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Umfrage

Mehrheit würde Corona-Tests für Lokalbesuch machen

Österreicher für Gastro-Öffnung im März

Bereitschaft zum Testen und Impfen steigt in Österreich

Die Bereitschaft zum Testen und Impfen in Österreich steigt.

Sechs von zehn Österreichern würden einen Corona-Test machen, wenn sie dadurch wieder ins Wirtshaus dürfen. Mehr als 90 Prozent würden dafür Hände desinfizieren, Abstand halten oder eine Beschränkung auf die Ausschank im Freien in Kauf nehmen, zeigt eine Umfrage von TQS Research & Consulting vom Freitag (26.2.).

70 Prozent würden eine Registrierung akzeptieren und 67 Prozent eine FFP2-Maske tragen, 51 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind für die Öffnung der Gastronomie Mitte März, weitere 37 Prozent wollen das von den Infektionszahlen abhängig machen. Nur 12 Prozent sind aktuell dagegen, zeigt die Befragung von 1.000 internetaffinen Menschen. "Der Druck, die Gastronomie aufzusperren, ist groß", sagt Dieter Scharitzer, WU-Professor am Institut für Marketing-Management, zur Umfrage seines Instituts.

 

Scharinger hat die Umfrage in ähnlicher Form zum vierten Mal seit Ausbruch der Corona-Krise durchgeführt. Wie auch andere Erhebungen zeigt die Umfragenserie eine steigende Impfbereitschaft. 60 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sind derzeit bereit, sich impfen zu lassen. Zwei Drittel der Befragten glauben, dass durch eine Impfung die Corona-Pandemie erfolgreich zu bekämpfen ist. Die grüne Impfkarte halten 45 Prozent für eine gute Maßnahme, wenn es für alle einen Impfstoff gibt. 50 Prozent lehnen sie ab, da dies einer Impfpflicht gleichkomme.

Vertrauen in Regierung eingebrochen

Ziemlich dramatisch ist zuletzt das Vertrauen in das Corona-Management der Regierung eingebrochen. Während im November noch 58 Prozent und im Jänner 57 Prozent der Regierung vertrauten, waren es Ende Februar nur mehr 40 Prozent. Scharitzer verweist allerdings darauf, dass auch andere politische Entwicklungen wie die Ermittlungen gegen Finanzminister Gernot Blümel und Ex-Justizminister Brandstätter (beide ÖVP) mitgewirkt haben könnten. Die Umfrage zeigt aber, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Österreicher (52 Prozent) meinen, die Bundesregierung habe im Corona-Management versagt.

 

Die Menschen würden nach dem langen Lockdown eine Perspektive suchen, so Scharitzer, ganz allgemein sei die Stimmung deutlich schlechter als noch vor Weihnachten. Jetzt sehen nur mehr 59 Prozent ihre eigene Zukunft positiv, im Oktober waren es noch 73 Prozent, im November 68 Prozent. Der Anteil der Menschen, die davon ausgehen, dass die Pandemie negative Folgen für die Gesellschaft haben wird, ist von 34 Prozent im April 2020 über 63 Prozent im November auf nunmehr 81 Prozent gestiegen. Viele realisieren erst jetzt, dass die Pandemie nicht so schnell vorbeigeht, sagt Scharitzer.

Corona-Krise führt zu "seltsamen Stimmung"

Die lange Zeit mit hohen Infektionszahlen wirkt sich zwar in der Betroffenheit, nicht aber in der subjektiven Risikowahrnehmung der Österreicher aus. Denn inzwischen haben zwar 57 Prozent im Bekanntenkreis jemanden mit einem positiven Test (im April waren dies noch 18 %; im Oktober 29 %, im November 49 %). Aber nur mehr 26 Prozent schätzen ihr eigenes Infektionsrisiko als hoch ein, im Herbst des Vorjahres glaubten dies noch 34 bis 38 Prozent.

 

Zwar gaben 88 Prozent der Befragten an, sie würden sich an die Maßnahmen halten, angesichts der anderen Antworten geht Scharitzer aber davon aus, dass dies eher eine "sozial erwünschte" Antwort ist, als die Realität abzubilden. "Die Bereitschaft, sich den Maßnahmen zu unterwerfen, sinkt schon deutlich", vermerkt Scharitzer. Man dürfe auch nicht übersehen, dass inzwischen 41 Prozent weniger Geld in der Tasche haben. Vor Weihnachten sei es noch einfacher gewesen, ins Neue Jahr seien viele mit einer Hoffnung gestartet, die sich nicht erfüllt habe. Insgesamt herrsche eine "seltsame Stimmung".

