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In fünf Wochen

13.000 ELGA-Abmeldungen nach Impfgegner-Aufrufen

Maßnahmen-Genger mit Appell auf Social Media

20151209_PD2933.HR.jpg APA/Robert Jäger/Archiv
Mit einer ELGA-Abmeldung erfolgt keine Abmeldung vom E-Impfpass. (SYMBOLBILD)

13.000 Menschen haben sich in den letzten fünf Wochen nach Aufrufen von Impfgegnern von der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) abgemeldet. Sowohl ELGA-Geschäftsführer Franz Leisch als auch der Co-Vorsitzende des Dachverbandes, Peter Lehner, stellten aber klar, dass mit einer ELGA-Abmeldung keine Abmeldung vom E-Impfpass erfolgt.

Die Zahl der Abmeldungen hat der Dachverband der Sozialversicherungsträger am Dienstag auf Anfrage der APA bekannt gegeben.

Impfgegner-Aufruf auf Social Media

In den vergangenen Wochen ist in verschiedenen Social Media-Gruppen von Impfgegnern zu einem Ausstieg aus der elektronischen Gesundheitsakte aufgerufen worden. Impfskeptiker wollten so offenbar die bevorstehende Impfpflicht umgehen.

13.000 ELGA-Abmeldungen in fünf Wochen

Tatsächlich haben sich nach Daten des Dachverbandes zuletzt rund 13.000 Menschen von ELGA abgemeldet. Am 1. November waren noch 257.000 Abmeldung registriert worden, mit Stand von gestrigem Montag (6.12.) waren es 270.000. Bemerkenswert ist dabei dass diese Zahl immer noch geringer ist als vor einem Jahr. Mit 1. Dezember 2020 war die Zahl der Abmeldungen bei 297.000 gelegen. Im Laufe des Jahres hatten sich aber rund 40.000 Menschen wieder angemeldet - wohl auch wegen der Gratis-Tests in Apotheken, für die die automatische ELGA-Registrierung erforderlich war. Die in Medien genannte Zahl von 40.000 Abmeldung erklärt man im Dachverband damit, dass so viele Formulare herunter geladen worden seien, aber nicht alle davon hätten sich dann auch tatsächlich abgemeldet.

Entemotionalisierung der Diskussion gefordert

Für Lehner ist die Abmeldung "in vielerlei Hinsicht bedenklich und zeigt, wie dringend eine Entemotionalisierung und Versachlichung der Diskussion sowie eine Aufklärung in der Impfthematik nötig ist."

ELGA-Abmeldung keine Abmeldung von Impfpass

Und der Co-Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger stellte in einer Stellungnahme gegenüber der APA klar: "Mit einer ELGA-Abmeldung erfolgt keine Abmeldung vom E-Impfpass. Es gibt kein Opt-Out für den E-Impfpass." Und Leisch führte zudem die sich durch eine Abmeldung ergebenden Nachteile an: "Wenn man sich bei ELGA abmeldet, verliert man die Vorteile zur Patientensicherheit und Komfort. Etwa die telefonische Verschreibungen durch die Ärzte oder dass Mediziner auf Rohbefunde zugreifen können. Den Impfpass behält man aber weiter", betonte der ELGA-Geschäftsführer im ORF.

E-Impfpass essenziell für Pandemiebekämpfung

Lehner betonte auch, dass der E-Impfpass auch ein essenzieller Baustein in der Pandemiebekämpfung sei. "Wir kennen in Echtzeit die Durchimpfungsraten für Altersgruppen und auf Bezirksebene. So können gezielt Zielgruppen angesprochen werden."

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 19.05.2022 um 04:19 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/elga-13-000-abmeldungen-nach-impfgegner-aufrufen-113664625

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