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Großeinsatz für Polizei

Zehntausende bei Corona-Demo in Wien

Neuerliche Kundgebung am Heldenplatz

Die Stimmung mitten in der Corona-Pandemie bleibt angespannt: In der Wiener Innenstadt protestierten am Samstag rund 44.000 Gegner der Corona-Maßnahmen, angeführt von FPÖ-Chef Herbert Kickl, der deftig gegen die Regierung wetterte. Dabei kam es zu mehreren Anzeigen und Festnahmen, auch Journalisten wurden wieder angegriffen.

Die Szenerie am Heldenplatz entsprach dem inzwischen gewohnten Bild. Zahlreiche Slogans auf den Transparenten, Tafeln oder Aufklebern widmeten sich der - von den Teilnehmern sichtlich rigoros abgelehnten - Impfpflicht. "Nein zum Impfzwang" war vermutlich am häufigsten zu lesen. Auch die Forderung "Hände weg von unseren Kindern" war sehr präsent. Skandiert wurde wiederholt "Wir sind das Volk". Auch eine "neue Hymne für die Freiheit" erschallte aus den Lautsprechern.

Gewohntes Bild am Heldenplatz

Kickl zeigte sich überzeugt, dass es jeden Tag mehr würden, die gegen die Maßnahmen auftreten würden. Dies werde noch so lange dauern, bis die Regierung "vor die Hunde" gehe: "Wir alle können dazu einen Beitrag leisten." Neben Kickl ergriffen auch andere FPÖ-Vertreter sowie umtriebige Maßnahmengegner wie Martin Rutter das Wort. Anschließend war ein Protestmarsch am Ring angesetzt.

Erbost zeigte sich Kickl darüber, dass "eine Frau Köstinger" (Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, ÖVP, Anm.) ihm ausrichten habe lassen, dass an seinen Händen Blut klebe. "Also ehrlich, seht ihr irgendetwas? Wer mir ausrichtet, dass ich Blut an den Händen habe, dem richte ich aus, dass er nur Mist im Kopf hat." Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) wurden wiederum als "Möchtegern-Feldwebel" und "Frankenstein" tituliert.

Elisabeth Köstinger APA/HANS KLAUS TECHT

Köstinger: "Kickl hat Blut an den Händen"

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Corona-Demo in Wiener Innenstadt

Auf zahlreichen Tafeln und Stickern wurde auch der Rücktritt der Regierung urgiert. Nachdem es sich auch um eine FPÖ-Kundgebung handelte, waren naturgemäß auch Werbemittel der Freiheitlichen präsent. Geschwenkt wurden weiters rot-weiß-rote Fahnen genauso wie jene der Bundesländer. Auch an den verschiedenen Dialekten in der Schar der Demonstranten war zu erkennen, dass zahlreiche Teilnehmer aus anderen Landesteilen angereist waren.

Einmal mehr wurde die Masken-Tragepflicht weitgehend ignoriert. Zwar gab es Durchsagen der Polizei, in denen auf die Gesetzeslage verwiesen wurde, eingehalten wurden die rechtlichen Bestimmungen von vielen Personen aber nur, wenn Exekutivbeamte in der Nähe waren. Laut Polizei, die mit rund 1.400 Beamten im Einsatz war, wurden Anzeigen wegen der Verwendung von Pyrotechnik und der Missachtung der Maskenpflicht gelegt. Zudem wurde von Festnahmen unter anderem aufgrund des Verbotsgesetzes oder wegen mutmaßlichen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt berichtet. Am späten Nachmittag lag die Bilanz bei insgesamt vier Festnahmen, wie die Polizei auf APA-Anfrage mitteilte. Störer und Aggressoren würden gezielt angehalten und deren Identität festgestellt, hieß es weiters.

Kundgebung auch in Klagenfurt

Während des auf die Standkundgebung folgenden Protestzuges um den Ring wurden auch Medienvertreter mit Schneebällen bzw. Eisbrocken beworfen. Die Angreifer konnten laut Polizei angehalten werden. SPÖ-Sicherheitssprecher Reinhold Einwallner kritisierte in einer Aussendung, es sei "inakzeptabel, dass die FPÖ auf ihren Demonstrationen Rechtsextreme duldet, die rücksichtslos auf Polizei und Medienvertreter*innen losgehen".

Auch in anderen Städten wurde demonstriert, allerdings in weitaus geringerem Ausmaß. In Klagenfurt versammelten sich rund 2.500 Demonstranten, in Linz waren Samstagnachmittag rund 150 Demonstranten unterwegs.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 21.05.2022 um 03:17 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/erneut-zehntausende-bei-corona-protest-in-wien-113855692

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