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Impfstart morgen

Corona-Impfstoff lagert in „Ultrafreezer“

Lieferung für Salzburg morgen Vormittag erwartet

Übergabe Corona-Impfstoff Bundesheer/Gunter Pusch
Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leiner (ÖVP), Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) bei der Übergabe des Corona-Impfsoffs für Österreich.

Am Sonntag werden in Österreich die ersten Menschen gegen Covid-19 geimpft, auch in Salzburg. Momentan lagert der Impfstoff noch in Wien-Simmering. Wir haben für euch alles, was wichtig ist, im Überblick.

Der Impfstoff, auf den alle gewartet haben, ruht vorerst in einigen wenigen Kühlschränken in der riesigen Lager- und Logistikhalle des Pharmagroßhändlers Herba Chemosan. Wobei die Bezeichnung „Ultrafreezer“ die Situation besser beschreibt. Denn die exakt 9.750 Impfdosen werden bei minus 74 Grad Celsius aufbewahrt. Angeliefert wurden sie in zwei Behältern. Sprich: Die Menge allein ist eher nicht außergewöhnlich. Man verteile alljährlich Millionen Impfstoffe, betonte man im Unternehmen.

Weitere Impfstoff-Lieferungen sollen aufgeteilt werden

Wie Vorstandschef Andreas Windischbauer ausführte, wird auch nur die erste Tranche zur Gänze in Simmering deponiert. Alle weiteren Lieferungen werden auf insgesamt 17 Niederlassungen in ganz Österreich aufgeteilt. Eine Phiole reicht laut Windischbauer für fünf Impfungen. Ärzte erhalten zu den Vakzinen auch Sets mit Spritzen. Wenn der Impfstoff beim Endverbraucher ankommt, ist er jedoch nicht mehr so kalt wie im Lager. Zwischen plus zwei und acht Grad Celsius soll er dann haben.

Bundesheer liefert nach Salzburg

Die erste Lieferung ist für die am morgigen Sonntag startenden Impfungen gedacht, wobei in Wien und Niederösterreich Herba Chemosan selbst ausliefert. Die Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Steiermark und möglicherweise auch Kärnten werden vom Bundesheer versorgt, wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erläuterte.

Statt Hubschrauber kommen aus Kostengründen Fahrzeuge zum Einsatz. Laut Windischbauer ist jedenfalls die Zuteilung von 4.000 Dosen bereits genau fixiert. Wien wird 2.000 erhalten, wie Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) ausführte.

Noch 900.000 Dosen im ersten Quartal

Der Geschäftsführer von Pfizer-Österreich, Robin Rumler, skizzierte beim Besuch der Politik am Stefanitag noch einmal den Weg bis zur Zulassung des Wirkstoffes und versicherte, dass kein Grund für Skepsis bestehe. Die parallel durchgeführten Studien seien aufwendig gewesen. Es habe sich gezeigt, dass die Impfung zu 97 Prozent vor der Erkrankung schütze. Im ersten Quartal würden noch 900.000 Dosen nach Österreich gebracht werden. Insgesamt sollen es in den kommenden Monaten 3,5 Millionen sein, sagte Rumler.

"Es ist heute ein geschichtsträchtiger Tag", freute sich Verteidigungsministerin Tanner. Heute und morgen, Sonntag, werde Geschichte geschrieben. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach von einem "schönen Weihnachtsgeschenk" und versprach, sich - sobald ihre Zielgruppe an die Reihe komme - impfen zu lassen.

Impf-Auftakt am Sonntag 

Zunächst wird der Impfstoff aber vor allem an Pflegeheime und zu Gesundheitseinrichtungen geliefert. Den Auftakt macht am Sonntag die MedUni Wien, wo um 9.00 Uhr fünf Risikopatienten über 80 Jahre geimpft werden. Die Covid-Station in der Klinik Favoriten wird in Wien dann in den Mittagsstunden die nächste Station sein. Laut Bürgermeister Ludwig wird Christoph Wenisch, der Leiter der Infektionsabteilung, dort als erster das Mittel verabreicht bekommen.

Politik zuversichtlich

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) appellierte unterdessen einmal mehr, die Impfung in Anspruch zu nehmen. Es müsse zwar jeder für sich entscheiden, er wolle sich aber ganz bestimmt impfen lassen, sagte er im Interview mit dem ORF. Hier werden auch die Statistiken helfen, zeigte sich der Kanzler überzeugt. Denn gerade ältere Menschen könnten sich "ganz genau anschauen", wie hoch die Gefahr im Fall einer Ansteckung sei, ins Spital oder gar auf eine Intensivstation zu kommen.

Auch die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner sieht nach den vergangenen Monaten, die "für alle sehr herausfordernd waren" die Impfungen als "große Chance, uns das normale Leben zurückzuholen". Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto besser werde das gelingen, sagt die SPÖ-Chefin in einem Video auf ihrer Facebook-Seite.

