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Corona trotz Stich

Drei von 1.000 Geimpften stecken sich an

Durchbrüche steigen deutlich an

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Von 1.000 Geimpften stecken sich drei trotzdem an. (SYMBOLBILD)

Von 1.000 Geimpften stecken sich drei mit dem Coronavirus an. Unter den Neuinfektionen machen geimpfte Menschen knapp neun Prozent aus.

Von 205.614 bestätigten Infizierten waren 18.122 vollständig geimpft. Das meldet die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Impfdurchbrüche steigen 

Somit kommen aktuell auf 1.000 vollständig Geimpfte rund drei Personen mit einem Impfdurchbruch. Signifikant höher ist der Anteil der Impfdurchbrüche, wenn man nur die vergangenen vier Wochen - 13. September bis 10. Oktober - betrachtet. Von den in diesem Zeitraum erfassten 28.566 symptomatischen und laborbestätigten SARS-CoV-2-Infektionsfällen waren 8.794 Personen vollimmunisiert. Das waren 30,78 Prozent.

Asymptomatische Fälle nicht berücksichtigt

Ein wichtiger Hinweis der AGES zu dieser Statistik, da es ja neben den symptomatischen auch asymptomatische Corona-Fälle gab: "Eine Infektion mit SARS-CoV-2 nach einer Covid-19-Impfung, ohne klinische Symptomatik, wird derzeit nicht als Impfdurchbruch klassifiziert, da die aktuell zugelassenen Covid-19-Impfstoffe zur Verhinderung der Erkrankung an der SARS-CoV-2-Infektion entwickelt wurden."

Infektionen nach Altersgruppen

Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt: Bei den Zwölf-bis 17-Jährigen waren von den 18.797 seit Februar Erkrankten mit Symptomen 278 vollständig geimpft (1,48 Prozent). In den vergangenen vier Wochen betrug der Anteil der Impfdurchbrüche 4,72 Prozent (172 von 3.643 Erkrankten). Bei den 18- bis 59-Jährigen sind seit Februar 158.068 symptomatische Corona-Fälle dokumentiert. Davon waren 13.536 Erkrankte vollständig geimpft (8,56 Prozent). In den vergangenen vier Wochen betrug der Anteil der Impfdurchbrüche 29,93 Prozent (6.331 von 21.156 Erkrankten). In der Altersgruppe der Über-60-Jährigen gab es seit Februar 28.749 symptomatische Corona-Erkrankungen. Davon waren 4.308 Betroffene vollständig geimpft (14,98 Prozent). In den vergangenen vier Wochen betrug in dieser Altersgruppe der Anteil der Impfdurchbrüche 60,82 Prozent (2.291 von 3.767 Erkrankten).

Infektionen bei Geimpften nicht zu verhindern

Die AGES betonte erklärend zu diesen statistischen Zahlen, dass es mit steigendem geimpften Bevölkerungsteil auch zu mehr Impfdurchbrüchen kommt. "Der Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Impfdurchbrüchen und dem Anteil der geimpften Bevölkerung ist kein Hinweis auf geringe Wirksamkeit der Impfstoffe." Die Wirksamkeit der Covid-19-Impfungen sei sehr gut, betrage aber nicht 100 Prozent. "Das bedeutet: Obwohl die Covid-19-Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit die Geimpften vor Covid-19 bzw. schwerer Covid-19 Erkrankung schützt, können dadurch nicht alle Infektionen bei den Geimpften verhindert werden (z. B. Personen mit Immundefizienz)."

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Wenn der Anteil der Geimpften in der Population steige, dann steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass unter den Personen, die sich mit SARS-CoV2 infizieren bzw. daran erkranken, Geimpfte seien. "Vereinfacht gesagt: Wenn alle Personen einer Population geimpft sind, sind alle Infektionen, die auftreten, bei Personen, die vollständig geimpft sind; sprich, es beträgt der Anteil der Fälle von Impfdurchbrüchen an den Fällen von Covid-19 100 Prozent." Außerdem wies die AGES darauf hin, dass, je mehr aktive Corona-Fälle es in der Bevölkerung gebe, desto höher die Wahrscheinlichkeit sei, sich als geimpfte Person zu infizieren.

Eine Information zu Erkrankten mit Impfdurchbrüchen, die im Spital behandelt werden mussten, lagen dieses Mal übrigens nicht vor. Grund dafür ist laut AGES, dass die diesbezüglichen Daten aufgrund verzögerter Übermittlung unzuverlässig niedrig gewesen wären.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 28.10.2021 um 05:24 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-drei-ansteckungen-unter-1-000-geimpften-110881786

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