Jetzt Live
Startseite Österreich
"Kurs Richtung Irrelevanz"

Strache-Hofer-Fehde amüsiert das Netz

FPÖ-Chef kontert Attacken mit Ibiza-Bild

Nach der FPÖ-Wahlschlappe im Burgenland teilt Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache auf Twitter gegen Norbert Hofer und Co. aus. Dieser reagiert schlagfertig: "Besten Dank….", sendet er gemeinsam mit einem Screenshot aus dem Ibiza-Video. Die Twitteria zeigt sich amüsiert.

"Die Burgenland-Wahl zeigt: Unter @norbertghofer und Co. nimmt die FPÖ Kurs in Richtung Irrelevanz und verliert, was ich einst hinzugewinnen konnte. Was geht zuerst aus? Die Wähler oder die Ausreden? […]", ätzt Strache auf Twitter. Hofer quittiert dies mit einem lapidaren "Besten Dank…." und einem Bild Straches aus dem Ibiza-Video. Für die Twitteria ein gefundenes Fressen.

Viele User warten mit Popcorn-Postings offenbar gespannt auf die Fortsetzung.

Abwerzger will Strache den Exorzisten schicken

Nicht nur Hofer, sondern auch Tirols Freiheitlichen-Chef Markus Abwerzger kontert. Er will dem langjährigen Frontmann gar einen Exorzisten schicken. "Eine Staatskrise mitverursachen. Auf Parteikosten leben, wie Gott in Frankreich. Sich an anderen Personen abputzen. Reue, Einsicht, Fehlanzeige. Im Gegenteil. Psychiater oder Exorzist, weniger hilft da nicht mehr", twitterte Abwerzger Montagfrüh in Reaktion auf die Strache-Attacken gegen Blau. 

Aber nicht nicht auf Twitter, sondern auch auf Facebook polterte der Ex-Parteichef gegen seine Nachfolger: "Der uncharismatische, unkameradschaftliche und inhaltselastische Hofer/Kickl/Nepp-Kurs schlägt bei der FPÖ jetzt voll durch", schrieb er. Die FPÖ Burgenland wies dies zurück und sah vielmehr "eine direkte Folge der Eskapaden Straches".

Der uncharismatische, unkameradschaftliche und inhaltselastische Hofer/Kickl/Nepp-Kurs schlägt bei der FPÖ jetzt voll...

Gepostet von Heinz-Christian Strache am Sonntag, 26. Januar 2020

Freiheitliche "ja jetzt endlich befreit"

Der an seiner Ibiza- und Spesen-Affäre gescheiterte Strache schrieb am Sonntag auf seinem Facebook-Profil, die FPÖ müsste durch seinen Ausschluss "ja jetzt endlich befreit und wieder auf der Siegerstrasse (sic!)" sein. "Das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn die laufenden Verleumdungen und das schäbige Verhalten der FPÖ-Spitze gegen meine Frau und meine Person stößt die Bürger immer mehr ab", so Strache.

Für Burgenlands FPÖ-Chef Johann Tschürtz (der stets als Freund Straches galt, Anm.) "tut es mir leid", schrieb der ehemalige Vizekanzler. "Das hat er nicht verdient." Auch der Klubobmann der neu gegründeten Strache-freundlichen Wiener FPÖ-Abspaltung "Die Allianz für Österreich" (DAÖ), Karl Baron, sah die aktuelle FPÖ-Führung abgestraft: "Wie die Landtagswahlergebnisse bereits in der Steiermark und auch heute im Burgenland zeigen, hat die jeweilige FPÖ-Spitze, trotz des ungerechtfertigten Parteiausschlusses HC Straches das Vertrauen bei den Wählern verloren."

FPÖ Burgenland dementiert Tschürtz-Wechsel zu DAÖ

Die FPÖ Burgenland ihrerseits erklärte in einer Aussendung, sie verwehre sich gegen die Kommentare Straches. "Das heutige Ergebnis ist - wie auch schon im Bund und bei den Landtagswahlen in Vorarlberg und der Steiermark - eine direkte Folge der Eskapaden Straches auf Ibiza und seines Umgangs mit öffentlichen Geldern und nicht das Ergebnis eines falschen Wahlkampfs", so der burgenländische FPÖ-Landessekretär Christian Ries.

Auch wies er angebliche "Gerüchte, wonach der burgenländische FPÖ-Landesobmann Johann Tschürtz oder sogar die ganze Landesgruppe zur 'DAÖ' wechseln könnten", als "schlechten Scherz" zurück. Er nahm damit Bezug auf einen Bericht von "Österreich" (Onlineausgabe), wonach laut politischen Beobachtern Tschürtz vor einem Absprung aus der FPÖ stehen könnte - und dabei auch die gesamte Landesgruppe zur "DAÖ" mitnehmen könnte.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.04.2021 um 05:00 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/fpoe-fehde-hc-strache-und-norbert-hofer-liefern-sich-schlagabtausch-82595062

Kommentare

Mehr zum Thema