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Was passiert im Herbst?

Corona-Fahrplan für Schulen kommt am Montag

Minister Faßmann kündigt Ampel-System an

Schulbeginn Salzburg, Corona Franz Neumayr
Je nach Ampelphase sind auch Masken in Schulen denkbar. (SYMBOLBILD)

Am Montag wird Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) seinen Fahrplan für den Schulstart im Herbst vorlegen. Dabei sollen jene Maßnahmen vorgestellt werden, die trotz Corona-Pandemie einen gelungenen Einstieg ins neue Schuljahr "mit weitestgehender Normalität" ermöglichen sollen, hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium. 

Faßmann hatte zuletzt wiederholt angekündigt, dass er - wenn es die aktuellen Infektionszahlen zulassen - von einem völlig normalen Schulstart ausgehe. Das Ministerium arbeite außerdem an mehreren Varianten, die solange wie möglich einen normalen Schulbetrieb ermöglichen sollen. Dazu soll das vom Gesundheitsministerium angekündigte Ampelsystem genutzt werden, das Mitte August in den Probebetrieb und mit September in den Regelbetrieb gehen soll.

Maskenpflicht an Schulen?

Derzeit findet laut einer Sprecherin des Ressorts noch die Endabstimmung der Maßnahmen statt. Zuletzt wurde im Ministerium wiederholt betont, dass es selbst im Falle einer roten Ampel nur Schließungen einzelner Klassen oder Schulen bzw. regionale Schließungen samt Umstellung auf Notbetrieb und Home Schooling geben soll.

Je nach Ampelphase wären auch Masken an den Ein- und Ausgängen sowie in den Gängen, das Turnen im Freien oder kein Singen im Musikunterricht mögliche Varianten. Eine grüne Ampel würde ganz normalen Schulbetrieb - allerdings mit den bekannten Hygienemaßnahmen - bedeuten. Um Schülern, Eltern und Lehrern mehr Sicherheit zu geben, könnte außerdem die Methode des Gurgel-Tests ausgeweitet werden.

Bislang 100 Schüler und 15 Lehrer positiv auf Coronavirus getestet

In Österreich wurden nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebes am 16. Mai laut Ministerium bisher 100 Schüler (von insgesamt 1,13 Millionen) und 15 Pädagogen (von insgesamt knapp 130.000) positiv auf das Coronavirus getestet. Auch bei einer groß angelegten repräsentativen Studie unter Wiener Schülern wurden nur sehr wenige Schüler identifiziert, die vor dem Sommer eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus durchgemacht haben. Von 2.000 getesteten Schülern wiesen laut vorläufigen Ergebnissen nur 26 Antikörper auf, unter den rund 500 Studienteilnehmern im Volksschulalter waren es zwei.

(Quelle: APA)

So steht es um die Corona-Ampel

Rudolf Anschober APA/GEORG HOCHMUTH
Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Donnerstag, 26. März 2020, während der PK "Corona-Vorsorge in Österreichs Spitälern" im Bundeskanzleramt in Wien. 

Die Corona-Kommission im Gesundheitsministerium, welche Empfehlungen und Leitlinien für die geplante Risiko-Ampel erstellen soll, hat am Freitag die Arbeit aufgenommen. Die erste reguläre Sitzung findet in der kommenden Woche statt, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag bei einer Pressekonferenz. Für den Minister ist sie ein "wichtiges zentrales Steuerungszentrum".

Anschober zufolge wurde die Corona-Kommission als sogenannte "Paragraf-8-Kommission" nach dem Bundesministeriengesetz eingerichtet. Sie besteht aus 19 stimmberechtigten Mitgliedern, davon fünf Vertreter des Bundes, fünf Fachexperten aus Public Health/Epidemiologie, Virologie, den medizinisch-klinischen Bereich sowie von AGES und Gesundheit Österreich, sowie je einer aus den neun Bundesländern, die von den jeweiligen Landeshauptleuten bestellt worden sind. Leiter der Kommission sind Ulrich Herzog und Clemens Auer vom Gesundheitsministerium, die Sprecherin der Kommission ist Daniela Schmid von der AGES.

Corona-Ampel-Kommission trifft sich wöchentlich

Die Kommission soll mindestens einmal pro Woche zusammentreten - "in der Anfangsphase sicher öfter", so Anschober - und jene Leitlinien erstellen, welche Maßnahmen bei welcher Ampelschaltung gelten sollen. Die Ampel soll nach den Worten des Gesundheitsministers ab kommender Woche mit der ersten regulären Sitzung der Kommission in den Probebetrieb gehen, ab September in den Echtbetrieb.

"Wir wollen mit aller Kraft eine zweite Welle vermeiden", sagte Anschober. Neben der Einrichtung der Kommission und der Ampel gelte es möglichst flächendeckend das Risikobewusstsein wieder herzustellen, "wie es im Frühjahr war". Und es gehe darum, viele Tests und möglichst gutes Kontaktpersonenmanagement umzusetzen. Mit dem Herbst beginne die Phase vier im Kampf gegen die Pandemie, in der es mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Fälle geben werde und das Risiko einer Infektion größer sei, weil "wir uns mehr Indoor aufhalten". Anschober teilte mit, dass es zuletzt in Österreich 141 SARS-CoV-2-Neuinfektionen binnen eines Tages gegeben hätte.

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