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Wogen gehen hoch

Demo mit 50.000: Gastronomie fordert Lockerungen

"Es wird mit zweierlei Maß gemessen"

Gastgarten, Gastronomie, SB APA/GEORG HOCHMUTH
Die Gastronomie braucht derzeit jeden einzelnen Gast.

Die Anti-Rassismus-Demo am vergangenen Donnerstag, an der in Wien 50.000 Menschen teilgenommen haben, lässt in der Gastronomie die Wogen hochgehen. "Wir hatten danach unfassbar viele Beschwerdeanrufe von Betrieben, die das als bodenlose Frechheit empfunden haben", sagte der Obmann des WKÖ-Fachverbandes Gastronomie, Mario Pulker, am Montag zur APA.

Während Gastronomen keine Reservierungen für mehrere Leute annehmen dürften, würden auf der anderen Seite 50.000 Menschen demonstrieren, wobei Mindestabstand und Maskenpflicht teils nicht eingehalten worden seien. Das sei der Knackpunkt gewesen. "Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", so Pulker. Die Gastronomie fordert daher sofortige Lockerungen vor dem kommenden verlängerten Wochenende und dem Vatertag am Sonntag.

Mehr Lockerungen für Gastro erst ab 15. Juni

In der Tagesgastronomie klage man über viele Anfragen von fünf bis sechs Personen pro Tisch für das Vatertagswochenende, die nach geltendem Recht nicht angenommen werden dürfen und somit auch nicht reserviert werden. In der Nachtgastronomie zähle jede Stunde, um drohende Insolvenzen in der Branche abzuwenden, so der Sprecher der Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, laut einer Aussendung.

Weitere Lockerungen für die Gastronomie sind aber erst mit 15. Juni vorgesehen. Die Sperrstunde wird dann von 23 Uhr auf 1.00 Uhr verlängert, die Regel von maximal vier erwachsenen Personen an einem Tisch fällt. "Zwei Maßnahmen, die für die heimische Gastronomie um 96 Stunden zu spät kommen, denn am Montag 15. Juni sind das verlängerte Wochenende und der Vatertag bereits vorüber", sagte Ratzenberger

(Quelle: APA)

Tausende bei Anti-Rassismus-Demo in Salzburg

Riesenandrang bei der Anti-Rassismus-Demo in der Stadt Salzburg: Unzählige, vor allem junge Menschen, nahmen an den mittlerweile weltweiten Massenprotesten gegen Polizeigewalt und Rassismus teil. 4.000 Menschen meldet die Polizei aus Salzburg, laut Veranstaltern waren es sogar 7.000.

Die Demonstration begann um 17 Uhr am Mirabellplatz in der Stadt Salzburg. Die Route führte den Protestzug über die Schwarzstraße zum Makartplatz, ehe sie gegen 19.30 Uhr am Alten Markt mit einer Kundgebung endete. Die Organisatoren hatten hunderte Menschen erwartet, die Anzahl wurde deutlich übertroffen.

Wie die Polizei am Abend mitteilte, wurde die geplante Strecke aufgrund der Größe der Teilnehmeranzahl in Absprache mit dem Veranstalter, geändert und statt der Route durch die Innenstadt der Rudolfskai begangen. "Die Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und den Ordner funktionierte außerordentlich gut und sehr engagiert", beschreibt die Polizei den Einsatz. Es gab keine Vorfällen, nahezu alle Teilnehmer verfügten über eine Mundnasenschutz-Maske. Der Müll wurde von den Ordnern in mitgebrachten Müllsäcken weggeräumt.

Demo in Salzburg in Gedenken an George Floyd

Wie die Organisatoren vorab gegenüber SALZBURG24 angaben, wollten die Teilnehmer dem getöteten Schwarzen George Floyd gedenken und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, die gleichen Chancen im Leben bekommen.

#BlackLivesMatter: 50.000 bei Demo in Wien

Bei einer Anti-Rassismus-Demo am Donnerstag in Wien nahmen rund 50.000 Menschen teil. Erwartet wurden lediglich 10.000.

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