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Was wir bislang wissen

Entscheidung über weiteren Lockdown naht

Kurz und Co diskutieren über Corona-Maßnahmen

Noch ist völlig unklar, wie das Leben in Österreich nach dem 24. Jänner weitergeht. Im Raum steht angesichts der britischen Coronavirus-Mutation B.1.1.7. eine Verlängerung samt Verschärfung. Auf der anderen Seite wird allerdings auch über erste Öffnungsschritte im Handel spekuliert. Wir haben zusammengetragen, was bislang durchgesickert ist.

Dieses Wochenende will die Regierung entscheiden, wie es mit dem harten Lockdown weitergeht, also welche Öffnungsschritte es ab dem 25. Jänner geben soll. Erst dann wollen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Co über die Ergebnisse ihrer Beratungen – wie gewohnt – in einer Pressekonferenz informieren. Heute finden noch Gespräche mit den Landeshauptleuten und den Sozialpartnern statt.

SB: Sebastian Kurz, Rudolf Anschober APA/HERBERT NEUBAUER
(ARCHIVBILD)

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Lockdown und Coronavirus-Mutation

Details, welche Öffnungsschritte es geben könnte, nannte der Kanzler bis dato nicht. Derzeit habe man in Österreich rund 2.000 Neuansteckungen pro Tag und die Sieben-Tage-Inzidenz betrage rund 150. "Das bedeutet, dass der Lockdown, der Verzicht, die Maßnahmen natürlich ihre Wirkung gezeigt haben", meinte der Kanzler. "Trotzdem muss man sagen, dass die Situation eine höchst volatile ist", betonte Kurz. Er verwies auf zahlreiche Mutationen des Virus, die britische Variante etwa sei deutlich ansteckender und somit eine "massive Herausforderung".

 

Wir fassen hier zusammen, was bislang aus Regierungskreisen durchgesickert ist.

Handel mit FFP2-Masken

Vertreter des Handels fordern eine rasche Öffnung der Geschäfte, doch das dürfte nur behutsam vonstattengehen: Beraten wird, ob und wie erste Öffnungsschritte im Handel gesetzt werden könnten. Eine Überlegung ist – so wie bereits in Bayern geschehen – auf FFP2-Masken zu setzen, die einen besseren Schutz als herkömmliche MNS-Masken bieten. Auch Gesundheitsminister Anschober nannte eine partielle Pflicht zur FFP2-Maske im Kontext mit den Mutationen als "eine Denkvariante". Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer“ drängt auf die Öffnung und sei es "um den Preis von FFP2-Masken". Im Raum steht dazu ergänzend auch eine Nachschärfung der Abstandsregeln.

Was passiert in Schulen und Unis?

Offene Fragen gibt es auch noch rund um die geplante Schulöffnung am 25. Jänner. Bildungsminister Heinz Faßmann kündigte an, dass Klassen in geteilten Schichten unterrichtet werden sollen. Er räumte aber auch ein, dass das die angedachter Öffnung der Schulen bei einem harten Lockdown obsolet wäre.

Nach Berechnungen der APA konnten die Kinder an Volks- und Mittelschulen bzw. AHS-Unterstufen pandemiebedingt seit September nur ein Drittel der Schultage nutzen. Den Rest machte Fernunterricht aus. Bei den Älteren (AHS-Oberstufe, Berufsschule, BMHS) war es mehr als die Hälfte. Seit dem ersten Lockdown im März haben jüngere Schüler sogar 40 und Oberstufen 60 Prozent der Schultage im Distance Learning verbracht. Dem Vernehmen nach werden die Universitäten im Sommersemester weitgehend im Fernunterricht bleiben. Nur bei Lehrveranstaltungen, die nicht digital durchführbar seien, könnte es mitunter Ausnahmen geben.

Düstere Vorzeichen für Gastronomie

Um die Wiedereröffnung der Gastronomie schaut es hingegen eher düster aus, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Falls auch in Österreich der zunächst bis 24. Jänner verordnete Lockdown noch verlängert wird, dann werden die Hotels vermutlich nicht mehr aufsperren. Streitpunkt ist in diesem Zusammenhang vor allem das "Reintesten".

"Derzeit deutet alles darauf hin, dass die Wintersaison abzuschreiben ist", sagte NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn. Für die bevorstehenden Semesterferien (In Salzburg vom 8. bis 13. Februar, Anm.) bräuchten Hotels und deren Zulieferer "mindestens zwei Wochen Vorlauf, um die Mitarbeiter zu organisieren und alle Vorbereitungen zu treffen.

Kultur- und Sport-Stillstand

Keinerlei Informationen sind bisher zu Öffnungsschritten in der Kultur und im Sport durchgesickert. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zeichnete Anfang der Woche keine rosigen Aussichten für den Amateur- und Breitensport. 

Zuletzt wurde bekannt, dass es unter Salzburgs Seilbahnern die Überlegung gebe, am 20. Februar zu schließen, wenn die Grenzen dicht sind und Touristen aus Deutschland und den Niederlanden nicht kommen dürfen. Das wäre gleichbedeutend das Saisonende für die Wintersportgebiete. Im Land Salzburg will dem Vernehmen nach nur das Skigebiet Gaissau-Hintersee offen bleiben

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 27.10.2021 um 09:50 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/coronavirus-lockdown-entscheidung-am-wochenende-98391883

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