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Millionen Menschen erwartet

Weltweite Klimademos in Neuseeland gestartet

Aktionen auch in Salzburg geplant

Eine Woche nach den bisher größten internationalen Klimaprotesten wollen am Freitag erneut Abertausende von Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Zum Abschluss einer internationalen Klimastreikwoche plant die Bewegung Fridays for Future erneut Aktionen und Kundgebungen in Dutzenden Ländern weltweit, darunter Österreich.

Den Anfang machten wegen der Zeitverschiebung Australien und Neuseeland. In dem Pazifikstaat mit knapp fünf Millionen Einwohnern gab es in mehr als 40 Städten Demonstrationen. Allein in der Hauptstadt Wellington marschierten nach Schätzungen mehr als 40.000 Menschen mit. Dabei waren neben Schülern auch viele Eltern und Großeltern. Auf Plakaten forderten sie die Politik auf, endlich etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen. "Wir schwänzen den Unterricht, damit wir euch unterrichten können", war auf einem Plakat zu lesen.

New Zealand leading the way into Friday nr 2 in #WeekForFuture Early reports speak of 170’000 people on #ClimateStrike...

Gepostet von Greta Thunberg am Donnerstag, 26. September 2019

Bei der Kundgebung in Auckland sagte einer der Veranstalter, Luke Wijohn: "Hört nicht mehr darauf, was sie sagen. Schaut hin, was sie machen." Im Parlament von Wellington überreichten Schüler einen Brief mit mehr als 11.000 Unterschriften. Darin wird die Regierung der sozialdemokratischen Premierministerin Jacinda Ardern aufgefordert, für Neuseeland den Klimanotstand auszurufen.

Über 6.000 Aktionen während "Week for Future"

Wie groß der weltweite Zuspruch an diesem Freitag nach der Rekordbeteiligung der Vorwoche sein wird, ist relativ unklar. Greta Thunberg selbst war guter Dinge. "Letzten Freitag haben über vier Millionen Menschen für das Klima gestreikt. Diesen Freitag machen wir es noch einmal!", schrieb sie auf Twitter. Bisher habe es im Rahmen der Streikwoche 6.383 Aktionen in 170 Ländern gegeben, ergänzte sie.

Besonders in Deutschland war der Zulauf vergangenen Freitag sehr groß. Ein gutes Drittel aller weltweiten Demonstranten - rund 1,4 Millionen - hatten sich nach Schätzungen von Fridays for Future in 575 deutschen Städten an den Protesten beteiligt. Diesmal sind einer Auflistung der Bewegung zufolge Kundgebungen in mindestens 65 Städten geplant. Darunter in Metropolen wie Berlin, Hamburg, München und Köln, aber auch in kleineren Gemeinden und Städten wie Jüchen in Nordrhein-Westfalen oder Westerland auf Sylt wollen die Menschen für das Klima auf die Straße gehen.

sag alles ab // sbg hot bois and grrrls, heute! EARTH STRIKE! Wir alle! Um 16 Uhr am Hauptbahnhof Salzburg! ????✊???????? Sagt alles ab - halten wir die Maschine an. fff.

Gepostet von Fridays For Future Salzburg am Donnerstag, 26. September 2019

Größte Klimademos Österreichs erwartet

In Österreich könnten die größten Klimaproteste stattfinden, die es jemals gegeben hat. Bis auf St. Pölten wird in allen Landeshauptstädten demonstriert, wobei die größten Proteste in Wien erwartet werden. Von drei Treffpunkten wollten die Demonstranten zu Mittag in Richtung Heldenplatz ziehen, wo ab 15.30 Uhr die Schlusskundgebung stattfinden sollte. Der erwartete große Zustrom liegt daran, dass die Bildungsdirektionen in Wien, Burgenland und Vorarlberg die "Earth Strike"-Demonstration für alle Schulen zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt haben. Damit können Schüler automatisch im Rahmen des Unterrichts an der Demo teilnehmen.

In Salzburg finden unter anderem Demonstrationen in der Landeshauptstadt sowie in Saalfelden (Pinzgau) statt.

(Quelle: APA/S24)

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