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Corona-Eintrittstests kommen nach Lockdown

FFP2-Maske als Alternative zur Covid-19-Testung

Nach dem gescheiterten "Freitesten" hat sich die Regierung mit der SPÖ und den Sozialpartnern auf eine neue Corona-Teststrategie geeinigt. So soll ein negatives Testergebnis künftig Voraussetzung für den Besuch von Veranstaltungen, Krankenhäusern und Hotels sein. Auch bestimmte Berufsgruppen und Schüler sollen sich regelmäßig testen lassen.

Der ursprüngliche Plan der Regierung hatte ja vorgesehen, dass man sich auch aus einem Lockdown freitesten und so unbeschränkt den Handel, aber auch die Gastronomie nutzen kann. Dies war von der Opposition aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt und damit zu Fall gebracht worden, da mit einer Blockade im Bundesrat eine Verzögerung von rund zwei Monaten einher gegangen wäre.

Aus Freitesten werden Eintrittstests

Nun hat sich die Koalition mit der SPÖ und den Sozialpartnern auf Eckpunkte geeinigt, die den Handel und die Gastronomie aussparen. Konkret geplant ist nach APA-Informationen, dass bei Veranstaltungen ab 20 Teilnehmern und in Hotels beim Eintritt ein Test vorgelegt werden muss, der nicht älter als 48 Stunden ist. Kontrollieren sollen die Betreiber. Wer in den letzten drei Monaten eine Covid-Erkrankung überwunden hat, muss sich nicht testen lassen.

FFP2-Maske als Alternative zum Test

Außerdem sollen sich gewisse Berufsgruppen (u.a. Lehrer und Lagerarbeiter) wöchentlich testen lassen, wenn sie Kundenkontakt haben oder wenn Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

symb_corona-schnelltest; symb_coronatest APA/DPA/KAY NIETFELD
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Länder bauen Infrastruktur auf

Zur Durchführung der Tests werden die Bundesländer eine regelmäßige Infrastruktur anbieten. Wien hat sie schon aufgebaut, andere Länder planen sie oder setzen sie bereits um. Die Testungen können aber auch direkt in Betrieben, Apotheken oder Labors durchgeführt werden. In weiterer Folge will man mehr und mehr auf Selbsttests setzen, sobald diese zugelassen und ausreichend verlässlich sind –  eine Initiative, die schon vor einiger Zeit von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner gesetzt worden war. Großflächig – und wöchentlich – zum Einsatz kommen sollen diese Tests auch an Schulen.

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Reaktionen auf Corona-Teststrategie

Klar abgelehnt wird die neue Teststrategie von der FPÖ. Klubchef Herbert Kickl wirft der SPÖ vor, umgefallen zu sein und spricht von einem "Freitesten mit einem anderen Mascherl", das nun zum Dauerzustand werde. NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker sieht dagegen einen "Schritt in die richtige Richtung", weil damit eine vorsichtige Öffnung gesetzt werde. Endgültig beurteilen will er die Pläne aber erst, wenn der finale Gesetzentwurf vorliegt.

Coronavirus Pixabay
(SYMBOLBILD)

Österreichweit 2.278 Corona-Neuinfektionen

Insgesamt 2.278 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind am Samstag österreichweit binnen 24 Stunden gemeldet worden. Im Land Salzburg kamen 287 neue Fälle dazu.

Einen ersten Entwurf hat das Gesundheitsministerium in der Nacht auf Samstag den Parlamentsparteien übermittelt. Darin sind bereits einige der für das "Reintesten" nötigen Voraussetzungen abgebildet. Die vereinbarte Ausnahme für die Gastronomie findet sich im Entwurf aber noch nicht explizit.

(Quelle: APA)

So geht's an den Schulen weiter

Hein Faßmann APA/ROLAND SCHLAGER

Die Schulen erhalten ab 18. Jänner fünf Mio. kostenlose Corona-Selbsttests. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Samstag bei einer Pressekonferenz an. Noch nicht geklärt ist, wann die Schulen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren.

