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EU-Wahl

Österreichs Politiker haben gewählt

Auch Österreichs Politikerinnen und Politiker haben am Sonntag ihre Stimme abgegeben. In Salzburg schritten Karoline Edststadler (ÖVP) und Karin Feldinger (NEOS) zur Urne.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Sonntag kurz vor Mittag in einer Volksschule in Wien-Landstraße seine Stimme bei der Europawahl abgegeben. Er kam mit Ehefrau Doris Schmidauer und Hund Juli und zeigte sich in aufgeräumter Stimmung. "Von einer Staatskrise kann keine Rede sein", sagte er auf Fragen der wartenden Journalisten über die drohenden Misstrauensvoten im Nationalrat.

Eine Prognose zu den Abstimmungen wollte er nicht abgeben, "das ist Angelegenheit der Abgeordneten". Danach "bin ich dran oder auch nicht". Eine Staatskrise würde ein erfolgreiches Misstrauensvotum jedenfalls nicht mit sich bringen: "Nein, nein!" In anderen Ländern seien solche Voten viel üblicher als in Österreich.

Karas hofft auf die meisten Vorzugsstimmen

Der ÖVP-Spitzenkandidat für die Europawahl, Othmar Karas, hat am Sonntagvormittag im Pensionistenwohnheim an der Hohen Warte im Wien-Döbling seine Stimme abgegeben. Sein Ziel ist es, so wie bei den Wahlen 2009 und 2014 wieder die meisten Vorzugsstimmen aller ÖVP-Kandidaten zu erhalten.

EU-Wahl in Österreich im Zeichen von #ibizagate

Das politische Erdbeben der vorigen Woche dürfte die Wähler nicht abschrecken, sondern könnte sie verstärkt motivieren: Meinungsforscher halten es für gut möglich, dass die Wahlbeteiligung steigt. Auch die sehr große Zahl angeforderter Wahlkarten lässt diesen Schluss zu. Damit die Beteiligung wieder über die 50er-Marke kommt, müsste sie allerdings kräftig - um fast fünf Prozentpunkte - zulegen.

Wie viele Wählerinnen und Wähler wirklich an der EU-Wahl teilgenommen haben, wird man erst am Montag wissen: Denn da werden erst die Stimmen der Briefwähler ausgezählt - und da heuer an die 580.000 Stimmen auf diesem Weg zu erwarten sind, wird die Beteiligung letztlich deutlich besser ausfallen als im vorläufigen Endergebnis Sonntagnacht.

EU-Wahl meist mit geringer Wahlbeteiligung

Bei den fünf bisherigen EU-Wahlen war die Beteiligung nur bei der Premiere 1996 - mit 67,73 Prozent - noch halbwegs gut. Aber seit 1999 nahmen keine 50 Prozent der Wahlberechtigten mehr teil. 2004 waren es nur 42,43 Prozent, der bisher niedrigste Wert. Dass 2014 45,39 Prozent ihr Wahlrecht nutzten sorgte damals schon für Erleichterung, hatte man doch mit einem Einbruch gerechnet.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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