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Ausbau geplant

Minister will Ganztagsschule forcieren

Faßmann APA/HERBERT NEUBAUER
Bildungsminister Heinz-Faßmann zur Tagesbetreuung (Archivbild).

Für die ganztägige Schule hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) eine neue Messlatte gesetzt. Bis 2020 sollen 40 Prozent der Pflichtschüler die Möglichkeit einer Tagesbetreuung haben.

2010 hat die damalige rot-schwarze-Regierung einen massiven Ausbau ganztägiger Schulformen angekündigt. 80 Millionen Euro pro Jahr sollten dafür in die Hand genommen werden, ab 2014 sogar 160 Millionen Euro. Zusätzlich sollte ab 2017 ein Gros der "Bankenmilliarde" dafür eingesetzt werden. In der Praxis haben die Länder die Mittel aber nie komplett abgerufen, die Ausbauziele wurden nicht erreicht.

178.000 statt 200.000 Plätzen

Ursprünglich hatte Ex-Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) 160.000 ganztägige Betreuungsplätze an den Schulen für Sechs- bis 14-Jährige als Ausbauziel für 2015/16 vorgesehen. Tatsächlich geworden sind es rund 150.000 - und das trotz Verdoppelung der Fördermittel ab 2014. Damals wurden 200.000 Plätze bis 2019/20 als neuer Richtwert fixiert - tatsächlich stehen aktuell (2018/19) knapp 178.000 Plätze zur Verfügung.

Tagesbetreuung nur schleppend ausgebaut

Der vergleichsweise schleppende Ausbau der vergangenen Jahre führte dazu, dass die in einer 15-a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern fixierten Gelder nie zur Gänze investiert wurden. Vorgesehen ist das Geld als Anschubfinanzierung für Infrastruktur (Küchen, Speisesäle, Aufenthaltsräume, Spielplätze oder Außenanlagen) und als befristeter Beitrag zu den Personalkosten im Freizeitbereich, die bei Pflichtschulen grundsätzlich die Gemeinden tragen.

(APA)

(Quelle: APA)

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