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Einbruchsserie in Schulen geklärt

Verdächtiger gab 91 Einbrüche zu Salzburg24
Verdächtiger gab 91 Einbrüche zu

Seit vier Jahren beschäftigt die Polizei in mehreren Bundesländern eine Serie von Einbrüchen in Schulen, jetzt scheint diese geklärt: Einige Wochen nach der Festnahme eines Duos ins Kärnten haben die Ermittler einem 22-jährigen Salzburger 91 Einbrüche in Schulgebäude nachgewiesen, die dieser inzwischen auch gestanden hat, sagte der Salzburger Polizei-Sprecher Anton Schentz am Dienstag der APA.

Der junge Mann aus der Stadt Salzburg und ein Gleichaltriger aus dem Flachgau hatten am 7. März in einer Schule in Spittal an der Drau stillen Alarm ausgelöst. Die beiden versuchten zwar noch zu fliehen, die Polizei hatte das Haus aber bereits umstellt und nahm sie fest. Bei der Einvernahme gestanden sie 17 Einbrüche in Kärnten, Salzburg und Oberösterreich. Außerdem stellte sich heraus, dass bei einigen Straftaten auch ein 21-Jähriger aus der Stadt Salzburg beteiligt war. Und dieser gab in der Folge weitere zehn Einbrüche zu.

Die Ermittler gaben sich damit aber noch nicht zufrieden. Anhand von sichergestellter DNA und anderen an den Tatorten zurückgelassenen Spuren - etwa Werkzeug - hielten die Kriminalisten dem 22-Jährigen immer wieder neue Beweise oder Indizien vor, bis dieser letztlich in Summe 91 Einbrüche in Schulgebäude gestand, und zwar in den Bundesländern Salzburg, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und Tirol, wobei der Schwerpunkt in Salzburg lag. "Begonnen hat es am 18. Mai 2010 in einer Schule in Salzburg-Taxham", so Schentz. Die Taten beging er zumeist mit einem der beiden Komplizen.

Die Täter - das räumten sie auch unumwunden ein - hatten es ausschließlich auf Bargeld abgesehen. "Alles andere hat sie nicht interessiert", so der Sprecher. Wie viel sie erbeutet haben, lässt sich seinen Angaben zufolge aber noch nicht sagen. Außerdem plünderten sie noch mindestens neun Imbissstuben und Vereinsheime, die sie mehr oder weniger im "Vorbeigehen mitnahmen".

Der angerichtete Sachschaden dürfte auf jeden Fall sehr hoch sein. Angesichts der großen Zahl an Einbrüchen ist von einem sechsstelligen Betrag auszugehen. Alleine im ersten Halbjahr 2013 bezifferte die Polizei den Schaden mit mindestens 50.000 Euro. So ist etwa nur an einer Schule in St. Margarethen im Lungau ein Schaden von 15.000 Euro entstanden.

Laut Schentz dürfte mit der Festnahme des Trios die Serie von Schuleneinbrüchen, deretwegen die Polizei sogar eine eigene Sonderkommission eingerichtet hatte, weitestgehend aufgeklärt sein. "Wir sind ziemlich durch", meinte er in Bezug auf die Liste der ungeklärten einschlägigen Taten. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft.

(Quelle: S24)

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