Die neuen "Anterio-Nasal-Tests" erlauben einen einfachen Abstrich mit einem Tupfer im vorderen Nasenbereich. Schüler und Lehrer sollen einmal pro Woche auf freiwilliger Basis die Möglichkeit haben, diesen Test durchzuführen. Die Testgenauigkeit der neuen anterio-nasalen Selbsttests entspreche in etwa jenen der bei den Massentests verwendeten Antigentests, so Franz Allerberger, Leiter der Abteilung für "Öffentliche Gesundheit" der AGES. Der Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Jugendheilkunde, Reinhold Kerbl, hat auch "keinerlei Bedenken, dass der Test gefährlich sein könnte": Der Eingriff sei minimal und auch für Kinder und Jugendliche vertretbar.

Bei der neuen Generation betrage die Übereinstimmung mit den normalen PCR-Tests rund 95 Prozent, so Allerberger. Man habe im Dezember im Zuge der Massentests dann Teilnehmern auf freiwilliger Basis angeboten, die neuen Tests zusätzlich zu absolvieren. Die Resultate seien vergleichbar gewesen.

Wann startet Präsenzunterricht?

Unklarheit herrscht noch immer über den Start des Präsenzunterrichts. Da die Infektionszahlen in den Bundesländern sehr unterschiedlich seien, werde dies erst bis Anfang bzw. Mitte nächster Woche geklärt, so Faßmann.

Coronavirus Pixabay
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Österreichweit 2.278 Corona-Neuinfektionen

Insgesamt 2.278 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind am Samstag österreichweit binnen 24 Stunden gemeldet worden. Im Land Salzburg kamen 287 neue Fälle dazu.

Möglich wäre neben einem österreichweiten Vorgehen auch eine regionale Lösung, also eine Öffnung nur in jenen Regionen mit niedriger Infektionszahl – beide Modelle hätten aber Vor- wie Nachteile. Wenn die Schulen öffnen, sollen dann auch die Oberstufen zurückkommen. Die Rückkehr erfolge aber in einem Sicherheitsnetz, so Faßmann: "Testen ist die einzige Antwort."

So läuft der Corona-Test ab

Der neue Test funktioniert recht simpel und ist aufgrund der Abnahme im vorderen Nasenbereich auch nicht schmerzhaft: Nach der Abnahme wird der Tupfer in einem Faltkarton mit einer Flüssigkeit beträufelt, der Karton anschließend zugeklappt. Innerhalb weniger Minuten erscheint dann das Ergebnis auf der Vorderseite. Bei einem positiven Resultat sind die Gesundheitsbehörden zu verständigen und ein PCR-Test durchzuführen. Angestrebt wird künftig die Möglichkeit zur wöchentlichen Testung. "Montag ist Testtag", meinte Faßmann. Weitere Infos vom Ministerium findet ihr HIER.

Jüngere Schüler testen mit Eltern

Volksschüler sollen die Testkits mit nach Hause nehmen und mit ihren Eltern gemeinsam die Tests durchführen. Ab der Unterstufe bzw. Mittelschule bekommen die Kinder und Jugendlichen an der Schule eine Anleitung zur Handhabe des Tests etwa durch Videos oder geschultes Personal wie Schulärzte. Ab dem zweiten Durchlauf erhalten sie dann die Tests nach Hause mit. Sie können aber auch als Art "soziales Ereignis" in der Schule durchgeführt werden, so Faßmann. Bis Ende Jänner sollen dann die gesamten fünf Mio. Tests da sein – das Ministerium bezahlt dafür 2,70 Euro pro Test.

Faßmann betont Freiwilligkeit

Die Teilnahme ist freiwillig. "Es gibt weder Zuckerbrot noch Peitsche", so Faßmann. Kinder unter 14 Jahren brauchen eine Einverständniserklärung der Eltern - liegt diese nicht vor, bekommen sie auch keinen Test. Entsorgt werden können die Tests im Restmüll. Die Teilnahme befreit nicht vom Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Schule. "Es wird Eltern geben, die das ablehnen", meinte Faßmann. Das sei auch möglich. "Insgesamt ist das aber eine Chance, die Schulen nicht nur zu öffnen, sondern auch offenzuhalten."

Wann Lehrer geimpft werden

Geklärt ist auch die Einstufung der Pädagogen bei der Reihenfolge der Impfungen: Sie fallen in die Phase zwei und sollen die Vakzine Ende Februar bzw. Anfang März erhalten. Impfpflicht für die Pädagogen wird es keine geben.

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