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Keine EU-Qualitätskontrolle

Meiste KN95-Masken nicht zugelassen

Ähnlicher Schutz wie FFP2, aber nicht erlaubt

SYMB_FFP2-Maske APA/BARBARA GINDL
Das Tragen einer FFP2-Maske ist im Handel und in Öffis vorgeschrieben. (SYMBOLBILD)

Seit heute ist in einigen Bereichen – wie etwa den Öffis und Lebensmittelgeschäften – das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben. Ebenfalls im Umlauf befindlichen KN95-Masken, die zwar einen ähnlichen Schutz bieten können, sind nicht zugelassen. Der Grund dafür ist, dass es bei diesen Masken keine europäische Qualitätskontrolle gibt.

Die Kennzeichnung KN95 ist laut einer Information des Gesundheitsministeriums ein Hinweis darauf, dass die Maske voraussichtlich einer nicht europäischen Norm für persönliche Schutzausrüstung entspricht. "Wenn sie dieser Norm wirklich entsprechen, dann dürften diese Masken ähnlich gut sein, wie die europäischen FFP2-Masken.

Keine europäische Qualitätskontrolle

Da sie jedoch keiner europäischen Norm unterliegen, gibt es dazu auch keine europäische Qualitätskontrolle. Sie sind also möglicherweise nicht getestet und sind daher rechtlich als 'simpler' Mund-Nasen-Schutz zu beurteilen", hieß es seitens des Ressorts.

Merkmale bei FFP2-Masken

Doch auch innerhalb der FFP2-Masken, die bis zu 94 Prozent der Partikel in der Luft filtern, muss man unterscheiden. Um auch das Umfeld zu schützen, sind nur Masken ohne Ausatemventil erlaubt. Diese müssen sowohl bei Besuchen in Alters- und Pflegeheimen als auch beim Betreten von allen geöffneten Geschäften und den Öffis getragen werden.

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(SYMBOLBILD)

Mega-Ansturm auf FFP2-Masken im Handel

Die Ankündigung der Händler, die künftig verpflichtenden FFP2-Masken ab heute zu einem Preis von 59 Cent je Stück zu verkaufen, hat bei Spar, Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg) und Hofer zu …

Das Gesundheitsministerium empfiehlt Konsumenten beim Erwerb der FFP2-Masken, einige Merkmale zu berücksichtigen. So muss auf dem Produkt das CE-Zeichen mit der vierstelligen Kenn-Nummer der Zertifizierungsstelle, die FFP Schutzstufe, die EN-Norm, der Herstellername und die Artikelnummer ersichtlich sein.

(Quelle: APA)

Diese Corona-Verschärfungen gelten nun

Der neue Maskenstandard
Eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP2, fotografiert am Donnerstag, 21. Januar 2021, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Die verschärften Corona-Maßnahmen treten mit dem heutigen Montag in Kraft. Ab sofort gilt für alle ab 14 Jahren, die höherwertigen FFP2-Masken im Handel, in öffentlichen Verkehrsmitteln, bei Dienstleistern wie Kfz-Werkstätten sowie in Ordinationen verpflichtend zu tragen.

Österreich setzt im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab sofort auf verschärfte Maßnahmen.

Zwei-Meter-Abstand eingeführt

Ausgenommen von der FFP2-Maskenpflicht sind Schwangere und Personen, denen der entsprechende Schutz aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ist. Zudem gilt in der Öffentlichkeit nunmehr ein Zwei-Meter-Abstand. Davon ausgenommen sind Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, sowie nicht im gemeinsamen Haushalt wohnhafte Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, einzelne engste Angehörige und einzelne wichtige Bezugspersonen. "Der verbesserte Schutz der Bevölkerung durch die FFP2-Schutzmaske und die Verdoppelung des Mindestabstandes sind die richtigen Antworten auf die sich auch in Österreich ausbreitenden Mutationen, die erhöhtes Infektionsrisiko bewirken. Das braucht besseren Schutz", appellierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Sonntag an die Bevölkerung.

