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Deutlich weniger Lawinentote im Winter 2013/14

Heuer kamen bisher 11 Menschen ums Leben Salzburg24
Heuer kamen bisher 11 Menschen ums Leben

Einen deutlichen Rückgang an Lawinentoten hat es in der Wintersaison 2013/14 in Österreichs Bergen gegeben. Waren im vergangenen Jahr noch 20 Lawinentote zu verzeichnen, kamen heuer bisher elf Menschen ums Leben. Grund dafür sei der günstige Schneedeckenaufbau, erklärte Karl Gabl, Präsident des Kuratoriums für Alpine Sicherheit, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Vor allem der schneearme und warme Winter habe nicht nur zu weniger Lawinentoten, sondern insgesamt zu weniger Alpinunfällen geführt. "Wir hatten heuer rund zehn Prozent weniger Unfälle als im Vorjahr, das liegt auch daran, dass wir heuer einen deutlichen Rückgang an Gästen verzeichneten und deshalb insgesamt weniger Leute unterwegs waren", erläuterte Gabl. So nahmen die Alpinunfälle österreichweit insgesamt von 7.710 (2012/13) auf 6.934 ab.

Relativ konstant seien hingegen die insgesamt tödlich verunglückten Personen im alpinen Raum mit 109 (2012/13: 114) und die Toten auf Skipisten und Skirouten mit 35 (2012/13: 34). "Bei den Todesopfern auf Skipisten haben wir heuer einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Herzinfarkten zu verzeichnen", meinte Gabl. Die Gründe dafür seien bisher unbekannt.

Außerdem gebe es laut Norbert Zobl, Leiter der Alpinpolizei Tirol, eine große Häufung an Unfällen durch mangelnde Planung von Skitouren. Immer wieder habe die Bergrettung in der vergangenen Saison ausrücken müssen, weil die Wintersportler am Gipfel einfach zu erschöpft waren oder sich bei schlechtem Wetter und Nebel verirrt hatten. "Wir hatten heuer viele Fälle, bei denen der Einsatz vermeidbar gewesen wäre, wenn man die Tour im Vorhinein richtig geplant hätte", sagte Zobl.

Die "Helmmoral" bei den Pistenskifahrern sei inzwischen sehr gut, meint Gabl. 91 Prozent der Männer und 97 Prozent der Frauen würden einen Helm tragen. Bei Skitourengehern stelle sich die Situation jedoch anders dar. "Fast keiner der Skitourengeher ist mit einem Helm unterwegs", beklagte Peter Veider, Geschäftsführer der Bergrettung Tirol. Vor allem "ältere Semester" würden sich nicht so leicht überzeugen lassen, fügte er hinzu.

(Quelle: S24)

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