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Auch heute

OMV wartet wieder auf Gas aus Russland

Lieferkürzung um 70 Prozent

symb_Gas, symb_OMV APA/Hans Klaus Techt
Die OMV erhält weiterhin weniger Gas aus Russland. (SYMBOLBILD)

Deutlich weniger russisches Gas als vereinbart hat die OMV auch am heutigen Dienstag erhalten. Gazprom liefere 70 Prozent weniger als nominiert, sagte ein OMV-Sprecher auf APA-Anfrage. Die Situation sei zu Montag unverändert.

Straßwalchen

Wie hoch die von der OMV nominierte Menge und die Lieferkürzung in absoluten Zahlen ist, sagte der Sprecher mit Verweis auf Vertragsdetails nicht. Zuletzt, seit Mitte Juni, hatte Gazprom ungefähr die Hälfte der bestellten Menge geliefert.

Reduzierte Gas-Lieferungen nach Österreich

Der russische Staatskonzern Gazprom liefert indes nach eigenen Angaben mehr Gas über die Ukraine nach Europa. So betrage die über den Eingangspunkt Sudsha gelieferte Menge am Dienstag 41,3 Millionen Kubikmeter nach 39,4 Millionen am Montag. Ein Antrag, auch über den Eingangspunkt Sochranowka Gas zu pumpen, sei von der Ukraine abgelehnt worden.

symb_OMV APA/ROBERT JAEGER
(SYMBOLBILD)

OMV meldet drastischen Rückgang bei Gas-Lieferung

Weiter gekürzt wurden die vereinbarten Gas-Liefermengen seitens Gazprom: Die OMV erhalte am heutigen Montag um rund 70 Prozent weniger als nominiert, sagte OMV-Sprecher Andreas Rinofner.

Mit Beginn der zehntägigen Wartung an Nord Stream 1 reduzierte Gazprom am Montag die Lieferungen nach Österreich weiter. Ob die Gasspeicher trotzdem weiter befüllt werden können, hängt vom jeweiligen Tagesverbrauch und dem Zukauf am Spotmarkt ab. Dort kostet eine Megawattstunde Erdgas aktuell mehr als 170 Euro, auf die Kilowattstunde umgerechnet sind dies 0,17 Euro.

Haidach nicht im österreichischen Netz

Ob und wenn ja, wie viel eingespeichert wird, steht erst ein bis zwei Tage später fest. E-Control und Energieministerium erklärten, dass während der Wartung womöglich auch Gas entnommen werden muss. Mit Stand Sonntag waren Österreichs Speicher zu 48,3 Prozent gefüllt. Das sind rund 46 Terawattstunden (TWh).

Der Großteil des Gases ist im Marktgebiet Ost - das sind alle Bundesländer außer Tirol und Vorarlberg - gespeichert. Laut dem Gasnetzmanager AGGM beträgt der Speicherstand hier 64 Prozent oder 40 TWh. Die restlichen 6 TWh lagern im Gasspeicher Haidach in Straßwalchen (Flachgau), der derzeit nur an das deutsche, noch nicht jedoch an das österreichische Gasnetz angeschlossen ist.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 18.08.2022 um 11:37 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/gas-aus-russland-omv-erhaelt-weiter-nur-ein-drittel-124143106

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