(Quelle: APA)

Gastro-Öffnung Mitte März unwahrscheinlich

Die nächste Corona-Runde steht bevor
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (G) im Rahmen von Beratungen der Bundesregierung mit Experten und den Oppositionsparteien zur aktuellen Lage der Coronavirus-Pandemie am Montag, 15. Februar 2021, in Wien.

Bevor sich die Bundesregierung morgen mit Experten und den Landeshauptleuten über mögliche Öffnungsschritte bespricht, sind keine Tendenzen über Lockdown-Lockerungen zu erkennen.

Die Regierung legt sich auch am Tag vor den nächsten Corona-Gipfelgesprächen nicht fest, ob es im März zu weiteren Lockerungen kommt. Die Wahrscheinlichkeit ist dem Vernehmen nach angesichts der unverändert hohen Infektionszahlen gering, dass größere Öffnungsschritte gesetzt werden. Allenfalls im Bereich des Jugendsports könnten mehr Möglichkeiten geschaffen werden. Für die Gastronomie dürfte es eine zeitliche Perspektive geben.

Sonntag-Hoch drückt Hoffnungen auf Lockerungen

Am Sonntag wurde die Marke von 2.000 Neu-Infektionen überschritten. Das ist zum ersten Mal im heurigen Jahr am letzten Wochentag, der wegen der geringeren Zahl an ausgewerteten Tests immer vergleichsweise niedrige Werte zeigt, geschehen. Im Vergleich zum Sonntag vor drei Wochen, also dem Tag vor der Lockdown-Lockerung ist der Wert um rund 800 Fälle gestiegen. Einziger Lichtblick: in den Spitälern ist die Lage unverändert stabil.

Wirtschaft pocht auf Gastro-Öffnung

Darauf wird dann auch gerne bei den Befürwortern von Öffnungsschritten in der Gastronomie sowie im Kultur- und Freizeit-Bereich verwiesen. Die Wirtschaftskammer pochte auch am Sonntag auf entsprechende Weichenstellungen für Mitte März mit entsprechenden Test-Angeboten. Ähnlich äußerten sich zuletzt die Landeshauptleute Nieder- (Johanna Mikl-Leitner) und Oberösterreichs (Thomas Stelzer/beide ÖVP). Die Wiener SPÖ rückte mit ihrem Spitzenpersonal aus, um für Öffnungen der Schanigärten in zwei Wochen zu werben. Der burgenländische SPÖ tritt ebenfalls vehement für Lockerungen und gegen Lockdowns auf.

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Wie derzeit aus Regierungskreisen zu hören ist, könnte der Wirtshaus-Besuch aber doch noch eine Zeit auf das Abholen von Speis und Trank beschränkt sein. Die allermeisten Virologen und Infektiologen sprachen sich in den vergangenen Tagen gegen eine voreilige Öffnung aus und die Koalition scheint dem Druck der Wirtschaft nicht nachgeben zu wollen. Immerhin eine Perspektive dürfte in Aussicht gestellt werden. Neues Zieldatum könnte Ostern und damit Ende März sein.

Lockerungen im Sportbereich

Schneller gehen könnten Lockerungen in anderen Bereichen, etwa beim Vereinssport für Jugendliche. Sportminister Werner Kogler (Grüne) zeigte zuletzt Sympathien dafür, Schüler zum Training zuzulassen, da die Kinder ja im Unterricht ein bis zwei Mal pro Woche getestet werden. Freilich hat just die Gruppe der 15-24-Jährigen derzeit die höchste Fall-Inzidenz.

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Ganz fix dürften die Pläne der Regierung diesmal tatsächlich noch nicht sein. In einer Stellungnahme am Sonntag hieß es, dass die Öffnungsschritte vom 8. Februar mit den damit verbundenen Tests bisher noch keinen massiv ansteigenden Trend in der Entwicklung der Neuinfektionen zeigten. Allerdings seien die Zunahmen der vergangenen Tage mit aller notwendigen Aufmerksamkeit genau zu analysieren und in den Beratungen über weitere Schritte jedenfalls zu berücksichtigen. Man wolle die jetzige stabile Situation nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Damit ließ man sich alle Optionen für den Montag offen.

Experten beraten am Montag

Die Fachleute, die da am Vormittag ins Kanzleramt geladen sind, kennt man bereits. Das geht von der Virologin Dorothee von Laer über die Epidemiologin Eva Schernhammer, den Vizerektor der Med Uni Wien Oswald Wagner bis zu Herwig Ostermann von der Gesundheit Österreich GmbH. Sie werden auch bei den Beratungen mit der Opposition sowie mit den Landeshauptleuten dabei sei. Im Anschluss daran ist für den Nachmittag ein Pressegespräch avisiert.

Aufgerufen am 18.10.2021 um 03:31 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-tests-fuer-lokalbesuch-sechs-von-zehn-wuerden-es-machen-100452028

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