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Ende vom Fleckerlteppich

Ab Montag 2-G in Gastro und Co

Ausreisekontrollen in Oberösterreich fallen

Die Regierung hat angesichts der stark steigenden Infektionszahlen mit den Landeshauptleuten eine deutliche Verschärfung der Corona-Maßnahmen beschlossen. So wird bereits ab kommendem Montag eine 2-G-Regelung in den meisten Bereichen des öffentlichen Lebens gelten.

Dies bedeutet, dass man beispielsweise in die Gastronomie, Theater, Konzerte, Sportveranstaltungen oder zum Friseur nur noch geimpft oder genesen kommt. Am Arbeitsplatz sollen Tests als Alternative möglich bleiben.

 

 

Entscheidung über Verschärfungen „fast einstimmig“

Die Maßnahmen wurden laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) fast einstimmig beschlossen. Das Burgenland hatte schon im Vorfeld klar gemacht, dass man angesichts der hohen Impfquote im Land Verschärfungen ablehne. Offiziell bestätigt wurde nicht, dass Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) jener war, der sich dem Beschluss nicht angeschlossen hatte.

 

2-G in Gastro und Co mit Übergangsfrist

Für 2-G anerkannt wird in einer Übergangsfrist von vier Wochen auch schon die erste Impfung in Verbindung mit einem PCR-Test. Danach muss man jedenfalls doppelt geimpft oder im vergangenen halben Jahr genesen sein.

Gültigkeit von Grünem Pass verkürzt

Der "Grüne Pass" soll dem Vorschlag zu Folge nur noch neun Monate ab der zweiten Impfung gelten, womit die Motivation für den dritten Stich erhöht werden soll. Die ursprünglich als Einmal-Immunisierung angelegte Impfung von Johnson&Johnson gilt nur noch bis 3. Jänner für den "Grünen Pass", sofern nicht nachgeimpft wurde.

FFP2-Pflicht wird ausgeweitet

Dort wo Maske getragen wird, also im Handel, Bibliotheken und Museen, soll bundesweit FFP2 der Standard sein. Bei Veranstaltungen gilt schon ab 25 Personen 2-G.

Ausreisekontrollen fallen

Eine Erleichterung wurde für die Länder beschlossen. Die zuletzt umstrittenen, weil personalintensiven Ausreisekontrollen aus den Bezirken, die in Oberösterreich beinahe flächendeckend galten, fallen.

Impfung als „Anschnallen“ in Pandemie

Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) bezeichnete die Lage als "ernst". Die Zügel für Ungeimpfte müssten straffer gezogen werden - auch mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage und die Tourismussaison. Im Auto schnalle man den Gurt an und die Impfung sei in der Pandemie der Gurt. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) betonte, seine Aufgabe sei es, die Intensivstationen zu schützen und dieser werde er nachkommen. Auch appellierte an die Menschen: "Hören wir auf mit der augenzwinkernden Wurschtigkeit."

Dem schloss sich der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Günther Platter an. Für ihn ist es eine "moralische Verpflichtung" sich impfen zu lassen. Für den dritten Stich müsse Gas gegeben werden. Mückstein verwies darauf, dass die Wirkung der Impfung ab etwa fünf Monate nach dem zweiten Stich nachzulassen beginne. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) nannte die dritte Impfung immer essenzieller.

Haslauer begrüßt bundesweite Regelungen

Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) betont nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern in einer Aussendung vom Land Salzburg: „Ich begrüße die gemeinsam beschlossene Vorgehensweise sehr. Mit den neuen Regeln schaffen wir die notwendige Klarheit für die Menschen. Wir legen nun all unsere Anstrengung in die Auffrischungsimpfungen und werden das weiterhin niederschwellig und flächendeckend anbieten.“

Hohe Zahl an Neuinfektionen

Laut Haslauer zeigt der heutige Konsens im weiteren Kampf gegen die Pandemie, „dass die Entscheidung, unsere bereits fertige Landesverordnung nicht in Kraft zu setzen, völlig richtig war. Angesichts der aktuelle Infektionslage und der Prognosen für unsere Krankenhäuser ist der österreichweite Schulterschluss der einzig richtige Weg. Oberstes Ziel ist es den Impffortschritt zu erhöhen sowie die nötigen Auffrischungsimpfungen zu forcieren.“

Am Freitag wurden in Österreich 9.388 Neuinfektionen gemeldet, 356 Menschen wurden wegen Covid-19 auf Intensivstationen betreut.

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9.388 Corona-Neuinfektionen am Freitag

Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Österreich hat von Donnerstag auf Freitag erneut einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht: 9.388 neue bestätigte Fälle wurden gemeldet, …

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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