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Grippe-Saison kommt

Corona und Influenza: Doppelinfektion möglich

Covid-19-Maßnahmen sollen bei Bekämpfung helfen

Das Coronavirus hält Österreich weiter in Atem, auch die Influenza-Saison steht wieder ins Haus. Auch eine Doppelinfektion sein möglich, informierte am Mittwoch Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) im Rahmen eines Pressetermins. Gegen die Verbreitung der Influenza würden die bereits bekannten Corona-Maßnahmen wie das Abstand halten helfen.

- Doppelinfektion an Coronavirus und Influenza möglich

- Corona-Maßnahmen helfen gegen Verbreitung der Influenza

- Influenza-Impfung für Kinder künftig gratis

Corona-Maßnahmen gegen Grippewelle

Das Verhalten zur Eindämmung des Coronavirus soll im kommenden Winter auch gegen die Grippesaison helfen. "Die Hygienemaßnahmen, die wir gegen Corona gelernt haben, wirken auch gegen Influenza", sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Das sei ein wichtiges Thema neben der Influenza-Impfung, die mehr in Anspruch genommen werden sollte.

Die Durchimpfungsrate bei Influenza ist "höflich formuliert äußerst gering", sagte Anschober. "Wir schwanken irgendwo zwischen fünf und acht Prozent." Das sei weit unter dem internationalen Schnitt. Wir hätten uns scheinbar an die jährliche Grippesaison gewöhnt und vergessen, dass es etwas dagegen gibt, erläuterte Anschober. "Deshalb werden wir ganz stark auf Information setzten." Dabei sei die Impfung nicht alleiniges Thema, sondern auch Hygiene, Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen.

Genügend Impfstoff vorhanden?

Bei der Influenza-Impfung stellt sich der Beschaffungsprozess als ein Problem dar. Der Rahmen für die Bestellungen sei bereits vor zwölf bis 13 Monaten definiert worden, erläuterte Anschober. Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie hätten sich zahlreiche Länder bemüht, Nachbestellungen zu bekommen. "Das haben wir auch gemacht" und zwar "sehr erfolgreich", befand Anschober. "Wir sind mittlerweile bei 1,1 Millionen Dosen." Das ist ein Drittel bis 40 Prozent plus zur Bestellung für die vergangene Grippesaison. Außerdem wurde die Influenza in das Gratis-Kinderimpfprogramm aufgenommen.

"Ich glaube, keiner kann im Moment eine Antwort auf die Fragen geben: Haben wir genug Impfstoff, wie viele werden sich impfen lassen?", sagte Christa Wirthumer-Hoche, Leiterin der Medizinmarktaufsicht vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). Man werde sich mit den Herstellern, dem Großhandel und Apotheken zusammenschließen, "um sicherzustellen, dass nicht Impfstoff an einer Stelle in Österreich liegt, aber an der anderen Stelle noch gebraucht wird".

Anschober über VfGH-Urteil

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat angesichts des VfGH-Erkenntnisses am Mittwoch eine "bürgerfreundliche Regelung" für die wegen Verletzung der Ausgangsbeschränkungen verhängten Strafen während des Corona-Lockdowns in Aussicht gestellt. Erfreut zeigte er sich in einer Pressekonferenz und einer Aussendung, dass das Covid-19-Maßnahmengesetz bestätigt wurde.

Die Aufhebung seiner Verordnungen - auch jener zur schrittweisen Lockerung im Handel - habe zwar keine unmittelbaren Auswirkungen. Aber man werde sie "sehr wohl umfassend in unserer zukünftigen Arbeit beachten", versicherte er in einer Aussendung. Jedenfalls habe der Verfassungsgerichtshof Betretungsverbote für grundsätzlich zulässig erklärt und es für legitim erkannt, das Recht auf persönliche Freiheit einzuschränken, wenn es wichtigen öffentlichen Interessen dient.

"Froh" sei er aber auch über die "Klarstellungen" zu seiner - vom VfGH aufgehobenen - Verordnung. Denn man könne nicht ausschließen, dass man noch einmal in eine Situation kommt, wo solche Maßnahmen nötig sind, sagte Anschober in der Pressekonferenz. Jetzt werde zusammen mit dem Verfassungsdienst analysiert, welche Auswirkungen das Erkenntnis auf abgeschlossene bzw. laufende Strafverfahren hat. Wie die "möglichst bürgerfreundliche Lösung" zu den Strafen aussehen wird, könne er jetzt noch nicht sagen, betonte Anschober bei der Pressekonferenz.

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(Quelle: APA)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 02:18 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/doppelinfektion-an-influenza-und-covid-19-moeglich-90501172

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