Jetzt Live
Startseite Österreich
Österreich

Earth Hour in 162 Ländern und über 7.000 Städten

Zahlreiche symbolträchtige Bauwerke in Dunkelheit Salzburg24
Zahlreiche symbolträchtige Bauwerke in Dunkelheit

Von Thailand bis Tahiti, vom Vatikan bis Las Vegas und von der Internationalen Raumstation bis in den Sudan - die achte Earth Hour ist am Samstag unter Rekordbeteiligung über die Bühne gegangen. Um ein Zeichen für den Schutz des Planeten zu setzen, schalteten jeweils um 20.30 Uhr Ortszeit Millionen Menschen in über 7.000 Städten in insgesamt 162 Ländern die Lichter aus.

Während der "Stunde der Erde" erlosch die Beleuchtung zahlreicher symbolträchtiger Bauwerke, darunter die Golden Gate Bridge in San Francisco, der Petersdom im Vatikan, der Las Vegas Strip, der Burj Khalifa in Dubai oder der Tokyo Tower in Japan. Auch in Österreich wurden die Wahrzeichen aller Landeshauptstädte verdunkelt.

In Wien versammelten sich mehr als 60 Menschen zu einem Trommelkreis vor dem unbeleuchteten Schloss Schönbrunn. In den Bundesländern wurden Fackelzüge, Kerzenlicht-Abende und andere Events organisiert. "Es war die größte Earth Hour aller Zeiten. Die Licht-Aus-Aktion ist zu einer weltweiten Bewegung gewachsen, die ein globales Bewusstsein für den Klimaschutz geschaffen hat und nun auch konkrete Projekte in aller Welt finanzieren kann", zeigte sich WWF-Earth Hour-Sprecher Franko Petri am Sonntag in einer Aussendung erfreut.

In Österreich blieben in allen Landeshauptstädten die Wahrzeichen für die Earth Hour finster. In Innsbruck das Goldene Dachl und der Stadtturm, in Bregenz der Martinsturm, in St. Pölten das Rathaus, der Rathausplatz und der Karmeliterhof. In Graz waren der Schlossberg mit dem Uhrturm, der Dom, die Herz-Jesu-Kirche, das Rathaus und das Opernhaus nicht zu sehen, in Klagenfurt der Lindwurm und das Rathaus. In Linz hieß es für das Lentos Kunstmuseum "Licht aus", in Eisenstadt für das Schloss Esterhazy sowie die Martinskaserne. In Salzburg verdunkelten sich die Festung Hohensalzburg, die Altstadtkirchen, Denkmäler, Brunnen sowie das Mozart-Denkmal, in Wien das Rathaus, die Fassade von Schloss Schönbrunn mit der Gloriette, das Schloss Belvedere, der Arsenalturm, das Bundeskanzleramt und heuer erstmals auch das Kunsthistorische Museum und das Außenministerium sowie das Hotel Bristol und das Hotel Imperial.

Ihren Anfang hatte die Earth Hour im kleinen pazifischen Inselstaat Samoa genommen, wo es am Samstag nach österreichischer Zeit bereits um 7.30 Uhr dunkel wurde. Ihren Abschluss fand die weltgrößte Klimaschutzaktion 24 Stunden später, als auf Hawaii und Tahiti die Lichter wieder angingen. Von der Internationalen Raumstation ISS sendete der russische Astronaut Mikhail Tyurin eine Grußbotschaft, in der er die Teilnehmer der Earth Hour aufforderte, sich für den Schutz des "fragilen Planeten Erde" einzusetzen.

Auch wenn es sich bei der Earth Hour vor allem um eine symbolische Aktion handelt, werden heuer auch konkrete Umweltschutzprojekte über Crowdfunding finanziert. So möchte der WWF in Australien das bedrohte Great Barrier Reef schützen, in Nepal werden neue Biogasanlagen der lokalen Bevölkerung eine nachhaltige Energieversorgung bieten, während in Indien die Umweltschützer eine Kampagne zur Umweltbildung für 15.000 Kinder gestartet haben. Auf den Galapagosinseln sollen dank einer Earth Hour-Initiative künftig keine Plastiksackerl mehr verwendet werden, die der einzigartigen Natur auf dem Archipel zu schaffen machen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 04.03.2021 um 07:18 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/earth-hour-in-162-laendern-und-ueber-7-000-staedten-45029182

Kommentare

Mehr zum Thema