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An einem Wochenende

Corona-Massentests für Bevölkerung

Anschober will mit PCR-Test überprüfen

20201116_PD1320.HR.jpg APA/GEORG HOCHMUTH
Positive Ergebnisse der Massentests will Gesundheitsminister Anschober mit einem PCR-Test überprüfen.

Die geplanten Corona-Massentests in Österreich werden neben jenen für Lehrer auch für die Gesamtbevölkerung an einem Wochenende stattfinden. Davon geht Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) aus. Zudem kündigte er für Antigen-Schnelltests mit positivem Ergebnis zur Sicherheit Nachtestungen mit der eindeutigen PCR-Methode an. In Südtirol nahmen von Freitag bis Samstagmittag bisher mehr als 160.000 Menschen an einem Massentest teil, der noch bis Sonntag läuft.

Österreichweit gab es unterdessen 6.611 Neuinfektionen und 104 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Die Belegung in den Krankenhäusern ging leicht um 32 Covid-19-Erkrankte auf 4.597 Patienten zurück, darunter gab es jedoch ein Plus von zehn Intensivpatienten auf insgesamt 697 Betroffene. 76.883 Personen galten am Samstag als aktive Fälle, 239 mehr als am Freitag. Bisher gab es in Österreich insgesamt 241.962 positive Testergebnisse. 162.751 Betroffene sind seither wieder genesen. 2.328 Personen starben an den Folgen des Coronavirus.

Anschober sieht Unsicherheit bei Antigen-Tests

Bei den ab 5. Dezember geplanten Massentests auf das Coronavirus in Österreich sieht Anschober die Unsicherheit von Antigen-Tests als "eines der zentralen Probleme". Das sagte er im Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" (Samstagsausgabe). "Daher werden wir bei positiven Ergebnissen nachtesten", versicherte der Minister. Wie bei den Tests von bis zu 200.000 Lehrern am 5./6. Dezember soll sich in weiterer Folge auch die Gesamtbevölkerung an einem Wochenende testen lassen können. "Es scheint mir bisher das Beste zu sein, also: geblockt an einem Wochenende mit vielen Testmöglichkeiten und einer starken Digitalisierung bei der Umsetzung, um Wartezeiten zu vermeiden", sagte Anschober.

FPÖ fordert "Garantieerklärung" von Regierung

Die FPÖ forderte unterdessen eine "Garantieerklärung" von der Regierung, "dass eine Verweigerung des freiwilligen Antigen-Tests zu keinen wie auch immer gearteten negativen Folgen für die betroffenen Bediensteten haben wird - das muss dann aber auch bei den Massentests der gesamten Bevölkerung gelten", betonte FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung. Es dürfe "zu keinen zusätzlichen Einschränkungen der Grund- und Freiheitsrechte kommen".

Massentests in Südtirol

Bei der Aktion "Südtirol testet" sind noch bis Sonntag insgesamt rund 350.000 Menschen aufgerufen, sich testen zu lassen. Nach ersten Zwischenergebnissen von Samstagvormittag wurden 1,3 Prozent positiv getestet, teilte der Südtiroler Sanitätsbetrieb mit. Es kam jedoch bei rund zehn Prozent aller Teilnehmer zu Verzögerungen bei der Übermittlung der Ergebnisse. Dies sei geschehen, "weil entweder die E-Mail-Adresse oder die angegebene Telefonnummer nicht korrekt oder gar nicht angegeben war", hieß es. Die betroffenen Bürger würden nun entweder per E-Mail oder SMS über die weitere Vorgangsweise verständigt, "je nachdem, welche Angabe korrekt vorhanden ist".

Zu kurzfristigen Massentests kam es in China nach vereinzelten neuen Infektionen in der nördlichen Stadt Tianjin. Hier wurden laut der deutschen Nachrichtenagentur dpa eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren. Seit dem Sommer hat China das Virus mit strengen Maßnahmen, Massentests, Quarantäne, Kontaktverfolgung und strikten Einreisebeschränkungen weitgehend unter Kontrolle gebracht.

(Quelle: APA)

1.572 positive Tests in Südtirol

SB, Coronavirus APA/dpa/Christophe Gateau
(SYMBOLBILD)

Die Corona-Massenstests in Südtirol haben bis zum frühen Freitagabend, dem ersten Durchführungstag, eine rege Teilnahme verzeichnet. Laut Angaben des Landes wurden 103.580 Personen getestet, 1.572 davon waren positiv. Dies entsprach 1,5 Prozent. 29,7 Prozent der insgesamt rund 350.000 für die Tests vorgesehenen Personen in Südtirol nahmen bisher an der Aktion "Südtirol testet" teil.

Die Bevölkerung in der autonomen Provinz kann sich noch das gesamte Wochenende über testen lassen. Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden, auch wenn es mancherorts "Anlaufschwierigkeiten" gegeben habe, wie es hieß.

Südtirol: Massentests sollen Einschränkungen vermeiden

Mit den auf freiwilliger Basis beruhenden Massentests will das Land die Infektionsketten brechen, das Coronavirus eindämmen und monatelange Einschränkungen vermeiden. Wer positiv getestet wird, muss sich in häusliche Quarantäne begeben. Die Isolation endet automatisch nach zehn Tagen, sollten keine Krankheitssymptome auftreten. Die Massentests sind die ersten dieser Art in Italien.

Aufgerufen am 28.11.2020 um 04:28 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-massentests-fuer-gesamtbevoelkerung-95946781

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