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Tag der Pflege

Corona verdeutlicht Stellenwert des Pflegesystems

Anschober verspricht Weiterentwicklung

Pflege, SB APA/HELMUT FOHRINGER
Bis in zehn Jahren werden in Österreich zusätzlich 76.000 Pflege- und Betreuungspersonen benötigt. (SYMBOLBILD)

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat anlässlich des morgigen "Internationalen Tags der Pflege" eine Weiterentwicklung des österreichischen Pflegesystems versprochen. Das sei ein zentrales Anliegen der Bundesregierung und "dieses werden wir mit aller Kraft verfolgen," sagte Anschober in einer Aussendung am Montag.

"Die Coronakrise zeigt uns mehr denn je, welchen Stellenwert die Gesundheits-, Pflege-, und Betreuungsberufe für das Funktionieren unseres Gesundheits- und Sozialsystems haben. Es wird uns tagtäglich gezeigt, wie unverzichtbar die Arbeit der professionell Pflegenden ist und welche Herausforderungen in diesem Bereich noch auf uns zu kommen", so Anschober.

Bedarf in der Pflege wird laufend höher

Aktuellen Prognosen zufolge werden bis 2030 in Österreich zusätzlich 76.000 Pflege- und Betreuungspersonen benötigt. Um dem künftigen Bedarf im Pflegebereich gerecht werden zu können, seien verschiedenste Maßnahmen auf den Ebenen der Personalanwerbung, der Personalbindung und der Effizienzverbesserung notwendig. Anschober verwies auf die bereits geplante Ausbildungsoffensive und andere Punkte im Regierungsprogramm.

Ressoucen stärken, Finanzierung sicherstellen

Zu Wort meldete sich am "Tag der Pflege" auch die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber, die als Lehre aus der Coronakrise eine dauerhafte Stärkung und Ausstattung des Gesundheits- und Pflegebereichs mit den nötigen Ressourcen forderte. "Die Corona-Pandemie hat drastisch vor Augen geführt, wie wichtig die Gesundheits- und Pflegeberufe für die Gesellschaft sind und auch, wie rasch Systeme an ihr Grenzen stoßen, wenn nicht ausreichend Ressourcen vorhanden sind", so Teiber.

"Wir müssen jetzt rasch die Weichen für eine dauerhafte Finanzierung stellen und diese Frage nicht vertagen." Die Einnahmenausfälle der Gesundheitskasse aufgrund der Krise müssten ein Weckruf sein. "Wir brauchen jetzt einen essenziellen Beitrag über eine Besteuerung der großen Vermögen und Millionenerben, um eine hochwertige Versorgung der Bevölkerung sowie eine bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten sicher zu stellen", so Teiber. "An einer kräftigen Beteiligung der Vermögensbesitzer und Millionenerben wird kein Weg vorbeiführen."

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 16.07.2020 um 01:33 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/coronakrise-verdeutlicht-stellenwert-des-pflegesystems-87423091

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