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EU-Wahl

Alle Wahllokale sind geöffnet

Österreich wählt im Schatten von #ibizagate

Beinahe noch in finsterer Nacht öffneten die ersten Wahllokale
Beinahe noch in finsterer Nacht öffneten die ersten Wahllokale am Sonntag.

Seit 8.00 Uhr haben fast alle rund 10.120 Wahllokale für die EU-Wahl geöffnet. 6,4 Mio. Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Wie sie sich entschieden haben, verkündet Innenminister Eckart Ratz zum EU-weiten Wahlschluss um 23 Uhr - allerdings noch ohne Briefwahlstimmen. APA, ORF und ATV informieren schon zum österreichischen Wahlschluss um 17 Uhr mit einer Trendprognose.

Bereits gewählt werden kann in drei Lokalen im niederösterreichischen Euratsfeld und im Neuen Rathaus in Wiener Neustadt. Am längsten Zeit haben die Wiener, wo alle 1.606 Wahllokale von 7 bis 17 Uhr die Stimmen entgegennehmen. Die Innsbrucker können von 8 bis 17 Uhr wählen - und die niederösterreichische Gemeinde Wolfsgraben nützt ebenfalls die maximale Wahldauer bis 17 Uhr.

In Salzburg kann bis 16 Uhr gewählt werden

Vorarlberg macht wie immer schon um 13 Uhr Schluss - und die Wahllokale in der Landeshauptstadt Bregenz sperren schon um 12 Uhr zu. In Eisenstadt, Klagenfurt, St. Pölten, Linz, Salzburg und Graz kann bis 16 Uhr gewählt werden - jeweils ab 7 Uhr, außer in Eisenstadt, wo die Wahllokale erst eine Stunde später die Tore öffnen. Auf der Innenministeriums-Homepage kann man alle Öffnungszeiten aller Wahllokale finden.

EU-Wahl im Schatten von #ibizagate

Die EU-Wahl steht im Schatten der schweren innenpolitischen Turbulenzen - seit ein 2017 in Ibiza aufgenommenes Video auftauchte, in dem Heinz-Christian Strache über illegale Parteienfinanzierung und die Vergabe von Staatsaufträgen gegen Wahlkampfhilfe spricht. Acht Tage vor der Wahl trat Strache als Vizekanzler und Parteichef zurück, Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte der FPÖ die Zusammenarbeit auf und rief die Neuwahl im Herbst aus. Wie sich all diese Erschütterungen - samt dem Kurz am Montag im Nationalrat drohenden Misstrauensantrag - auf die Wahl auswirken, war nicht abschätzbar.

Wahlziele der Parteien

Die ÖVP mit Spitzenkandidat Othmar Karas hofft jedenfalls, den schon 2009 eroberten und 2014 mit 26,98 Prozent verteidigten ersten Platz halten zu können. SPÖ-Spitzenkandidat Andreas Schieder möchte mehr als die 24,09 Prozent der vorigen Wahl holen. Die FPÖ wollte ihr heuer den zweiten Platz streitig machen. 2014 lag sie - ebenfalls von Harald Vilimsky in die Wahl geführt - mit 19,72 Prozent klar hinter den Sozialdemokraten.

Die Grünen holten damals mit 14,52 Prozent ihren Bundes-Rekord - und heuer muss Parteichef Werner Kogler als Spitzenkandidat eine "Schicksalswahl" schlagen nach dem Rauswurf aus dem Nationalrat 2017. Die NEOS - als einzige der aussichtsreichen Parteien von einer jungen Frau, Claudia Gamon, in die Wahl geführt - wollen heuer mehr als die 8,14 Prozent des Jahres 2014. Seit damals ist Österreich mit je fünf Abgeordneten von ÖVP und SPÖ, vier von der FPÖ, drei Grünen und einer NEOS-Mandatarin im EU-Parlament vertreten.

In dieses zurückkehren möchte mit dieser Wahl der langjährige Grüne Abgeordnete Johannes Voggenhuber mit seiner Initiative EUROPA Jetzt, unterstützt von Peter Pilz' neuer Partei. Die KPÖ war die einzige Kleinpartei, die genug Unterschriften sammeln konnte, um am Stimmzettel zu stehen.

Erste Trendprognose um 17 Uhr

Wie die Wahl ausging, kann der neue Innenminister Eckart Ratz erst um 23 Uhr verkünden - wenn auch in Italien die letzten Wahllokale zugesperrt haben. Dann wird das Ergebnis der Urnenwahl veröffentlicht; die Briefwahl wird erst am Montag ausgezählt. APA, ORF und ATV informieren aber schon um 17 Uhr in einer gemeinsam von ARGE Wahlen, SORA und Hajek auf Basis von 5.200 Interviews erstellten Trendprognose über das zu erwartende Ergebnis.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 26.06.2019 um 08:47 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/eu-wahl-alle-wahllokale-haben-schon-offen-70808905

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