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Erneuerbar statt fossil

Förderung für Öl- und Gasausstieg von Firmen

Umweltministerium will zum Umrüsten ermutigen

Institutionelle Abkehr von Öl und Gas soll unterstützt werden

Für den Öl- und Gasausstieg von Firmen und Vereinen gibt es Förderungen vom Umweltministerium. (SYMBOLBILD)

Das Umweltministerium fördert den Ausstieg aus Öl und Gas von Firmen, Vereinen und konfessionellen Einrichtungen. Der Förderbereich "Erneuerbare Prozessenergie für Betriebe" soll die Unternehmen dazu ermutigen, bestehende fossile Produktionsanlagen oder -prozesse auf erneuerbare Energieträger umzurüsten.

Für den Öl- und Gasausstieg von Firmen gibt es eine Förderung des Umweltministeriums. Je nach Ausführung der Anlage würden "bis zu 45 Prozent der Investitionskosten" gefördert - die Förderobergrenze pro Projekt liege bei 6 Mio. Euro, so das Ministerium. Gefördert werde weiters die thermische Sanierung von Gebäuden, die zur Unterbringung schutzbedürftiger Personen dienten - so etwa Frauenhäuser, Kinderheime oder Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Hier gebe es Geld für Maßnahmen zum verbesserten Wärmeschutz der Gebäude und die Installation einer klimafreundlichen Heizung "mit bis zu 100 Prozent der Nettokosten".

Förderung für Öl- und Gasausstieg auch für Vereine

Diese Förderung können laut Ministerium alle gemeinnützige Organisationen, Vereine und konfessionelle Einrichtungen beantragen, die auf der "Liste spendenbegünstigter Einrichtungen" des Finanzministeriums gelistet sind. Auch Gemeinden, die ein Gebäude überwiegend zur Unterbringung schutzbedürftiger Personen im Rahmen einer karitativen oder gemeinnützigen Einrichtung betreiben, sind förderberechtigt. In dem Fördertopf befinden sich 45 Mio. Euro, die abgerufen werden können. Finanziert wird das den Angaben zufolge aus dem österreichischen Aufbau- und Resilienzplan (ÖARP).

Mehr Geld auch für klimafreundliches Heizen

Nachgeschärft wurde die Förderung von Projekten für die erneuerbare Wärmeversorgung - die Obergrenze wurde hier von 4,5 Mio. auf 6 Mio. Euro pro Projekt nach oben gesetzt. Konkret geht es um Vorhaben wie Abwärmeauskopplung und Verteilnetze, Nahwärmeversorgung mit Erneuerbaren, innovative Nahwärmenetze, klimafreundliche Fernwärme- und Fernkältenetze oder Geothermieanlagen.

Weiters hat das Ministerium den Fördersatz für Unternehmen erhöht, die ihre fossile Heizung auf klimafreundliche Wärmeversorgung umrüsten. Künftig werde der Umstieg bei Anlagen unter 50 KW mit bis zu 7.500 Euro und bei größeren Wärmeversorgungsanlagen bis zu 12.000 Euro gefördert, teilte das Umweltministerium zum Wochenende mit. Die umwelteffektbezogene Förderobergrenze, der CO2-Deckel, werde von bisher 60 auf 75 Euro pro jährlich vermiedener Tonne CO2 angehoben.

(Quelle: APA)

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