakt-Tracing an die Grenzen stoßen.
  • 25. Oktober: Die 7-Tage-Inzidenz steigt über 200, täglich werden fast 3.000 Neuinfektionen gemeldet. Leichte Verschärfung: Bei Veranstaltungen sind nur 1.500 Besucher outdoor/1.000 indoor zulässig, mit Maske und fixem Sitzplatz. Sonst dürfen nur maximal sechs Erwachsene indoor (auch pro Tisch im Lokal) und zwölf outdoor zusammenkommen, bei Begräbnissen 100. Das (vom VfGH aufgehobene) Ein-Meter-Abstands-Gebot tritt wieder in Kraft, Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen, Öffis, Haltestellen und Bahnhöfen sowie bei Heim-Besuchen. Deutschland setzt eine Reisewarnung für Österreich in Kraft.
  • 27. Oktober: Das Virus breitet sich rasant aus, erstmals werden über 4.000 (4.382) Neuinfektionen an einem Tag gezählt, täglich sterben rund 30 SARS-CoV-2-Positive. Virologen warnen: Die Lage in den Spitälern ist besorgniserregend, mehr als 200 müssen intensiv behandelt werden. Anschober sieht Österreich "weit entfernt" vom zweiten Lockdown.
  • 30. Oktober: Mehr als 100.000 positiv Getestete seit Beginn, die 7-Tage-Inzidenz steigt über 300. Ganz Österreich steht in der Ampel auf "rot", also höchstes Risiko. Die Intensivstationen werden immer voller, die Regierung kündigt den "Teil-Lockdown" an.

Der nächste Lockdown

  • 3. November (127.842 Fälle, Inzidenz 404,9): "Lockdown light": Handel und persönliche Dienstleister bleiben offen, auch Volksschulen, Unterstufen, Kindergärten. Aber es gibt Ausgangsbeschränkungen (mit den bekannten Ausnahmen) zwischen 20 und 6 Uhr, nur zwei Haushalte dürfen sich treffen, Garagen-/Gartenpartys sind verboten. Gastronomie (außer Take Away und Lieferdienst), Freizeiteinrichtungen, Theater, Museen, Kinos und Hotels (für Touristen) sind geschlossen. Distance Learning für Oberstufen und Unis. Besuche in Spitälern und Heimen sind limitiert.
  • 7. November: Mehr als 150.000 Corona-Positive seit Beginn, 7-Tage-Inzidenz bei 500, täglich sterben mehr als 50 Covid-19-Patienten. Das Gesundheitssystem kratzt an der Kapazitätsgrenze.
  • 17. November (222.622 Fälle, Inzidenz 537,5, täglich rund 90 Tote): Zweiter "harter" Lockdown: Handel und Dienstleister (außer Grund- und Gesundheitsversorgung) müssen zusperren, Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr, Kontakte auf Treffen eines Einzelnen mit engsten Bezugspersonen beschränkt. Alle Schulen im Fernunterricht, Veranstaltungen untersagt, Sport- und Freizeiteinrichtungen geschlossen, keine Gottesdienste, Hochzeiten, Taufen.
  • 2. Dezember: Die Regierung sieht die Überforderung der Intensivmedizin abgewendet und kündigt Lockerungen an.
  • 7. Dezember (292.022 Fälle, Inzidenz 316,4, mehr als 100 Tote täglich): Der Lockdown wird wieder "light": Ausgangsbeschränkungen nur nachts, tagsüber Treffen von zwei Haushalten mit je sechs Personen erlaubt. Handel, persönliche Dienstleister (Friseure etc.), Museen und Bibliotheken öffnen. Schul-Unterstufen (mit Maske für Kinder ab 10) und Kindergärten gehen in Regelbetrieb, Outdoor-Sport (ohne Körperkontakt) ist erlaubt. Gastronomie, Hotellerie und Kulturbetrieb bleiben gesperrt - und Weihnachtsmärkte sind verboten.
  • 18. Dezember (335.023 Fälle, Inzidenz 193,2): Die Zahlen bessern sich, sind aber mit um die 2.000 Neuinfektionen und über 80 Sterbefällen täglich noch zu hoch. Die Regierung kündigt den dritten harten Lockdown an.
  • 19. Dezember: Strenge Einreisebeschränkungen treten in Kraft: 10 Tage Quarantäne nach Grenzübertritt, freitesten erst aber dem fünften Tag.
  • 24./25. Dezember: Weihnachts-Ausnahme: Maximal zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten dürfen (ohne nächtliche Ausgangsbeschränkung) zusammen feiern, ohne Ein-Meter-Regel und Maskenpflicht auch in Garagen oder Gartenhütten. Skilifte und Gondelbahnen dürfen (dauerhaft) aufsperren, Winterurlaub ist aber (die Hotels sind geschlossen) nicht zulässig, nur Tagesausflüge.

FFP2-Maskenpflicht wird eingeführt

  • 26. Dezember: Dritter Komplett-Lockdown: Bei 351.471 Corona-Positiven (seit Beginn) und einer Inzidenz von 152,6 sind Ausgang (rund um die Uhr, mit den bekannten Ausnahmen) und Kontakte (nur ein Einzelner mit einem anderen Haushalt) wieder stark beschränkt. Handel (außer Grundversorgung und neu "Click and Collect"), persönliche Dienstleister, Museen, Büchereien sind geschlossen, Schulen nach den Ferien im Distanz-Unterricht. Kultur-, Gastro-, Beherbergungsbetriebe, Freizeiteinrichtungen bleiben zu. Sport in Outdoor-Anlagen (Loipen, Eislaufen) mit 10 m2 pro Person ist erlaubt - auch Skifahren samt Lift. Abstands- und Maskenpflicht an öffentlichen Orten, am Arbeitsplatz, in Öffis. Keine Messen, Trauungen, Taufen, Begräbnisse mit höchstens 50 Personen.
  • 25. Jänner: FFP2-Maskenpflicht in Öffis., Handel etc. und zwei Meter Abstand statt einem. Für Verstöße drohen 25 bzw. 50 Euro Strafe; mit 8. Jänner wird sie auf 90 Euro angehoben.
  • 1. Februar: Bei immer noch 1.100 Neuinfizierten (nach dem Wochenende) und einer Inzidenz von 106 kündigt die Regierung die Rückkehr zum Lockdown light an.
  • 8. Februar: Ab Montag haben Volksschüler wieder "ganz normal" Unterricht und die Älteren Präsenzunterricht im Schichtbetrieb - mit verpflichtendem regelmäßigen Test. Eine solchen brauchen künftig auch Pendler. Der Handel darf öffnen (mit FFP2-Pflicht und 20m2/Kunde), ebenso Museen, Bibliotheken, Tiergärten - und Dienstleistungsgewerbe. Für den Gang zum Friseur etc. ist ein Test nötig. Ein wenig lockerer wird es auch mit den Kontakten: Vier Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen - aber nur tagsüber. Zwischen 20 und 6 Uhr bleibt die Ausgangssperre.
(Quelle: APA)

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