(Quelle: APA)

Salzburg startet Corona-Impfungen in Seniorenheim

symb_impfstoff symb_coronaimpfung APA/KEYSTONE/URS FLUEELER
Der Impfstoff von Pfizer Biontech. (SYMBOLBILD)

Die ersten 80 Dosen des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer werden nach den Weihnachtsfeiertagen in Salzburg eintreffen und auch am selben Tag an besonders durch Covid-19 gefährdete Personen verabreicht.

"Ich bin froh, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus so rasch auf den Markt gekommen ist. Das war nur möglich, weil weltweit enorme forscherische, finanzielle und personelle Ressourcen dafür aufgewendet wurden. Bis zur Zulassung hat der Impfstoff alle erforderlichen wissenschaftlichen Entwicklungsstufen zur Prüfung der Sicherheit und Wirksamkeit durchlaufen“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Erste Corona-Impfung in Landeshauptstadt

Am 27. Dezember treffen die ersten 80 Dosen des neuen Impfstoffes in Salzburg ein. Die erste Impfung im Bundesland wird in einem Seniorenwohnhaus in der Stadt Salzburg verabreicht. „Dank der intensiven Vorbereitungsarbeiten kann am Sonntag auch in Salzburg mit den Impfungen begonnen werden“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Größere Mengen werden im Jänner geliefert

Weitere größere Mengen des Impfstoffes folgen im Jänner, dann werden Bewohner weiterer Seniorenwohnhäuser damit versorgt. Auch die zweite Teilimpfung für jene, die am kommenden Sonntag die ersten im Bundesland sein werden, erfolgt mit der ersten größeren Lieferung.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Vorbereitungen mit allen wesentlich Beteiligten für die Impfungen sowie die Informationsarbeit sind derzeit intensiv am Laufen. „Ich hoffe, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten möglichst viele Menschen impfen lassen“, appelliert Christian Stöckl und ergänzt: „Nur so können wir diese Pandemie überwinden und unser gewohntes Leben wieder Schritt für Schritt zurückgewinnen.“

Erste Corona-Impfdosen in Österreich angekommen

Gestartet sind die Covid-Impfdosen im belgischen Puurs. Von dort an kam die Lieferung über Deutschland heute Nacht am Grenzübergang Suben (Oberösterreich) an. Der Impfstoff wird nun an die Bundesländer verteilt und soll am Sonntagvormittag in Salzburg ankommen.

Der erste Transport mit dem Impfstoff gegen das Coronavirus des Herstellers Biontech/Pfizer hat laut Innenministerium in der Nacht auf Samstag die österreichische Grenze passiert. Vom Grenzübergang Suben wurde der Transport von Einheiten der Landesverkehrsabteilungen Wien und Oberösterreich übernommen, berichtet die APA.

 

Erste Corona-Impfdosen in Österreich

Mehrere Polizeistreifen übernahmen ab der Staatsgrenze den Begleitschutz der heiklen Fracht, die direkt in ein Auslieferungslager nach Wien gebracht wurde und heute Morgen gegen 5.35 Uhr gut angekommen ist. Von dem Zwischenlager in Simmering aus werden die Impfdosen gegen SARS-CoV-2 an die Bundesländer verteilt. 

Erste Impfungen ab Sonntag

Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) können pro Bundesland bis zu 975 Dosen abgerufen werden. Die ersten Impfungen werden bereits am Sonntag verabreicht. In Wien etwa haben sich fünf Freiwillige gemeldet - alles Risikopatienten über 80 Jahre -, die die ersten von zwei Dosen erhalten. Auch in Ober- und Niederösterreich, Steiermark, Salzburg, Vorarlberg und Tirol wird bereits am Sonntag - zumeist in Alters- und Pflegeheimen - immunisiert.

Politiker besuchen Lager

In Wien wurde die Lieferung auch von Polit-Prominenz empfangen: Um 12Uhr nahmen Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), und der Bürgermeister von Wien, Michael Ludwig (SPÖ), die erste Lieferung von 9.750 Impfdosen des Corona-Impfstoffes bei einem Pharmagroßhändler in Wien in Empfang. Im Anschluss werden die Vakzine umverpackt und unter anderem vom österreichischen Bundesheer ausgeliefert.

Lieferung soll am Sonntag in Salzburg ankommen

Heute Nacht werden die Impfdosen durch Kräfte des zentralen Transportmanagements des Bundesheeres zu Pflege-, Wohn- und Seniorenheimen in der Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg geliefert; die Ankunft und Übernahme durch das medizinische Personal der Heime ist für Sonntagvormittag vorgesehen.

Nachschub ab 28. Dezember

Für den weiteren Transport der Impfstoff-Dosen in die Bundesländer seien diese laut Innenministerium selbst zuständig. Ab Montag werden weitere Lieferungen in Österreich erwartet, eine größere am Silvestertag

Aufgerufen am 07.03.2021 um 11:07 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-impfstoff-wird-in-ultrafreezer-gelagert-97510057

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