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Cybercrime betrifft 85%

So könnt ihr euch schützen

Kriminalität im Internet hat wohl so gut wie jeder Nutzer schon einmal erlebt: Von Spam-Emails bis zu gefährlichen Viren sind viele Übeltäter im Netz unterwegs. Laut einer Umfrage des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) sind es in Österreich 85 Prozent der Bevölkerung. So schützt ihr euch und euer Smartphone vor Internet-Gefahren.

Während die Gesamtkriminalität in Österreich laut Bundeskriminalamt (BKA) zurückgeht, steigt die Cyberkriminalität an. 2017 wurden 16.804 Fälle angezeigt. Ein Plus von 28,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Grafik, Cyberkriminalität APA

Cyberkriminalität: Nur jeder Vierte erstattet Anzeige

Die Befragung des KFV unter 1.000 Personen in Österreich hat ergeben, dass 85 Prozent schon einmal von Viren, Trojanern oder Ähnlichem betroffen waren. Das teilt das Kuratorium am Freitag in einer Aussendung mit. „Viren, Trojaner sowie Phishing- und Spam-Mails werden längst als gewöhnliches Übel wahrgenommen, das von den Betroffenen in den meisten Fälle hingenommen wird, ohne Anzeige zu erstatten“, erklärt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV. „Die Erhebung zeigt, dass nur jeder Vierte nach einem Vorfall im Zusammenhang mit Internetkriminalität Anzeige erstattet.“

 

Die häufigste Folge von kriminellen Delikten im Internet ist emotionale Betroffenheit. Frauen seien dabei häufiger von psychischen Belastungen betroffen, während Männer tendenziell eher unter finanziellen Schäden leiden.

Angriffe in sozialen Medien

Die Einstellung gegenüber sozialen Medien ist in der österreichischen Bevölkerung sehr geteilt. Die unter 30-Jährigen sind diesen gegenüber weniger kritisch eingestellt als ältere Personen. Das spiegelt sich allerdings auch in Form der Betroffenheit wider: Personen unter 30 Jahre sind gemäß der Befragung häufiger von Delikten im Zusammenhang mit sozialen Medien betroffen. Mehr als jeder Zehnte der unter 30-Jährigen wurde bereits über soziale Medien angegriffen – etwa in Form von Mobbing oder Identitätsdiebstahl.

Jüngere Personen – insbesondere Männer – seien in Bezug auf Internetkriminalität verglichen mit Personen ab 50 Jahren eher sorglos, berichtet das KFV. Personen ab 50 Jahren wissen dagegen über etliche Bedrohungen sehr gut Bescheid und sind insgesamt eher vorsichtig bzw. achten auf den Schutz ihrer Privatsphäre.

Smartphone ist Zugang zum Internet

Mit einer Nutzungshäufigkeit von 81 Prozent ist das Smartphone das Gerät, das am häufigsten zum Surfen im Internet verwendet wird. Damit wird das Thema Internetkriminalität vor allem ein Thema der Smartphone-Sicherheit.

Tipps gegen Cyberkriminalität


Schutz des Smartphones

  • Öffentliche WLAN-Netzwerke können ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen. Die automatische Verbindung zu WLAN-Verbindungen sollte in den Einstellungen des Smartphones deaktiviert werden.
  • Die Liste der WLAN-Netzwerke, zu denen automatisch eine Verbindung hergestellt wird, regelmäßig ausmisten.
  • Keine Apps von Anbietern außerhalb des Play- bzw. App-Stores installieren.
  • Rezensionen zu Apps vor dem Download aufmerksam lesen. Hier wird häufig schon auf Spam bzw. dubiose Zugriffsrechte verwiesen.
  • In den Einstellungen des Smartphones die jeweiligen App-Berechtigungen überprüfen und gegebenenfalls die Zugriffsrechte einschränken bzw. die betreffende App deinstallieren.
  • Online Banking nicht über den Browser am Smartphone, sondern über die offizielle App der jeweiligen Bank durchführen.
  • Kontodaten, Passwörter und andere sensible Informationen niemals am Smartphone oder in Cloud-Apps (Onedrive, Key Notes, Google Drive, Dropbox) abspeichern.

Schutz vor Internetkriminalität

  • Mit Verlinkungen sorgsam umgehen, da diese auf riskante Inhalte weiterleiten können.
  • Den Browser sorgfältig wählen.
  • Für jedes Konto bzw. jede Anwendung ein eigenes Passwort wählen. Um trotzdem einen Überblick über die eigenen Passwörter zu bewahren, ist die Nutzung eines Passwort-Managers zu empfehlen.
  • Sichere Passwörter – im Idealfall mit Sonderzeichen – nutzen. Zu empfehlen ist die Verwendung des jeweils ersten Buchstabens jedes Wortes eines Satzes. Der Satz: „85% der Österreicher haben bereits einen Cyberangriff erlebt“, ergibt das Passwort: 85%dÖhbeCe.
  • Vorsicht in der Öffentlichkeit: „Shoulder Surfing“ kommt immer wieder vor. Zur Sicherheit das Smartphone bzw. das Notebook gut vor fremden Blicken schützen.

Aufgerufen am 20.05.2019 um 02:20 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/cyberkriminalitaet-betrifft-85-prozent-der-oesterreicher-68688241

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