FFP2-Maskenpflicht gilt nun

Das bedeutet, dass FFP2-Masken neben öffentlichen Verkehrsmitteln auch in Fahrgemeinschaften, in Seil- und Zahnradbahnen, in Kundenbereichen von Betriebsstätten des Handels sowie von Betriebsstätten nicht körpernaher Dienstleistungsbetriebe, auf (Indoor- und Outdoor-) Märkten, beim Parteienverkehr von Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichten, in der Gastronomie beim Abholen von Speisen sowie in Betriebskantinen, und in Beherbergungsbetrieben, die für dringende berufliche Zwecke betreten werden dürfen, getragen werden müssen.

 

Die FFP2-Pflicht gilt erst ab dem Alter von 14 Jahren. Kinder ab sechs Jahren können stattdessen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Jüngere Kinder müssen den Mund-Nasenbereich nicht abdecken.

Wöchentliche Corona-Tests

Ergänzend zu den schon bisher verpflichtenden Tests im Gesundheits- und Pflegebereich sind nun auch für Arbeitnehmer mit Kundenkontakt (z. B. Handel, Dienstleistungen, Verkehr), Lehrer und Elementarpädagogen, Arbeiter in der Lagerlogistik, sofern der Mindestabstand regelmäßig unterschritten wird, Personen im öffentlichen Dienst im Parteienverkehr und Spitzensportlern (Kontakt- und Mannschaftssport) wöchentliche Berufsgruppentestungen vorgesehen. Dabei gilt: Wer nicht getestet ist, muss eine FFP2-Maske tragen. Für getestete Personen ist ein Mund-Nasen-Schutz ausreichend. Im Gesundheits- und Pflegebereich sind sowohl Testungen als auch FFP2-Masken (bei Kontakt zu Patienten bzw. Bewohnern) vorgeschrieben. Für Bibliotheken ist ab morgen Click&Collect möglich.

So steht es um die Corona-Impfung

Laut Anschober wurden bisher 170.000 Corona-Schutzimpfungen in Österreich durchgeführt. Nach Informationen des Bundeskanzleramts sind zudem zwei Bundesländer mit den Erstimpfungen der Senioren- und Pflegeheime fertig. In der Steiermark wurden in allen 230 Heimen und in Kärnten in allen 76 Heimen alle Bewohner und Bewohnerinnen sowie alle Beschäftigten, die das wollten, mit der sogenannten Grundimmunisierung versorgt. In Vorarlberg sind 48 von 49 Heime mit der Erstimpfung fertig, in Tirol 90 von 97 Heime, in Salzburg 73 von 75, in Niederösterreich 92 von 96 und in Oberösterreich 116 von 123 Heime. Aus Wien und dem Burgenland hat das Kanzleramt keine Zahlen zur Verfügung. "Trotz der Schwierigkeiten bei der Lieferung geht das Impfen in den besonders schutzbedürftigen Gruppen voran. Es gilt: Ältere Menschen zuerst. Wir müssen dranbleiben und dürfen uns nicht entmutigen lassen", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Laut Anschober wurde in tausenden Fällen auch schon die Zweitimpfung durchgeführt, die nun in den nächsten Wochen im Mittelpunkt steht. In der zweiten Februarhälfte wird damit der Schutz der vulnerabelsten Gruppe in Österreich abgeschlossen sein - das bedeutet viel weniger Erkrankungen und Todesfälle. Die Impfbereitschaft in den Alters- und Pflegeheimen steigt weiter, vielfach wird wegen steigender Impfbereitschaft noch ein dritter Impftermin in den Heimen angeboten, so der Gesundheitsminister. "Mit Stand heute wurden bereits über 80 Prozent der durchgeführten Corona-Schutzimpfungen in den e-Impfpass eingetragen.

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