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Tipps gegen Gelsen

Was sie anlockt und wie man sich schützt

Was tun gegen die lästigen Biester? dpa
Gerade an Sommerabenden sind Gelsen lästige Besucher.

Sie sind wieder da – und mit sommerlichen Wetter und vor allem an lauen Abenden kommen noch mehr: Gelsen. Wir sagen euch, was die lästigen Insekten anlockt und wie ihr sie bekämpfen könnt.

Wer kennt es nicht, das Surren am Ohr kurz vor dem Einsschlafen, schlaflose Nächte und wenig später ein fast nicht auszuhaltender Juckreiz. Auch laue Abende im Freien können den Gelsen zum Opfer fallen. Die Gelsen brüten bei Feuchtigkeit und schlüpfen bei Wärme.

Gelsen, Mücken, Grafik APA

Gelsen stehen auf Blutgruppe 0

Die lästigen Biester werden zunächst von unserem Atem angelockt. An ihren Mundwerkzeugen haben sie winzige Sensoren und können so auch jeden geringsten Anstieg an Kohlendioxid in der Luft wahrnehmen. Es ist also die Luft, die wir ausatmen, die die Gelsen zu ihrem nächsten Opfer führt. Den Mythos, dass süßes Blut die Stechmücken anlockt, konnten Wissenschaftler eindeutig widerlegen. Viel mehr sollen die Blutsauger besonders auf Menschen mit der Blutgruppe 0 abfahren.

Gelsen lieben das Licht

Aber auch andere Faktoren, wie Licht ziehen die lästigen Viecher an. So ist es ratsam, das Licht beim abendlichen Lüften in den Wohnräumen abzuschalten und im Garten oder auf der Terrasse gelbes, statt weißes Licht zu verwenden, da Gelsen gelbes Licht nicht wahrnehmen können. Auf dem Balkon Lichtfallen aufzustellen, ist hingegen zwecklos. In einem Versuch in Deutschland wurde auf einem Balkon eine Lichtfalle aufgestellt. In zehn Tagen gingen 3.742 Insekten in die Falle. Davon waren nur 1,4 Prozent Stechmücken, das sind fünf Gelsen pro Tag. Die Insektenvernichtungslampen töten also hauptsächlich andere Insekten wie zum Beispiel Nachtfalter, berichtet etwa "die umweltberatung". Und auch Knoblauch und Alkohol als Gelsen-Abwehrmittel sind reine Mythen.

Ätherischen Öle können helfen

Stattdessen empfehlen sich Gelsen- bzw. Moskitonetze oder ätherische Öle zur Abwehr der Stechmücken. Die ätherischen Öle von Lavendel, Zeder, Nelke, Zitrone, Pfefferminze und Eukalyptus wirken als Abwehrmittel. Sie können dafür im Verhältnis 1:4 mit neutralem Öl, zum Beispiel Sonnenblumenöl, oder mit geruchsneutraler Körperlotion gemischt und sparsam aufgetragen werden. Bei Schwangeren, Säuglingen, Kleinkindern und anderen empfindlichen Personen ist es ratsam, ätherisches Öl nicht direkt auf die Haut geben, sondern einige Tropfen auf ein Tuch zu tröpfeln. Der Nachteil: Ätherische Öle können allergieauslösend oder "reizend" wirken.

Diese Antigelsenmitteln wirken

Bei Antigelsenmitteln, die es in der Drogerie oder Apotheke zu kaufen gibt, kritisiert das Magazin "Konsument", dass jedes zweite weitgehend wirkungslos sei. Nur jedes dritte getestete schütze gut, heißt es. Die wichtigsten Punkte des Testes:

  • Nobite Hautspray wehrt laut "Konsument" Gelbfiebermücken am besten ab.
  • Anti Brumm Forte und Anti Brumm Naturel bieten hier guten Schutz.
  • Anti Brumm Forte, Nobite und Autan Insektenschutz Protection Plus halten nachtaktive Gelsen am besten fern.
  • Fünf Repellents (Autan, beide Anti Brumm-Produkte, Nobite und Ballistol) wehren Malariamücken (Anopheles gambiae) sehr gut ab.
  • Ein weiteres (Care Plus Anti-Insect Natural spray) bietet zwar - wie ausgelobt - Schutz vor Anopheles-Mücken, ist aber gegen tagaktive Gelsen wirkungslos.
  • Anti Brumm Forte und Nobite haben sich im Test gegen alle Gelsenarten am besten bewährt: Beide Mittel enthalten den Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET). Er wirkt zuverlässig gegen Stechmücken, kann aber Augen und Schleimhäute reizen und bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen, warnen die Konsumentenschützer. Der Testsieger Autan Insektenschutz Protection Plus belaste mit dem Wirkstoff Icardidin die Schleimhäute nicht so stark.

Die richtige Kleidung

Hilfreich ist es in jedem Fall auch auf die Kleidung zu achten. Helle, weitere Kleidung schützt besser, da die Gelsen gerne dunkle, eng anliegende Stoffe heimsuchen.

Juckreiz: Nicht kratzen

Und wenn man gestochen wird, sollte man nicht kratzen (leichter gesagt, als getan), sondern ein Mittel in der Apotheke besorgen, das den Juckreiz lindert, rät zum Beispiel die Arbeiterkammer, die ebenfalls mehrere diese Mittel getestet hat. Gegen das Jucken hilft auch Kühlung: Ein feucht-kaltes Tuch, ein Kühlpad, eine Scheibe Zitrone oder eine halbe Zwiebel.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 06.08.2021 um 02:52 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/die-besten-tipps-gegen-gelsen-was-sie-anlockt-und-wie-man-sich-schuetzt-45554149

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