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Deutscher (60) tot aus Lawine in Salzburg geborgen

Ein 60-jährige Freerider aus Deutschland, der seit Sonntag im Bereich der Schwarzwandbahn in Zauchensee im Salzburger Pongau vermisst war, ist am späten Montagvormittag von Bergrettern und Alpinpolizisten tot aus einer Lawine geborgen worden. Der Mann war bereits am Sonntag von den Schneemassen verschüttet worden, sagte Maria Riedler, die Sprecherin der Salzburger Bergrettung, zur APA.

Der Variantenfahrer hatte kein Lawinenverschüttetensuchgerät - landläufig Lawinenpieps genannt - bei sich. Allerdings war in seiner Kleidung ein sogenannter Recco-Reflektor eingebaut, so dass die Bergretter am Vormittag beim Absuchen des Geländes in der sogenannten Gamskogel-Rinne mit ihrem Suchgerät ein Signal empfingen. "Daraufhin haben wir die Suchhunde über das Gebiet gelassen, die ebenfalls einen Fund angezeigt haben", so Riedler. Die Helfer begannen daraufhin mit der Sondierung und fanden schließlich in einer Tiefe von rund 1,80 Metern den vermissten Deutschen.

Da sich der Mann in einer Atemhöhle im Schnee befunden hatte, wurde wie in solchen Fällen üblich mit der Reanimation begonnen. Diese habe der Notarzt aber schon bald abgebrochen und das Opfer für tot erklärt, so die Sprecherin.

Der 60-Jährige war bereits am Sonntag von der Lawine begraben worden. Nach der Alarmierung am Abend habe die Bergrettung dieses Areal gar nicht absuchen können, weil wegen der Steilheit und des vielen Neuschnees die Gefahr zu groß gewesen wäre, sagte Riedler. Heute in der Früh sei - zur Sicherheit für eine darunter befindliche Piste - eine weitere Lawine abgesprengt worden, daraufhin hätten die Helfer das Gelände absuchen können, obwohl es immer noch gefährlich gewesen sei. Im Einsatz standen rund 30 Bergretter, drei Suchhunde und mehrere Alpinpolizisten.

(Quelle: S24)

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