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Landwirtschaft

Elisabeth Köstinger im Porträt

Elisabeth Köstinger, ÖVP APA/ROBERT JÄGER
Köstinger wird wieder Landwirtschaftsministerin.

Politische Treue ist Sebastian Kurz wichtig. Deshalb wundert es wenig, dass mit Elisabeth Köstinger eine der loyalsten Weggefährtinnen auch seinem zweiten Kabinett angehört. Die Umweltagenden ist die bodenständige Kärntnerin los, die Landwirtschaft bleibt der Bauerntochter.

Köstinger war eines der freundlichen Gesichter der türkis-blauen Regierung, meist ein leises Lächeln im Gesicht tragend, mit Polemik sparend. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie auch anders kann. Als die SPÖ via Bundesrat die Ökostrom-Förderung blockierte, waren die damalige Umweltministerin und ihr Umfeld um scharfe Attacken gegen die Sozialdemokraten nicht verlegen.

Köstingers Klimaplan konnte EU nicht überzeugen

Freilich, auch Köstinger selbst war gerne Opfer von Kritik, vor allem was ihre als zu ambitionslos verschriene Klimapolitik anging, was die langjährige Vizepräsidentin des Ökosozialen Forums freilich entschieden zurückwies. Der von ihr verantwortete Klimaplan wusste allerdings tatsächlich auch in der EU nicht zu überzeugen. Symbolik war Köstinger dafür wichtig, gerne rollte die Ministerin am E-Scooter durch die Wiener Innenstadt.

Politisch stammt Köstinger, die im Kärntner Granitztal aufwuchs, aus der Landjugend, mehrere Jahre leitete sie auch die österreichische Jungbauernschaft. Schon in dieser Zeit wurde sie 2009 EU-Parlamentarierin, eine Funktion, die sie bis zur Nationalratswahl 2017 innehatte, auch dort war das Agrarische ihr Hauptgebiet.

Unter Mitterlehner Vizeparteichefin der ÖVP

Dass sie in der Bundespolitik reüssierte, deutete sich schon früh an, wurde sie doch bereits unter Reinhold Mitterlehner Vizeparteichefin. Dass es noch viel weiter nach oben ging, hängt eng mit Kurz zusammen, mit dem sie schon vor seinem Aufstieg an die Parteispitze ein enges Vertrauensverhältnis hatte. So machte dieser sie auch sofort zur Generalsekretärin, womit sie ein wichtiger Teil der erfolgreichen Nationalratskampagne der Volkspartei war. Weniger glorreich war ihre Zeit als Nationalratspräsidentin, gab sie das Amt doch nach einem Monat wieder für ihr Ministeramt auf, was bei Parlamentariern für einigen Ärger sorgte.

Für erfreulichere Schlagzeilen sorgte Köstinger freilich bald darauf. Die heute 41-Jährige wurde zum ersten Mal Mutter und zog sich für wenige Wochen in eine Ministerinnen-Karenz zurück.

Zur Person: Elisabeth Köstinger, geboren am 22. November 1978 in Wolfsberg (Kärnten). Volks-, Haupt- und Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Kärnten, seit 2003 Studium an der Universität Klagenfurt (Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Angewandte Kulturwissenschaften). Bundesleiterin Landjugend Österreich 2002-2006, Bundesobfrau der Österreichischen Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend 2007-2012, Abgeordnete zum Europaparlament 2009-2017, Generalsekretärin der ÖVP 2017, Nationalratspräsidentin November bis Dezember 2017, von Dezember 2017 bis Juni 2019 Landwirtschafts- und Umweltministerin. Köstinger ist Mutter eines Sohnes.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 12:21 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/elisabeth-koestinger-im-portraet-81658225

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